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04.09.2026 | (rsn) – Auch auf der 12. Etappe der Vuelta a Espana zeigte sich Felix Galls Decathlon-Equipe angriffslustig – doch im Ziel musste sichd er Österreicher erneut Enric Mas (Movistar) geschlagen geben und büßte sogar Zeit auf den Spanier ein.
Nach einer massiven Tempobeschleunigung seiner Teamkollegen war der Gesamtdritter früh in die Offensive gegangen, ohne seine schärfsten Gegner Mas und Primoz Roglic (Red Bull –Bora – hansgrohe) abschütteln zu können. Im Gegenteil: Als Mas den Konter setzte, hatten weder Gall noch Roglic dem etwas entgegenzusetzen.
Da half auch nicht, dass im Finale Teamkollege Gregor Mühlberger wieder den Anschluss schaffte und sich in den Dienst seines Landsmanns stellte. 27 Sekunden büßten die Verfolger auf den Träger des Roten Trikots ein, der seine Führung im Gesamtklassement auf nunmehr 1:45 Minuten gegenüber Roglic ausbaute. ___STEADY_PAYWALL___
Galls Rückstand beträgt sogar 2:06 Minuten. “Enric Mas fährt sehr stark. Wir haben ein sehr gutes Team, wenn es bergauf geht und wir haben einige Fahrer hier, die auf einem sehr guten Level sind. Felix (Gall) ist auch in richtig guter Form. Aber Fakt ist: Mas ist einfach besser im Moment“, antwortete Decathlon-Sportdirektor vor der 13. Etappe auf die Frage von RSN, woran es liege, dass Galls Attacken wirkungslos verpufften.
Felix Galls Decathlon-Equipe ist die stärkste dieser Vuelta a Espana – der Kapitän konnte die Vorarbeit seiner Teamkollegen bisher aber noch nicht in seinen Sieg ummünzen. | Foto: Cor Vos
“Wir müssen versuchen, weiter Druck zu machen in der Hoffnung, dass Roglic oder Mas irgendwann nicht mitfahren können“, lautete das Rezept des ehemaligen CSC- und Stölting-Profis . Aber wie das geschehen könne, darauf hatte Roberts selber keine Antwort. “Wir müssen gucken, ob wir das vielleicht taktisch anders machen an den kommenden schweren Tagen“, sagte der 49-Jährige, ohne genauer ins Detail zu gehen. Hoffnung macht Roberts allerdings die noch anstehenden Bergetappen, wie er betonte.
“Bis jetzt haben wir nicht die Berge, die Felix wirklich gut passen – wir hatten zwar steile Passagen in den Bergen, aber auch immer wieder flache Stücke, aber nicht so, dass es steil wird bis zum Ende. Ab morgen ist das anders“, meinte er mit Blick auf das vierzehnte Teilstück, das mit einer Bergankunft in der Sierra de la Pandera auf gut 1.800 Metern Höhe endet, wobei der rund zwölf Prozent steile Schlussanstieg eine durchschnittliche Steigung von 7,5 Prozent aufweist.
Vor allem aber sieht Roberts die Etappen 19 und 20 als gute Möglichkeiten für seinen Kapitän, den Podiumsplatz nicht nur zu sichern, sondern “vielleicht noch ein, zwei Stufen nach oben treten.“
“Das sind zwei Wahnsinnstage, da kann sich das Podium komplett ändern auf diesen Etappen“, sagte er. Im Finale der 19. Etappe geht es direkt vom Meer über den rund 20 Kilometer langen Schlussanstieg hinauf zum Alto de Penas Blancas – eine steile Kategorie-1-Bergankunft in 1.254 Metern Höhe.
Noch schwerer wird es am vorletzten Vuelta-Tag, wenn in der Sierra Nevada auf 187 Kilometern rund 5.20 Höhenmeter bewältigt werden müssen, wobei fünf kategorisierte Anstiegen warten: der Puerto de Blancares (3. Kat.), der Alto de Hazallanas (1. Kat.), der Puerto de El Purche (1. Kat.), noch einmal der Alto de Hazallanas (1. Kat.) und schließlich die 8,3 Kilometer lange Schlussrampe mit 9,8 Prozent Durchschnittssteigung und 21 Prozent in der Spitze, ehe das Ziel am Collado del Alguacil (Kat. ESP) erreicht sein wird.
Gegen den souveränen Enric Mas (Movistar) war bisher noch kein Kraut gewachsen. | Foto: Cor Vos
Zuvor steht jedoch noch das Einzelzeitfahren an, nicht unbedingt Galls Spezialdisziplin. “Wir müssen ein gutes Zeitfahren hinlegen und dann auf den letzten zwei Etappen kann dann alles passieren“, so Roberts‘ optimistische Prognose in Almunecar.
Allerdings betonte er auch, dass es seine Equipe auch nach Tadeij Pogacars Aus mit zwei außergewöhnlichen Gegnern zu tun habe.“Wir kämpfen hier gegen einen, der hier schon viermal auf dem Podium war, dreimal davon Zweiter“, sagte er mit Blick auf den 31-jährigen Mas, der aktuell den deutlich stärksten Eindruck aller Klassementfahrer hinterlässt. “Und gegen einen, der viermal die Vuelta gewonnen hat“, sagte er zum 36-jährigen Roglic. “Das ist schon starke Konkurrenz. Und sie zeigen eine Form, die sie dieses Jahr bisher noch nicht gezeigt haben. Da ist es schwierig für uns, schwierig für Felix, einen von denen abzuschütteln“, fügte er an.
Was Roberts da noch nicht wissen konnte: Bei der Aufholjagd wird Gall nicht mehr auf Mühlberger bauen können. Der Gewinner der Österreich-Rundfahrt musste nach einem Sturz schon früh auf der 13. Etappe die Vuelta aufgeben.
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