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30.08.2026 | (rsn) – Nur einen Tag, nachdem Bryan Coquard der Cofidis-Equipe bei der Vuelta a Espana (2.UWT) einen Etappensieg bescherte, hat der französische Rennstall bei der 90. Bretagne Classic - CIC (1.UWT) einen Heimsieg bejubeln können. Für den verantwortlich zeigte der Spanier Alex Aranburu, der sich in einem chaotischen Finale nach einer Attacke knapp zwei Kilometer vor dem Ziel mit vier Sekunden Vorsprung durchsetzte und bei seinem dritten Saisonsieg den Dänen Alexander Kamp (Uno-X Mobility) auf den zweiten Platz verwies.
Das Podium komplettierte nach über 228 Kilometer rund um das westfranzösische Plouay der Italiener Alessandro Borgo (Bahrain Victorious (+0:10), der im Sprint der Verfolger den starken Deutschen Emil Herzog (Red Bull – Bora – hansgrohe) und den Belgier Jenno Berkmoes (Lotto – Intermarché) hinter sich ließ. Top-Favorit Paul Magnier (Soudal – Quick-Step) schied nach einem schweren Sturz aus. Bester Franzose war sein Landsmann Paul Lapeira (Decathlon – CMA – CGM)
“Ich bin begeistert, es ist ein fantastischer Sieg der gesamten Mannschaft. Alle meine Teamkollegen haben eine entscheidende Rolle gespielt – wie Benjamin Thomas, der in der Ausreißergruppe war. Ich wusste, dass das Finale nicht einfach werden würde und dass ich hellwach bleiben musste. Ich habe versucht, die Ruhe zu bewahren und alles zu geben. Ich bin sehr stolz darauf, Teil dieser unglaublichen Woche für Cofidis zu sein. Es ist definitiv einer der schönsten Siege meiner Karriere“, wurde der 31-jährige Aranburu in einer Pressemitteilung seiner Equipe zitiert.
Der bretonische Klassiker wurde lange Zeit dominiert von den drei Ausreißern Markus Hoelgaard (Uno-X Mobility), Alexy Faure Prost (Picnic – PostNL) und Bax Sjoerd (Pinarello – Q36.5), zu denen gut 90 Kilometer vor dem Ziel Baptiste Veistroffer (Lotto – Intermarché) und der ehemalige Juniorenweltmeister Herzog vorstießen.
Kurz vor Erreichen der drei Zielrunden à 16,6 Kilometern, die über die die Cote de Lezot (1,2 km bei 4,4%) und die Cote de Ty-Marrec (1,5 km bei 5,1%) führten, war das Feld aber bis auf eine Minute an das Quintett heran. An der ersten Zielpassage war die Gruppe noch um Quinten Hermans (Pinarello – Q36.5), Liam Slock (Lotto – Intermaché), und Benjamin Thomas (Cofidis), Daniel Martinez (Red Bull – Bora - hansgrohe), Tim Rex (Visma – Lease a Bike) und Mathys Rondel (Tudor) angewachsen.
Kurz darauf musste nach einem Massensturz auf enger Straße Cyclassics-Gewinner Magnier das Rennen aufgeben. In der Folge schrumpfte die Spitze wieder auf Herzog, Slock, Hoelgaard, Hermans und Thomas zusammen, die bis weit ins Finale dem Druck der Verfolger standhielt. Kurz vor dem Zusammenschluss attackierte der starke Herzog an der letzten Überquerung des Ty-Marrec, ehe der 21-Jährige dann doch als letzter der Ausreißer gestellt wurde.
Das Streckenprofil der 90. Bretagne Classic | Foto: Veranstalter
In der so entstandenen rund 15-köpfigen Spitzengruppe um Aranburu hielt sich Herzog. Gegen den Antritt des routinierten Spaniers, der sich 1,5 Kilometer vor dem Ziel an der in Fahrtrichtung rechten Seite an seinen Gegner vorbeischlängelte, war aber auch der Red-Bull-Fahrer machtlos. Lediglich Kamp reagierte, konnte auf den letzten 800 Metern den cleveren Aranburu aber nicht mehr einfangen.
Dahinter kam Herzog gegen Borgo zwar nicht an, rettete sich aber vor den weiteren Verfolgern ins Ziel, um das beste Ergebnis eines deutschen Profis seit 2016 einzufahren, als John Degenkolb Fünfter in Plouay geworden war.
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