Radfahrer bekommen Rückenwind

29.10.2003  |  Mit zwei Millionen Euro will die Bundesregierung im kommenden Jahr den „Nationalen Radverkehrsplan“ fördern. Karsten Hübener, Bundesvorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) erwartet jetzt: „Die Steuerungsgruppe im Bundesverkehrsministerium muss konkret vorschlagen, wie sie den Radverkehrsanteil in Deutschland bis zum Jahr 2012 verdoppelt. Ohne diese Finanzierung hatte der Plan 20 Monate lag keinen Biss.“

Den ADFC interessiert vor allem, warum sich Radfahrer in machen Städten wohler fühlen als in anderen, wann eine einheitliche Wegweisung ihnen die Orientierung erleichtert und wie in der Fahrradbranche mehr Arbeitsplätze entstehen. Vor allem neue Dienstleistungsprojekte wie Fahrradstationen, Kurierunternehmen und die Tourismusbranche könnten von einem Fahrradboom profitieren.

Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) hatte zugesichert, die Koordinierung für den „Nationalen Radverkehrsplan“ in seinem Ministerium zu übernehmen. „Es geht nicht an, dass wir uns hierfür nicht zuständig erklären “, sagte er jüngst im Gespräch mit Karsten Hübener. Frühere Untersuchungen der Bundesregierung ergaben: Der Fahrradverkehr ist besonders in den Städten im Aufschwung. 50 Prozent aller Wege in der Stadt sind kürzer als sechs Kilometer und damit ideal mit dem Fahrrad zurückzulegen.

JEDERMANN-RENNEN DIESE WOCHE
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