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03.09.2026 | (rsn) – “Das war nicht perfekt“, lautete das Urteil von Gregor Mühlberger (Decathlon – CMA CGM) nach der 9. Etappe der Vuelta a Espana und sein Kapitän Felix Gall konstatierte damals, man habe “es vielleicht ein bisschen zu sehr mit der Brechstange gewollt“. Trotzdem fuhr die französische Equipe drei Tagesabschnitte später eine ähnliche Taktik auf – mit dem gleichen Ergebnis wie am Sonntag: Leader Enric Mas (Movistar) kletterte Gall und den anderen Konkurrenten im Schlussanstieg davon.
Die Mannschaft des Spaniers war es zunächst, die das Rennen kontrolliert hatte – und zudem gleich zwei Mann in der großen Gruppe des Tages hatte. Dort war auch Decathlon mit Leo Bisiaux vertreten. Mit noch circa 16,5 zu fahrenden Kilometern übernahmen dessen Teamkollegen in der Favoritengruppe das Kommando. Erst trat Oscar Chamberlain in Aktion,dann wurde er von Matthew Riccitello und Callum Scotson abgelöst. Decathlon machte im Schlussanstieg viel Druck und reduzierte die Gruppe auf nur noch sieben Fahrer.
Dann übernahm Mühlberger das Kommando und noch bevor er am Ende seiner Kräfte war, griff Gall ungefähr 14,5 Kilometer vor dem Ziel von seinem Hinterrad aus an. Mas und Primoz Roglic (Red Bull – Bora – hansgrohe) konnten folgen. Und dann packte der Österreicher erneut die Brechstange aus. Seine Begleiter beteiligten sich nicht an der Führungsarbeit, Gall fuhr trotzdem unbeirrt weiter von vorn – bis Mas mit noch rund 12,5 zu fahrenden Kilometern angriff und sowohl Gall als auch Roglic abschüttelte.
“Er ist im perfekten Moment gefahren. Er fährt auf einem sehr hohen Level seit Beginn an. Es scheint so, als ob er das Rote Trikot sehr gut managen kann, auch was den mentalen Aspekt angeht. Er macht einen richtig guten Job“, befand Gall im Eurosport-Interview im Ziel. Trotzdem war der 28-Jährige zufrieden. “Das Ziel war heute, einen der Jungs, die um das Podium mitfahren, abzuhängen. Unglücklicherweise ist Oscar (Onley) gestürzt und wir konnten ihn abhängen. Das ist alles, was wir erreichen wollten. Von unserer Seite war es also ein guter Tag", lautete sein Fazit.
Während der Giro-Gesamtzweite als Tagessiebter 27 Sekunden auf den als Sechsten über den Zielstrich gefahrenen Mas verlor, büßte Onley 1:47 Minuten auf den Decathlon-Fahrer und Roglic ein. Damit rutschte der Schotte vom vierten auf den fünften Gesamtrang ab, was den dritten Platz von Gall festigte.
Neuer Vierter ist nunmehr Richard Carapaz (EF Education – EasyPost), der am Donnerstag keine Zeit auf seine Podiumskonkurrenten verlor und in der Gesamtwertung nun 1:47 Minuten hinter dem Österreicher liegt.
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