Team Strassacker - Rennbericht - Doppelsieg

Deutschland-Tour Jedermann: Wieder ganz oben am Treppchen

Von Fabian Thiele

Foto zu dem Text "Deutschland-Tour Jedermann: Wieder ganz oben am Treppchen"
Florian Sauer im Ziel in Heilbronn | Fotos: Team Strassacker

27.08.2026  |  Das Jedermannrennen der Deutschland-Tour gehört fest zur Team-Geschichte des Teams Strassacker - war es doch Anlass für seine Gründung. Nachdem wir dabei im Vorjahr leer ausgingen, sollte in diesem Jahr wieder der oberste Platz auf dem Treppchen herausspringen. Mit einem Doppelsieg konnten Florian Sauer und Marvin Schmid das gesetzte Ziel mehr als erfüllen, nach perfekter Vorarbeit durch das Team.

Nach der topografisch wenig anspruchsvollen Edition im Vorjahr in Magdeburg versprach das diesjährige Rennen auf hügeliger Strecke rund um Heilbronn einen Kurs nach Maß für unsere bergfeste Equipe: Nicht weniger als neun Anstiege um die fünf Minuten Länge spickten den 118 Kilometer langen Kurs im Heilbronner Westen.

Vom Start weg kontrollierten wir das Rennen mit hohem Tempo und kamen als geschlossener Zug zur ersten Erhebung, angeführt von Marc Hepperle, Joshua Höllige und Thomas Krecken. Auf steiler und schmaler Straße war die Stelle wie gemacht für eine erste Selektion - und so wurde der Berg mit hoher Geschwindigkeit erklommen. Oben waren dann nur noch rund 20 Fahrer in der ersten Gruppe übrig, darunter sechs Mann in Celeste.

Die Spitzengruppe schmilzt

In der Folge zeichneten vor allem Nils Kessler und Marvin für das Tempo verantwortlich und unter ihrem Diktat schmolz die Spitzengruppe Fahrer für Fahrer weiter dahin – das Tempo bergan war enorm hoch. Da wir ungern die Arbeit für die Konkurrenz übernehmen, begannen wir etwa zur Rennmitte wechselseitig zu attackieren, um auch unsere Widersacher in die Führung zu zwingen.

Eine Attacke von Nils saß und schnell konnte er sich einen Vorsprung von einer knappen Minute erarbeiten. Unsere Konkurrenten arbeiteten zwar nicht alle zusammen, trotzdem blieb das Tempo vor allem wegen Yannick Ruschmeiers unermüdlicher Arbeit immer hoch. Nils wurde schließlich wieder gestellt.

Im Flachstück vor dem letzten Berg in Heilbronn wollten wir nicht wieder die ganze Arbeit machen - also ging Marvin in die Offensive. Als die Lücke sich bei rund 15 Sekunden Abstand eingependelt hatte, sprang Flo zu ihm nach vorne und die beiden konnten ihren Abstand sukzessive vergrößern. Joshua, Nils und ich sorgten in der Gruppe dahinter dafür, dass die Nachführarbeit nicht allzu rund laufen konnte.

Attacke am letzten Anstieg

Schließlich verschwand das Spitzen-Duo aus unserem Sichtfeld und der Widerstand der Gruppe schien endgültig gebrochen. Am letzten Anstieg zum Jägerhaus in Heilbronn musste Marvin Flo ziehen lassen. Die letzten rund 15 Kilometer absolvierte Flo als Solist und brachte einen souveränen Erfolg ins Ziel.

Am letzten Berg konnten Joshua und ich dem Tempo der Verfolger nicht mehr ganz folgen, eine Gruppe mit vier Mann inklusive Nils machte sich auf die Jagd nach der Spitze. Nils sammelte das Quartett zwar noch auf den letzten Kilometern ein, doch Marvin ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen und entschied den Sprint um Platz zwei souverän für sich – Doppelsieg!

Florian Sauer (M.), Marvin Schmid (r.) und Marco Peluso (Frattelli per sempre)

Nils auf Rang vier, ich (Fabian) mit dem siebten und Joshua mit dem neunten Platz rundeten das starke Team-Resultat ab. Auch Marc kam nach getaner Arbeit bis zur Rennhälfte noch auf einen tollen 16. Platz. Somit ging auch Platz eins in der Team-Wertung an die Equipe aus Süßen. Damit gelang uns ein rundum perfekter Sonntag.

Im folgenden heißen Spätsommer geht es Schlag auf Schlag weiter. Am kommenden Wochenende versucht sich unsere Kletter-Fraktion beim Ötztaler Radmarathon an der magischen Grenze der sieben Stunden. Dem folgt mit dem Riderman der klassische Saison-Endspurt. Abgerundet wird unser Radsport-Jahr am zweiten September-Wochenende mit unserem Heimrennen, dem Brezel-Race in der Region Stuttgart.

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