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09.09.2026 | (rsn) – Matthew Brennan (Visma – Lease a Bike) hat sich auf der 17. Vuelta-Etappe seinen fünften Tagessieg vor Jordi Meeus (Red Bull – Bora – hansgrohe) und Magnus Cort (Uno-X Mobility) geholt. Die niederländische Mannschaft stellte damit eine neue eigene Team-Bestmarke von sieben Etappensiegen bei einer Grand Tour auf. Zugleich ist der 21-jährige Brite jetzt der erste Fahrer, der bei seinem Debüt bei einer der großen Landesrundfahrten direkt fünf Tagessiege einfahren konnte.
Trotz der größtenteils flachen Route rund um Sevilla mussten die wenigen Sprinterteams in erneut großer Hitze viel Arbeit verrichten. Enzo Palenzi (Groupama – FDJ United), der mit Sinuhé Fernández (Burgos – Burpellet – BH) vom Start weg das Ausreißerduo des Tages bildete, wurde erst drei Kilometer vor dem Ziel gestellt. Visma musste sich auch deshalb im Finale auf die anderen Teams verlassen. Auf der langen Zielgeraden hielt Aert Brennan den Rücken frei. Der Brite nutzte dieses Mal Magnus Cort als seinen Anfahrer und gewann erneut dominant. Die Spitze der Gesamtwertung blieb erwartungsgemäß unverändert.
In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.
Matthew Brennan (Visma - Lease a Bike / Sieger / Eurosport): "Um ehrlich zu sein, ich glaube, ich habe es noch gar nicht richtig begriffen. Du kannst nicht einfach hier sitzen und denken: 'Fünf Vuelta-Etappen‘ – das geht einem irgendwie gar nicht so leicht über die Lippen. Es sind verdammt viele Siege. Aber ich stehe hier eben auch mit der Unterstützung von einigen der besten Radrennfahrer im Fahrerfeld. Für mich persönlich ist es einfach unfassbar. Ich glaube, selbst in zwei oder drei Wochen werde ich noch nicht glauben können, dass ich fünf Siege geholt habe."
Jordi Meeus (Red Bull - Bora - hansgrohe / 2. Platz / Eurosport): "Es war wieder ziemlich hektisch. Ich muss heute aber nichts bereuen, ich wurde einfach von einem schnelleren Fahrer geschlagen. Ich war recht schnell unterwegs, dann ist aber Matthew losgefahren und hat einen guten Moment erwischt. Er war dann einfach ein bisschen schneller als ich. Wenn ich so wie heute geschlagen werde und Zweiter bin, kann ich zufrieden sein. Gestern lief es ein wenig enttäuschend."
Magnus Cort (Uno-X Mobility / 3. Platz / Eurosport): “Das war wirklich fantastisch, ein Teil davon (Leadout seines Teams) gewesen zu sein. Die Jungs können echt stolz darauf sein, was sie heute geleistet haben. Ich bin kein purer Massensprinter und damit nicht so schnell wie die anderen Fahrer. Deshalb haben wir auch heute keine Verantwortung im Feld übernommen. Wir hatten noch viele PS übrig, womit der Plan für heute klar war. Wir wollten warten, warten, warten und dann mit einem richtig guten Sprintzug losfahren. Ich habe am Ende einfach versucht, weiterzumachen, aber sie sind von hinten sehr schnell herangekommen. Auf den ersten 100 Metern, nachdem ich den Sprint eröffnet habe, habe ich kurz an den Sieg geglaubt, weil ich keinen gesehen habe. Dann flog Brennan an mir vorbei und auf der Linie noch weitere Fahrer.“
Cesar Macias (Burgos - Burpellet - BH / 8. Platz / Eurosport): "Am Ende ging es darum, vorne mitzuschwimmen und nicht zu viel Körner zu verbrauchen. Der Sprint war dann extrem schnell. Ich habe mir eine Lücke gesucht, wo ich vorbeikam. Eigentlich ist das ein viel zu schneller Sprint für mich, weil ich nicht so viel wiege wie andere, aber wenn man eine gute Lücke findet, kann man trotzdem einen guten Sprint abliefern. Visma ist im Moment einfach sehr stark, das wissen wir alle.“
Wout Van Aert (Visma – Lease a Bike / 19. Platz / Eurosport): “Ich hatte heute eine eher kleine Rolle. Zuerst haben meine Teamkollegen die Spitzengruppe eingeholt, was für das Ende doch einiges an Energie gekostet hat. Auf den letzten fünf Kilometern habe ich eine Attacke von Oliveira neutralisiert. Ich habe mich dann nicht mehr so gut gefühlt, um ein richtiges Leadout zu machen. Als Uno-X den Sprintzug aufgebaut hat, habe ich mir gedacht, es ist besser, Matty (Brennan) in eine gute Position zu bringen, als ein zu langsames Leadout zu machen. Ich habe ihn 500 Meter vor dem Ende an das Hinterrad von Magnus Cort gebracht. Das war eine wichtige Aufgabe, aber in Wirklichkeit hat er den Großteil selbst gemacht.“
Sepp Kuss (Visma – Lease a Bike / 55. Platz / Eurosport): “Es ist richtig cool. Die meisten Siege kommen noch von einem Jungen, der seine erste Grand Tour fährt. Wir glauben alle sehr an uns und jeder ist dazu bereit, seinen Teil beizutragen. Es ist nie einfach und ich muss einen speziellen Dank an die Fahrer aussprechen, die jeden Tag die Tempoarbeit machen. Er (Brennan) ist sehr ruhig, wird kaum müde, ist bergauf stark, sprintet richtig gut und ist einfach ein großes Talent. Er hat richtig Spaß am Radfahren, was man auch in seiner Art und Weise, wie er fährt, sehen kann.“
Enric Mas (Movistar / Gesamtführender / Ziel-Interview): “Mir geht es gut. Ich glaube, wir haben gestern und heute einen perfekten Job gemacht. Jetzt müssen wir auf morgen schauen, dann auf den Tag danach. Aber ich bin zuversichtlich. Das Zeitfahren morgen ist praktisch flach, es gibt auch nicht wirklich viele Kurven. Wir müssen konzentriert bleiben und auf die Wattwerte und die Position achten. Das ist das Wichtigste. Ich wäre dann mit dem Ergebnis zufrieden, wenn ich morgen das Rote Trikot behalten kann.“
Oscar Onley (Netcompany – Ineos / Führender der Nachwuchswertung / Ziel-Interview): “Über den Kurs von morgen weiß ich noch nicht viel. Ich werde morgen Vormittag einen Recon machen. Ich weiß nur, dass es ziemlich flach ist und wir viel Zeit in der Aero-Position verbringen werden. Ich glaube, die Abstände werden schon beträchtlich sein. Jedes Zeitfahren wirkt sich natürlich auf das Gesamtklassement aus. Bei einer Länge von 32 Kilometern können die Abstände also ziemlich groß sein.“
Santiago Buitrago (Bahrain Victorious / Führender der Bergwertung / Ziel-Interview): “Wir mussten 15 schwere Etappen überstehen, um die leichteren zu erreichen. Aber auch dann ist es immer ein bisschen stressig und angespannt im Peloton. In der dritten Woche sind schon viele Fahrer müde und dann gibt es auch noch den Wind. Aber wir sind glücklich, es sicher und gesund nach Sevilla geschafft zu haben. Morgen wird es, glaube ich, das erste Mal in meiner Karriere so sein, dass ich es in einem Zeitfahren ruhiger angehen lassen, den Tag genießen kann und meine Beine für ein interessantes Wochenende schonen werde.“
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