Italiener bestimmen UAE Tour weiter

Milan auch in Dubai nicht zu bezwingen

Von Marc Zeiringer

Foto zu dem Text "Milan auch in Dubai nicht zu bezwingen "
Jonathan Milan gewinnt die 5. Etappe der UAE Tour. | Foto: Cor Vos

20.02.2026  |  (rsn) – Jetzt ist er im Rhythmus: Jonathan Milan (Lidl – Trek) hat auf der 5. Etappe der UAE Tour (2.UWT) seinen zweiten Etappensieg in Folge gefeiert. In Dubai, wo das Teilstück 168 Kilometer zuvor auch begonnen hatte, siegte der Italiener im Massensprint vor Erlend Blikra (Uno-X Mobility) und Matteo Malucelli (XDS – Astana). Ethan Vernon (NSN), Vortageszweiter, gingen auf den letzten Metern die Beine auf. Milans Bruder Matteo, Dritter der 4. Etappe, stürzte in der letzten Kurve an der 1000-Meter-Marke und konnte nicht ins Finale eingreifen.

Fast hätte es auch den älteren der Milan-Brüder erwischt. Der hatte sich noch etwas früher mit seinem Anfahrer Simone Consonni berührt, den Sturz aber vermeiden können. Hunderprozentig rund läuft es im Lidl-Zug also noch immer nicht. "Im Finale war es schwierig, zusammenzubleiben", konstatierte der Sieger dann auch, allerdings nicht, ohne die vorangegangene Arbeit seiner Mannschaft wie immer zu loben. "Ich habe einen tollen Weg gefunden, zu sprinten und bin sehr glücklich mit diesem Ergebnis. Letztes Jahr bin ich auf dieser Etappe Zweiter oder Dritter geworden. Ich wusste, wie wichtig es ist, in den letzten beiden Kurven in den vorderen Positionen zu sein, aber nicht ganz vorne. Denn von der letzten Kurve aus ist es noch ein weiter Weg zur Ziellinie."

Es dominieren also weiter die Italiener in den Emiraten. Während Milan seinen zweiten Tagessieg feierte und auch die Führung in der Punktewertung übernehmen konnte, bleibt Antonio Tiberi (Bahrain Victorious) Gesamtführender. Auf ihn wartet auf dem kommenden Teilstück die nächste Prüfung, der Jebel Hafeet wartet im Finale der 6. Etappe.

So lief die 5. Etappe der UAE Tour 2026

Wie bereits in den vergangenen Tagen zeigte sich auch heute der Schweizer Silvan Dillier (Alpecin – Premier Tech) prominent an der Spitze des Rennens. Er versuchte schon zu Beginn den Sprung in die Ausreißergruppe zu schaffen. Nach 15 Kilometern gelang ihm dies gemeinsam mit Gianni Moscon (Red Bull – Bora – hansgrohe), Nickolas Zukowsky (Pinarello – Q36.5) und Ezra Caudell (Modern Adventure). Der US-Amerikaner ließ sich kurze Zeit später wieder ins Feld zurückfallen, sodass ein Spitzentrio übrigblieb. Die Anfangsphase war von einiger Hektik geprägt. Noch bevor sich die Gruppe absetzen konnte, ereignete sich ein Sturz, in den Casper van Uden (Picnic – PostNL), Kevin Vermaerke (UAE – Emirates – XRG) und Riley Pickrell (Modern Adventure) verwickelt waren. Alle drei konnten das Rennen glücklicherweise fortsetzen.

Das Profil der 5. Etappe | Foto: Veranstalter

Das Führungstrio erarbeitete sich einen maximalen Vorsprung von 2:15 Minuten. Nach 30 Kilometern erreichten sie die erste Sprintwertung des Tages am Al Meydan Racecourse. Dillier sicherte sich vor Moscon und Zukowsky die vollen acht Punkte und baute damit den Vorsprung in der Zwischensprintwertung aus. Anschließend schrumpfte der Zeitvorsprung auf das Peloton und pendelte sich nach 60 gefahrenen Kilometern bei etwas mehr als einer Minute ein. Auch der zweite Zwischensprint wurde erneut zur Beute von Dillier, der damit zwischenzeitlich sogar die Führung in der Punktewertung übernahm.

Die Mannschaften Lidl – Trek, NSN und XDS – Astana kontrollierten im weiteren Rennverlauf für viele Kilometer hinweg den Abstand zur Spitzengruppe bei etwa einer Minute. Das Tempo im Rennen war hoch, das Peloton bewegte sich stets in einer langen Schlange. Die Teams bereiteten sich auf das Sprintfinale vor. Die Positionskämpfe im Feld begannen schon knapp 20 Kilometer vor dem Ende der Etappe, ohne die Ausreißer eingeholt zu haben. Zukowsky, Moscon und Dillier hielten sich lange gut.

Fünf Kilometer vor dem Ziel versuchte Zukowsky mit einer Attacke auf den Etappensieg zu gehen. Dillier wurde daraufhin sofort vom Feld eingeholt und auch für Zukowsky und Moscon war wenig später Schicht im Schacht. Mit zwei Rechtskurven innerhalb der letzten 1,5 Kilometer war das Finale hektisch. XDS – Astana und Max Walscheid (Lidl – Trek) brachten ihre Kapitäne Malucelli und Jonathan Milan in der letzten Kurve in idealer Position zum Zielsprint. Matteo Milan stürzte dort ohne Fremdeinwirkung, konnte aber unverletzt ins Ziel fahren. Den Sprint eröffneten dann Malucelli und Vernon (NSN). Milan kam aus der fünften Position im idealen Zeitpunkt aus dem Windschatten und konnte somit erneut souverän diese Etappe für sich entscheiden.

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