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01.01.2026 | (rsn) – Bei den Frauen musste der neue Co-Sponsor noch mit dem zweiten Rang Vorlieb nehmen, doch Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) schenkte dem kanadischen Unternehmen bei der X2O Badkamers Trofee in Baal dann doch noch einen Sieg am offiziell ersten Tag der neuen Sponsor-Partnerschaft. Der Weltmeister lieferte sich bis kurz nach der Rennhälfte ein packendes Duell mit dem Belgier Emiel Verstrynge (Crelan – Corendon), der letztendlich mit 37 Sekunden Rückstand Zweiter wurde.
Den dritten Rang beim GP Sven Nys belegte der Sohn des Namensgebers, Thibau Nys (Baloise – Het Poetsbureau Lions). Toon Aerts (Charles Liegeois – Deschacht) wurde Vierter vor Joris Nieuwenhuis (Ridley), der einen großen Schritt in Richtung Gesamtsieg machen konnte.
Am Balenerberg war van der Poel zum sechsten Mal erfolgreich, womit er exakt die Hälfte der Triumphe des Rekordsiegers und Namensgebers eingefahren hat. Saisonübergreifend gewann der Niederländer mittlerweile 18 Mal in Serie. “Es war toll, endlich war es mal ordentlich matschig“, freute sich der 30-Jährige im Ziel-Interview. “Bisher hatten wir immer schnelle Rennen, zum Glück gab es heute etwas Regen. Der Parcours hat sich dadurch verändert. Er wurde technisch und rutschig, aber das gefällt mir“, fügte van der Poel an. Der Sturz, der ihm in der vierten Runde auf dem glatten Geläuf passierte, hatte offensichtlich keine schmerzhaften Folgen.
In Abwesenheit unter anderem von Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) sorgte Verstrynge für Spannung. “Es war schwer. Ich habe es versucht und bin Zweiter geworden und bin jetzt froh, dass ich nach Hause kann“, meinte der 23-Jährige im kurzen Ziel-Interview.
Quinten Hermans begann seine Crosssaison ganz in Schwarz gekleidet, da seine neue Mannschaft Pinarello – Q36.5 ihre Trikots noch nicht vorgestellt hat. Der Belgier belegte einen starken zehnten Platz. Gianni Vermeersch präsentierte sein neues Red-Bull-Material und belegte Platz 14. Für die neugegründete Mannschaft Ekoi wurde Ryan Kamp Neunter.
Deutsche Athleten waren ebenso wenig am Start wie die beiden Heizomat-Cube-Stars Kevin Kuhn und Mees Hendrikx. Einziger deutschsprachiger Fahrer in Baal war der Schweizer Lars Sommer (Stevens), der das Rennen als 21. von 33 Teilnehmern beendete.
Nach sechs von acht X2O-Events liegt Nieuwenhuis in der Gesamtwertung 2:52 Minuten vor dem Briten Cameron Mason (Seven), der in Baal als 13. über den Zielstrich kam. Dritter im Klassement ist Niels Vandeputte (Alpecin – Premier Tech), der am Neujahrstag auf eine Teilnahme verzichtete.
Der siebte Lauf findet am 8. Februar in Lille statt.
Amateurfahrer Wout Janssen (Cyclis – van den Plas) überraschte Freund und Feind, als er kurz nach dem Start in Führung ging. Erst nach vier Minuten nahm Nys ihm die wieder ab. Größere Lücken taten sich zunächst nicht auf und so sprintete Mason bei der ersten Zieldurchfahrt zu den dort ausgelobten 15 Bonussekunden. Nieuwenhuis reagierte nicht und konnte sich so als Vierter nichts gutschreiben lassen.
Der Britische Meister zog weiter durch und sorgte so für mehrere Splits im Peloton. Als van der Poel dann erstmals die Spitze übernahm und die Schlagzahl weiter erhöhte, konnte nur Aerts mitgehen. Auch dem Europameister ging es aber kurz danach zu schnell und nach zwölf Minuten war der Weltmeister als Solist unterwegs. Die zweite Zielpassage erreichte er sieben Sekunden vor Verstrynge, der seinerseits vier Sekunden vor Aerts lag.
Verstrynge sorgte dann für eine faustdicke Überraschung, indem er die Lücke zu van der Poel schloss. Hinter dem Spitzenduo fanden sich Aerts, Nys, Jente Michels (Alpecin – Premier Tech) und Nieuwenhuis zusammen. Das Quartett nahm 26 Sekunden Rückstand mit auf die vierte von acht Runden. Am Hinterrad des Weltmeisters hielt Verstrynge sich vornehm zurück, erst als van der Poel in einer Traverse stürzte und gegen die Holzabsperrung knallte, lag der Belgier plötzlich an der Spitze. Seinen Vorsprung konnte er nicht lange festhalten, das Duo nahm die zweite Rennhälfte mit 30 Sekunden Vorsprung auf die Vier in Angriff.
Van der Poels Gesicht machte deutlich, dass seine Beine nun mehr Watt produzierten als in den Minuten zuvor. Verstrynge sah zwar nur den Rücken seine Teamkollegen auf der Straße, doch seine Beine spürten den Unterschied. An den beiden schwersten Anstiegen hielt er dem Druck nicht stand, kurz danach ging er mit vier Sekunden Rückstand in den sechsten Umlauf. Die Gruppe um Nieuwenhuis lag nun schon 53 Sekunden hinten.
Bei den Verfolgern machte Nys nun Ernst. Der Belgische Meister distanzierte seine drei Begleiter, bei denen vor allem der junge Michels nun schwere Beine bekam. Van der Poel und Verstrynge trennten eingangs der siebten Runde 20 Sekunden. Nys lag 1:06 Minuten hinten, zehn Sekunden dahinter folgte Nieuwenhuis mit Aerts und auch Michels in Sichtweite. Aus diesem Trio setzte sich Aerts ab und im nächsten Umlauf schien er dem Podiumsplatz bei nun einsetzendem Regen näher zu kommen.
Für van der Poel wurde derweil die Glocke geläutet, Verstrynge lag 26 Sekunden hinter dem Spitzenreiter. Spannender ging es im Kampf um Position drei zu: Da lagen zwischen Nys, Aert und Nieuwenhuis nur elf Sekunden. Van der Poel brachte seinen Erfolg unaufgeregt nach Hause und auch Verstrynge war nie in Gefahr, seinen zweiten Platz noch zu verlieren. Nys konnte die Angriffe seiner Verfolger abwehren und sicherte sich das Podium vor Aerts, der knapp vor Nieuwenhuis ins Ziel kam.
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