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18.10.2026 | (rsn) - Mit einem vollständigen Medaillensortiment bestehend aus Gold durch Tim Torn Teutenberg im Ausscheidungsrennen, Silber von Lea Sophie Friedrich im Keirin sowie Bronze durch Roger Kluge und Moritz Augenstein im Madison konnte das deutsche Team bei den Bahn-Weltmeisterschaften in Shanghai einen fantastischen Abschluss feiern. Im Sprint der Männer sicherte sich der Niederländer Harrie Lavreysen seinen 23. Weltmeistertitel und die Irin Lara Gillespie gewann das Punkterennen der Frauen.
“Es fühlt sich mega an“, grinste Teutenberg, frisch gekleidet im Regenbogentrikot, nach seinem Triumph gegenüber RSN. “Abseits von den Olympischen Spielen gibt es sicher nichts Größeres. Ich bin mit dem Ziel reingegangen zu gewinnen, aber es geht hier so knapp zur Sache, da kannst du dir nie sicher sein“, fügte der Kölner an. Vor allem der vorletzte Sprint zwischen den drei Medaillengewinnern war äußerst knapp, was auch von Teutenberg so forciert war. Denn im abschließenden Sprint um Gold wäre er lieber gegen den Belgier Jules Hesters angetreten als gegen den Dänen Tobias Hansen.
“Er war so mein Angstgegner, aber irgendwie kam er noch an Hesters vorbei. Ich konnte ihn dann aber lange oben an der Bande halten und hatte das bessere Ende für mich“, strahlte der Deutsche, der seinen zweiten WM-Titel einfahren konnte. Vor zwei Jahren gewann Teutenberg in Ballerup in Dänemark das Madison an der Seite von Roger Kluge. Der Österreicher Tim Wafler landete auf Platz elf, der Schweizer Alex Vogel belegte Rang 14.
Eng ging es auch im Kampf um die Medaillen im Keirin der Frauen zu. Denn dort lagen die Top drei nur 14 Tausendstelsekunden auseinander. Die als neutrale Athletin startende Russin Alina Lysenko setzte sich hauchdünn vor Lea Sophie Friedrich (+ 0,006) und Emma Finucane (+ 0,014) durch. “Emma lag noch vor mir und ich musste ein kleines Loch aufgehen lassen, damit ich noch vorbeikonnte. Eigentlich ist das ganze Finale optimal gelaufen, nur die Russin hat sich halt oben noch an uns vorbeigequält“, sagte die Deutsche, die im Teamsprint schon zu Bronze gefahren war.
Nun klappte es auch mit der Einzelmedaille für die 26-Jährige. “Die Medaille fühlt sich wie eine Goldene an, denn ich hatte mir ordentlich Druck gemacht, nachdem ich vor einem Jahr medaillenlos blieb. Ich wollte auch unbedingt in einer Einzeldisziplin eine holen“, erzählte Friedrich weiter. Ihre Teamkollegin Alessa-Catriona Pröpster blieb in den Hoffnungsläufen hängen, wie auch die Bronzemedaillengewinnerin im Sprint, die starke Britin Sophie Capewell.
Der Titel im Madison der Männer ging nach Dänemark. Lasse Leth und Carl-Frederik Bevort setzten sich vor den Portugiesen Ivo Oliveira und Iuri Leitao durch. Roger Kluge und Moritz Augenstein erreichten das Podium als Dritte und blieben dabei einen Zähler vor den Titelverteidigern Fabio van den Bossche und Lyndsey de Vylder aus Belgien.
“Es war ein Kampf bis zum Ende. Zuletzt hatten wir ein wenig die Oberhand bei den Weltcups, aber du spürst den Auftakt der Olympiaquali und alle Teams sind schärfer unterwegs. Wir haben uns wieder behauptet“, analysierte Kluge nach dem Rennen. Für den Eisenhüttenstädter war es seine neunte Medaille bei Weltmeisterschaften, die vierte im Madison.
Im Sprint der Männer setzte sich der Niederländer Harrie Lavreysen im Finale gegen den Australier Leigh Hoffmann durch und feierte das 23. Regenbogentrikot seiner Karriere. Der Japaner Kaiya Ota gewann das Kleine Finale und Bronze gegen Nicholas Paul aus Trinidad und Tobago. Paul hatte im Viertelfinale Henric Hackmann aus dem Turnier geworfen.
Im Punkterennen der Frauen gab es eine irische Siegerin. Lara Gillespie, die mit ihrem Freund Luca Spiegel in der Nähe von Kaiserslautern lebt, gewann das Rennen vor der Dänin Amalie Dideriksen und der Belgierin Shari Bossuyt. Die drei Fahrerinnen konnten eine Plusrunde herausfahren und erst der finale Sprint entschied die Medaillenfarben der drei Athletinnen. Lisa Klein belegte Rang sieben. Die Schweizerin Aline Seitz wurde Neunte.
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