Die Stimmen zur 10. Etappe der Vuelta a Espana

Mas: “Es war nicht unsere Absicht, die Ausreißer zu kontrollieren“

Von Paul Grosch

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Enric Mas (Movistar) auf der 10. Etappe der Vuelta a Espana | Foto: Cor Vos

01.09.2026  |  (rsn) – Nachdem sich die Ausreißer lange Zeit mit aller Macht dagegen gestemmt hatten, kam der Sieger auf der 10. Etappe der Vuelta a Espana 2026 am Ende doch aus dem Hauptfeld. Bastien Tronchon (Groupama – FDJ United) feierte in Elche de la Sierra etwas unerwartet seinen mit Abstand größten Karrieresieg und sorgte für den zweiten französischen Tageserfolg bei der diesjährigen Spanien-Rundfahrt. Der 24-Jährige setzte sich im Sprint vor Magnus Cort (Uno-X Mobility) und Thibau Nys (Lidl – Trek) durch.

Vom Start weg hatte Visma – Lease a Bike seine Intentionen klargemacht und kontrollierte eine kleine Ausreißergruppe für Wout van Aert. Im technisch anspruchsvollen Finale war es jedoch Tronchon, der entschlossen seinen Sprint durchzog und dabei alles richtig machte. Im Gesamtklassement kam es zu keinen Veränderungen. Enric Mas (Movistar) trägt auch weiterhin das Rote Trikot.

In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.

Die Stimmen zur 10. Etappe der Vuelta a Espana:

Bastien Tronchon (Groupama – FDJ United / Sieger / Flash-Interview): “Ich bin einfach losgesprintet. Als ich über die Linie gefahren bin, war ich mir nicht sicher, ob noch jemand vor mir war. Deswegen habe ich meine Arme nicht nach oben gerissen. Ich kann es nicht glauben. Die vergangenen Tage waren echt hart für mich. Aber heute lief es gut. Ich habe zu Guillaume (Martin) gesagt: ‘Gib alles, bis du stirbst!‘ Es ist verrückt, dass ich den Sieg geholt haben.“

Magnus Cort (Uno-X Mobility / 2. Platz / Eurosport): “Heute gab es weniger Struktur von den Teams. Solche Finali sind dann immer etwas chaotisch. Ich habe einen Kilometer vor dem Ende ein paar Positionen verloren, da ich von zwei Lead-Out-Fahrern etwas aufgehalten wurde. Ich habe versucht, meinen Weg zurück an die Spitze zu finden, habe dann etwas zu viel Wind abbekommen und es leider knapp nicht geschafft.“

Thibau Nys (Lidl – Trek / 3. Platz / Eurosport): “Heute war einer der Tage, an denen ich performen musste. Ich hatte auch die Beine dazu. Dann ist es immer ein bisschen frustrierend. Das Team und ich haben alles perfekt gemacht, aber 600 Meter vor dem Ziel wurde ich in der Rechtskurve etwas eingebaut. Dadurch musste ich schon 550 Meter vor der Linie lossprinten. Das war nicht schlecht, weil so konnte ich aus dem Hinterhalt mit einer hohen Geschwindigkeit kommen. Aber dann habe ich einen kleinen Fehler gemacht, indem ich mich 300 Meter vor dem Ziel noch einmal kurz hingesetzt habe und versucht habe, Windschatten zu bekommen. Ich hätte das Momentum mitnehmen und einfach Vollgas geben sollen. Was habe ich zu verlieren? Dritter oder Zehnter zu werden, ist das Gleiche.“

Wout van Aert (Visma – Lease a Bike / 4. Platz / Eurosport): “Plan A war für mich, den Sprint zu fahren. Es war heute ein echt schwerer Parcours, der mir eigentlich liegen sollte. Ich bin zu kurz gekommen und enttäuscht über das Ergebnis. Allerdings bin ich stolz auf die Arbeit, die wir heute hineingelegt haben. Wir haben das gesamte Team genutzt, um es zu einem Sprint kommen zu lassen. Wenn man so kämpft, kann man sich nichts vorwerfen. Ich bin sehr stolz auf die Jungs und es ist schade, dass ich meine Position am letzten Kilometer verloren habe. Ich musste schon 500 Meter vor dem Ziel sehr viel reinlegen und deshalb war nicht mehr viel für den Sprint übrig.“

Enric Mas (Movistar / Gesamtführender / Eurosport): “Ich bin froh, dass es vorbei ist, denn es war sehr hart heute. Ich weiß nicht, wie viele Fahrer vorne waren. Aber es waren sehr starke Fahrer. Die Etappe war sehr schnell und es war ein sehr starker Zug drauf. Es war nicht unsere Absicht, die Ausreißer zu kontrollieren. Wir wussten, dass Visma und Cofidis die Tempoarbeit verrichten würden, weil sie auf den Sprint setzen wollten. Wir genießen jeden Moment in Rot.“

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