Auf die individuelle Anatomie zugeschnitten

Hypersaddle: Symbiose aus Ergonomie und Leichtbau

Foto zu dem Text "Hypersaddle: Symbiose aus Ergonomie und Leichtbau"
| Foto: Bike Ahead Composites

23.11.2020  |  Die Fahrrad-Komponente mit dem wahrscheinlich größten Einfluss auf den Komfort ist der Fahrradsattel, da ein Großteil des Körpergewichts auf der relativ kleinen Sattelfläche lastet. Diese hohe Belastung in Verbindung mit dem sensiblen Sitzbereich des Körpers kann bei einem ergonomisch nicht passenden Sattel schnell zu Taubheitsgefühl, Sitzbeschwerden und Diskomfort führen.

Abhilfe schafft eine auf die individuelle Anatomie zugeschnittene Sattelform.
Durch diese wird der Druck in den durch Knochen gestützten, unempfindlicheren Gewebebereichen aufgenommen und gezielt verteilt. Dazu wird mit dem Biker auf dem eigenen Rad unter Berücksichtigung von Körperhaltung, Sitzposition und Satteleinstellung in einem Bike-Fitting-Prozess die optimale Druckverteilung auf dem Sattel ermittelt. Im Zielkonflikt zum Komfort steht bei sportlich ambitionierten Fahrer/innen der Leichtbau, dem ersteres oft zum Opfer fällt.

In einem Forschungs-Projekt von Bike Ahead Composites, einem Hersteller für High-End-Leichtbau-Fahrrad-Komponenten und dem Institut für Verbundwerkstoffe, einer Forschungseinrichtung mit über 30 Jahren Prozesstechnik-Expertise, soll er Konflikt Ergonomie versus Leichtbau aufgelöst werden.

Gemeinsam mit Bike-Fitting-Experten
und Ergonomie-Physiotherapeuten wird mit kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (CFK) ein Sattel entwickelt, der trotz Fokus auf Komfort durch Individualisierung sehr leicht baut und auch haltbar ist.

Grundlage der Individualisierung sind ergonomische Parameter aus einer individuellen Druckverteilungsmessung. In einem automatisierten digitalen Prozess werden die Daten aus der Druckmessung erfasst und mithilfe weiterer Angaben wie Körpergewicht ein parametrisiertes Sattelmodell an die Messdaten angepasst.

Der individualisierte Sattel mit der angepassten
Nachgiebigkeit ist ein Einzelstück, das sich nur mit einer hochflexiblen Prozess-Technologie wirtschaftlich herstellen lässt - durch die Vereinigung des klassischen Prepreg-Autoklav-Prozesses mit moderner 3D-Druck-Technologie. Dabei wird zunächst aus vorimprägnierten Fasern, sogenannten Tapes, in einem robotergestützten Legeprozess ein endkonturnaher Vorformling mit lokalen Verstärkungen gefertigt.

Für die individuelle Sattelform wird 3D-Druck genutzt, um individuelle Formwerkzeug-Einleger zu drucken, die der Satteldecklage im Autoklav (Carbon-Ofen; d.Red.) die finale Form geben. Die Entwicklung eines leichtbauoptimierten Sattelgestells aus CFK komplettiert den Hypersaddle, der mit seiner Kombination aus Ergonomie und Leichtbau neue Maßstäbe setzen soll.

Das Projekt „Hypersaddle - Personalisierter High-Performance-Fahrradsattel in Hybrid-Bauweise“ wird im Rahmen des "Zentrales Innovations-Programm Mittelstand" (ZIM) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Die all ahead composites GmbH
ist ein innovatives Unternehmen, dessen Kern-Kompetenz die Entwicklung, Konstruktion, Berechnung und Herstellung von faserverstärktem Kunststoff ist. Mit innovativen Fahrrad-Komponenten aus Carbon, die unter der Marke Bike Ahead Composites vermarktet werden, bietet all ahead ambitionierten Bikern hochwertige Produkte, die Leichtbau, Steifigkeit und Haltbarkeit vereinen.

 
Weitere Informationen

Bike Ahead Composites
all ahead composites GmbH
Oberdürrbacherstraße 3
97209 Veitshöchheim

Fon: 0931 991 27 007

E-Mail: info@all-ahead.de
Internet: bike-ahead-composites.de

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