Ybbstaler Alpen - 8,8 km, 780 hm - Rennbericht

Hochkar-Bergrennen: Wer schlägt Olympia-Siegerin Anna Kiesenhofer?

Von Norbert Dürauer

Foto zu dem Text "Hochkar-Bergrennen: Wer schlägt Olympia-Siegerin Anna Kiesenhofer?"
| Foto: Reinhard Eisenbauer

29.08.2021  |  Perfektes Wetter, eine einmalige Kulisse - und tolle Leistungen: Das "Hochkar-Bergrennen presented by Sport.Land.NÖ" in den Ybbstaler Alpen hat am vergangenen Samstag Maßstäbe gesetzt. Zunächst war die teils neu asphaltierte Hochkar-Alpenstraße Bühne für Jedermänner- und frauen. Auf der 8,8 km langen Strecke mit 780 Höhenmetern galt es, einen Vergleich mit Olympia-Siegerin Anna Kiesenhofer zu ziehen: Neben Herren-Sieger Rene Pammer aus OÖ in 29:17 Minuten gelang es sieben weiteren Athleten, Anna zu übertrumpfen; schnellste Dame war Julia Mühlbachler aus Waidhofen in 40:30 Minuten.

Anschließend wurde bei der sechsten Station der ÖRV-Rad-Bundesliga für Damen und Herren auch gleichzeitig die österreichische Meisterschaft am Berg ausgetragen. Zunächst mussten die Damen ebenfalls knapp 800 Höhenmeter zurücklegen. Dabei drückte Quereinsteigerin Anna Plattner vom "Team Physio 1.0", die erst vor wenigen Wochen eine Elite-Lizenz gelöst hatte, von Beginn an dem Rennen und ihrer Konkurrenz den Stempel auf und erreichte nach 35:31 Minuten als Erste die Ziellinie.

Die Tirolerin gewann mit einem Vorsprung von 35 Sekunden auf die Oberösterreicherin Sabine Stadler. Dritte wurde mit Gabriela Erharter (Union Raiffeisen Radteam Tirol) die aktuelle Liga-Führende.

Kurz danach erreichten auch die Herren-Elite-Fahrer nach einer 43 km langen Schleife durch die Ybbstaler Alpen die ehemalige Mautstation in Lassing und nahmen den gut 11 km langen Schlussanstieg mit 1050 Höhenmetern in Angriff. Früh setzte sich der Kanadier Jack Burke, in Diensten des "Union Raiffeisen Rad-Team Tirol", vom zersplitterten Feld ab und kam mit rund einer Minute Vorsprung zur Talstation.

Viele Zuschauer verfolgten, ob der 26-jährige Burke sein Solo auch auf den bis zu 25 Prozent steilen Rampen, inklusive einer kurzen Schotter-Passage durchziehen könnte. Scheinbar mühelos baute der Mann aus British Columbia seinen Vorsprung aber noch weiter aus und gewann souverän - am höchsten mit dem Fahrrad zu erreichenden Punkt Niederösterreichs, unweit des Hochkar-Gipfels in 1750 Metern Seehöhe.

1:14 Minuten dahinter sicherte sich Ex-Ö-Tour-Sieger Riccardo Zoidl (Team Felbermayr Simplon Wels) mit Rang zwei den österreichischen Meistertitel am Berg, vor seinem Team-Kollegen Daniel Lehner und Rainer Kepplinger vom Hrinkow Advarics Cycleang Team.

Der Kanadier meinte im Ziel zu seinem Parforce-Ritt: “Es war großartig. Ich mag es gerne, wenn es den Berg hoch geht, und meine Vorfreude auf dieses Rennen war sehr groß.“

Viel wurde im Vorfeld darüber diskutiert, wie die erstmalige Befahrung des oberen Streckenabschnitts am Hochkar sowohl sportlich als auch organisatorisch funktionieren würde. Nun kann man dem Veranstalter-Team des LRV Niederösterreich mit Präsident Jürgen Brettschneider und dem Tourismus-Verband Ybbstaler Alpen nur gratulieren...

Norbert Dürauer ist Produkt-Entwickler "Rad & Natur Aktiv" im Verein Tourismus-IG Ybbstaler Alpen.

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