Rennbericht Team VeloLease - 4. Platz für Qu. Raubinger

Granfondo Marcialonga: Auf den Spuren des Giro

Von Stefan Eckardt

Foto zu dem Text "Granfondo Marcialonga: Auf den Spuren des Giro"
Quirin Raubinger (re.) en route | Foto: Team VeloLease

02.06.2026  |  Mit dem Granfondo Marcialonga stand am vergangenen Wochenende in den Dolomiten ein erster echter Härtetest für das Team Velolease an. Am Freitag hatten sich noch die Profis am Passo Falzarego gequält, am Sonntag Morgen standen nun Quirin Raubinger, André Reinlein, Florian Christ, Elias Jakobs, Ronny Stober und Stefan Eckardt an der Startlinie.

Auf dem Menü waren 135 Kilometer, mit Start und Ziel in Predazzo. Die Strecke führte über 3900 Höhenmeter und vier Dolomiten-Pässe: Costalunga, Pampeago, San Pellegrino und Valles.

Pünktlich um acht Uhr fiel der Startschuss und nach einer kurzen Neutralisation ging es geordnet über Moena in Richtung Vigo di Fassa, wo der Anstieg zum Passo Costalunga begann. Das Tempo war von Beginn an hoch, doch mit Quirin, Elias, André und Florian konnten sich vier Velolease-Fahrer in der Spitzengruppe behaupten.

Auf der Passhöhe beruhigte sich das Rennen etwas, was André dazu animierte, sich an die Spitze der Gruppe zu setzen und dafür zu sorgen, dass auch im welligen Terrain ein hohes Tempo gefahren wurde. Kurz vor der Abfahrt attackierte einer der Top-Favoriten und so ging es sehr zügig bergab Richtung San Valentino, an den Fuße des Passo Pampeago.

Hier waren die vier Fahrer an der Spitze zunächst noch gemeinsam unterwegs, ehe sich das Feld nach und nach auseinanderzog. Florian konnte bis etwa zur Hälfte des Anstiegs mit Quirin mithalten, musste nach einer weiteren Tempoverschärfung jedoch abreißen lassen. Quirin befand sich anschließend allein zwischen der Spitzengruppe und den Verfolgern.

Florian hatte in dieser Phase wenig Glück und musste sowohl die Abfahrt des Pampeago als auch den anschließenden Zubringer in Richtung Moena zum Passo San Pellegrino allein bestreiten. Für Quirin ging das Rennen mit einem Mitstreiter weiter, in die bis zu 115 km/h schnelle Abfahrt. Noch vor der Abzweigung nach Predazzo konnten die beiden wieder in die Spitzengruppe stoßen.

Etwa zur Mitte des Anstiegs zum Passo San Pellegrino konnte André zu Florian aufschließen, und gemeinsam kämpften sie sich bis zur Passhöhe. Am abschließenden Passo Valles wurde Florian jedoch von starken Krämpfen geplagt, die ihn zu einem kurzen Stop zwangen. André setzte sein Rennen allein fort, mit kontrolliertem konstanten Tempo fuhr er weiter und kam am Ende in persönlicher Bestzeit auf den 18. Gesamtrang.

Auch Quirin blieb seiner Strategie treu: Trotz zahlreicher Attacken in der Spitzengruppe ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen, fuhr konsequent sein Tempo und konnte sich im weiteren Rennverlauf von mehreren Konkurrenten absetzen. Im Ziel stand ein großartiger vierter Gesamtplatz zu Buch.

Quirin war sichtlich gerührt: „Richtig geiles Rennen, perfekt auf mich zugeschnitten. Trotz großer Hitze wurde richtig hart gefahren“, so der Bayer im Ziel, der seine erste Saison für das Team Velolease fährt.

Ronny Stober verpasste seine angepeilte Zielzeit von fünf Stunden nur knapp, zeigte aber eine deutlich ansteigende Form. Stefan Eckardt hatte mit den hohen Temperaturen zu kämpfen und entschied sich schließlich, auf die Mediofondo-Strecke abzubiegen und das Rennen dort zu beenden.

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