Trotz Absage des Profi-Klassikers "Rund um den Finanzplatz"

Velotour: Jedermänner setzen Zeichen gegen Gewalt und Terror

Foto zu dem Text "Velotour: Jedermänner setzen Zeichen gegen Gewalt und Terror"
Der Start der "Velotour" 2014 in Eschborn. | Foto: eschborn-frankfurt.de

01.05.2015  |  (Ra, dpa; aktualisiert 15/30) - Trotz der Absage des Rad-Klassikers «Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt» sind rund tausend Hobbyfahrer heute früh mit Polizeibegleitung auf die Strecke der "Velotour Frankfurt" gegangen - unter ihnen John Degenkolb, der das Profi-Rennen 2011 gewonnen hatte.

Veranstaltungschef Bernd Moos-Achenbach gab um kurz nach neun Uhr in Eschborn den Startschuss für die Trainingstour der Jedermänner, mit dem die Teilnehmer ein Zeichen gegen Gewalt und Terror setzen wollen.

Organisiert wurde die Tour von Florian Jöckel, Sprecher des Jedermann-Teams "Guilty76 Racing Team". Er sagte beim Startschuss in Eschborn: "Nach der Renn-Absage wollten wir ein Zeichen setzen, und haben einen Aufruf gestartet, morgens zu einer Tour zu starten. Ich war selbst überrascht, wie viele kamen. Trotzdem zu fahren, war das einzige, was wir machen konnten, um ein Zeichen für Frankfurt und das Traditions-Rennen zu setzen."

Nach einem Bombenfund bei einem Ehepaar in Oberursel war die 54. Auflage des Profi-Rennens am Donnerstag Abend wegen "Gefährdung der Bevölkerung", so das hessische Landeskriminalamt, abgesagt worden. Das Radrennen "Rund um den Finanzplatz" galt als mögliches Anschlagsziel.

Der festgenommene Mann, ein 35jähriger Deutsch-Türke, sei in den vergangenen Tagen auf Parkplätzen und im Wald, entlang der Rennstrecke von Oberursel auf den Feldberg, beobachtet worden, sagte der Leiter der Frankfurter Staatsanwaltschaft, Albrecht Schreiber, auf einer Pressekonferenz heute vormittag.
JEDERMANN-RENNEN DIESE WOCHE
  • Keine Termine