Belgier gewinnt Omloop van het Houtland

Merlier macht in Lichtervelde das Dutzend voll

Von Matthias Seng

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Tim Merlier (Soudal - Quick-Step, li.) hat zum zweiten Mal in Folge den Omloop van het Houtland. | Foto: Cor Vos

23.09.2026  |  (rsn) – Während sein Teamkollege Paul Magnier beim CRO Race (2.Pro) in Kroatien auch am zweiten Tag leer ausging, machte Tim Merlier (Soudal - Quick-Step) in seiner Heimat das Dutzend voll. 

Der 33-jährige Belgier wurde bei der 79. Ausgabe des Omloop van het Houtland (1.1) seiner Favoritenrolle gerecht und setzte sich über 189,6 Kilometer von Zedelgem nach Lichtervelde im Sprint vor dem Polen Stanislaw Aniolkowski (Cofidis) durch, um die Titelverteidigung zu feiern. Im vergangenen Jahr hatte Merlier dem diesmal fehlenden Max Kanter (XDS – Astana) das Nachsehen gegeben.

Das Podium des Traditionsrennens, das zuvor auch die beiden Deutschen Marcel Kittel und Max Walscheid jeweils zweimal hatten gewinnen können, komplettierte der Niederländer Dylan Groenewegen (Unibet Rockets) vor seinem Landsmann Arvid de Kleijn (Tudor) und dem Belgier Lionel Taminiaux (Lotto – Intermarché).

“Ich freue mich sehr über einen weiteren Sieg hier, obwohl das Finale chaotisch war“, sagte Merlier, der in einer letzten Schikane vor dem Ziel den Anschluss an seinen Anfahrer Bert Van Lerberghe verlor und damit keinen Teamkollegen mehr an seiner Seite hatte. “Einige Fahrer zogen an mir vorbei, und ich geriet etwas zu weit nach hinten. Letztlich war das Glück auf meiner Seite, denn ich fand rechts eine kleine Lücke, die für den Sieg reichte“, so der aktuell wohl beste Sprinter der Welt, der auch am 3. Oktober zum deutschen Saisonabschluss beim Münsterland Giro dabei sein wird und dort seinen 45. Sieg im Trikot von Soudal – Quick-Step einfahren will.

Nachdem mit Anders Foldager (Jayco – AlUla) und Joseph Brookes (Cofidis) die beiden letzten Ausreißer zehn Kilometer vor dem Ziel eingefangen worden waren, überließ Soudal den beiden Zweitdivisionären Unibet und Tudor zunächst die Spitze, als die letzte der neun lokalen Runden à zwölf Kilometer in Angriff genommen worden war.

Doch am Ende hatte wieder Merlier die Nase vorn und sicherte sich seinen zwölften Saisonsieg vor Aniolkowski. Groenewegen landete zwar zum bereits vierten Mal auf dem Podium. Auf einen Sieg wartet der 33-Jährige allerdings immer noch.

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