Eine literarische Liebeserklärung an den Radsport

Daniel Denciks Radsportherz: “Club der hoffnungslosen Romantiker...“

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| Foto: Covadonga Verlag

29.05.2022  |  Seit Kindertagen ist der dänische Schriftsteller und Regisseur Daniel Dencik ein glühender Anhänger des Radrennsports. In seinem neuen Buch beschreibt er anhand einer Tour de France, einer Straßen-Weltmeisterschaft und des Saisonabschluss-Klassikers Lombardei-Rundfahrt, was die unwiderstehliche Anziehungskraft seines Lieblingssports ausmacht.

Als Reporter und Essayist findet Daniel Dencik neue, originelle literarische Zugänge zu seinem Sujet. Aus dem Auto heraus lebend, unter freiem Himmel schlafend, folgt er dem Renn-Zirkus. Mit feiner Beobachtungsgabe und poetischen Metaphern schildert er die Realität des Profi-Milieus und stellt Bezüge zwischen Radrennen und großen Autoren wie Dante, Baudelaire und Edgar Allan Poe her. Er begleitet gefeierte und gefallene Radsport-Helden und erzählt zu Herzen gehende Geschichten vom Leben im Peloton.

Dencik taucht ein ins Geschehen, konfrontiert die Radsport-Nomaden mit unerhörten Fragen und präsentiert ihre intimen Geständnisse im ungeschnittenen Rennfahrer-O-Ton. Er ächzt an der Seite von Michael Rasmussen den Col d’ Aspin hinauf, lümmelt mit einem WM-Zweiten auf dem Hotelbett, betrinkt sich mit einem mustergültigen Domestiken, und wenn er am Renntag mit seinem Kumpel nach Alpe d’ Huez hinaufspaziert, stimmt die Holländer-Kurve spontan »Lust for life« an.

Das Resultat ist eine literarische Liebeserklärung in 15 Kapiteln, an einen oft unverstandenen Sport, der seinen Reiz maßgeblich daraus bezieht, dass man als Zuschauer nicht alles sieht…

»Ich denke über die Faszination nach, die dieser Sport auf mich ausübt, darüber, warum diese Nomaden, die mit ihren Beinen sprechen, mir so am Herzen liegen. Der Radsport ist insofern ungewöhnlich, als er ein Mannschaftssport für Einzelkämpfer ist. Ein Sport für Exzentriker und Abweichler. Jedes Rennen endet mit einem Gewinner und Hunderten von Verlierern. Das ist etwas ganz anderes als beim Handball oder Fußball, wo man in der einen Woche gewinnt und in der nächsten verliert oder gar unentschieden spielt. Der Radsport ist wie eine unglückliche, unerwiderte Liebe, Rennen für Rennen, Saison um Saison. Er ist der Club der hoffnungslosen Romantiker.«
Daniel Dencik

• »Wundervoll. Im Nu ein literarischer Radsport-Klassiker.« — Bert Wagendorp, De Muur

• »Daniel Dencik schreibt, während sein Stuhl bebt. Seine Texte sprinten in die Tiefen des Geistes und ziehen den Leser in das Herz des Radsports.« — Ekstra Bladet

• »Ein wunderbares, sinnliches Buch über den Radsport, mit herrlichen Beobachtungen über sein Wesen.« — Jyllands-Posten

Der Autor:
Daniel Dencik, geboren 1972, ist Schriftsteller und Filmemacher aus Dänemark. Er hat seit 1998 zahlreiche Gedichte, Kurzgeschichten, Essays und Romane veröffentlicht. Für die dänische Tageszeitung Politiken berichtete er 2016 und 2017 als Reporter von der Tour de France. Zu seinem vielfach ausgezeichneten Werk als Regisseur gehört neben Spielfilmen wie »Miss Osaka« und »Gold Coast« auch Dokumentarfilme über die Radsportler Rasmus Quaade (»Moon Rider«) und Christopher Juul-Jensen (»The Butler«).

Radsportherz, Daniel Dencik; aus dem Dänischen von Rebecca Jakobi; Broschur, 176 Seiten, 14,80 Euro (D), ISBN 978-3-95726-067-3; erscheint am 1. Juni 2022

 
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