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06.11.2026 | (rsn) – Als Vierter der Valencia-Rundfahrt (2.Pro), Zweiter der UAE Tour (2.UWT) und Dritter der Trofeo Laigueglia (1.Pro) legte Antonio Tiberi (Bahrain Victorious) diese Saison los wie die Feuerwehr. Ab September zeigte der Italiener ein starkes Finale, bei dem er zwischenzeitlich an elf Renntagen siebenmal unter die besten Acht fuhr. Dazwischen aber war beim 25-Jährigen eine gähnende Leere.
Tiefpunkt war der äußerst anonyme Auftritt fern des Scheinwerferlichts bei der Tour de France. Die schloss der Giro-Fünfte von 2024 auf Rang 37. In den Tagesklassementen rückte er lediglich bis auf Position 15 vor. “Wir hatten hohe Erwartungen, aber bei vielen seiner Rennen ist er kaum in Erscheinung getreten“, urteilte Tiberis Sportlicher Leiter Franco Pellizotti deswegen im Gespräch mit La Lega del Ciclismo Professionistico.
Pellizotti übte dabei auch Selbstkritik: “Vielleicht war es nicht unsere beste Entscheidung, ihn zur Tour de France zu schicken. Ein italienischer Fahrer findet für den Giro naturgemäß mehr Motivation“, so der 48-Jährige, der selbst elfmal an der Italien-Rundfahrt teilnahm und diese 2009 als Zweiter beendete. Bei der Tour trat er viermal an – und kam nie über Platz 37 hinaus. Dafür sicherte er sich 2009 das Bergtrikot, wobei er in Tarbes als Zweiter knapp an einem Tagessieg vorbeischrammte.
Von ähnlichen Erfolgen war sein Schützling dieses Jahr in Frankreich weit entfernt. “Er zumindest um Etappensiege mitfahren können. Er hätte in Ausreißergruppen gehen können, stattdessen ist er ständig nur hinterhergefahren“, meine Pellizotti kritisch. In der neuen Saison soll unbedingt Besserung eintreten.
“Antonio hat einen Mehrjahresvertrag. Wir sind entschlossen, sein Potenzial weiter zu entwickeln, und bringen dafür auch die nötige Geduld auf. Dennoch darf er sich von nun an nicht mehr viele schwache Leistungen erlauben“, warnte Pellizotti seinen Landsmann. “Schließlich haben wir auch noch andere vielversprechende junge Fahrer im Kader. Im Radsport ist Konstanz der Schlüssel. Man muss immer weiterkämpfen, um vorne mit dabei zu bleiben“, fügte er an.
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