Die Stimmen zum WM-Straßenrennen der U23 Frauen

Winter: “Die Zielgerade hätte ein oder zwei Meter länger sein müssen“

Von Christoph Matt

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Mara Winter (Schweiz) kam im Sprint um Platz 3 knapp nicht mehr an Fleur Moors (Belgien) vorbei und landete auf Platz 4. | Foto: Cor Vos

24.09.2026  |  (rsn) – Viktoria Chladonova hat bei den Weltmeisterschaften in Montréal die Goldmedaille im U23-Straßenrennen der Frauen gewonnen. Die tschechische Fahrerin setzte sich auf dem schweren Stadtkurs im entscheidenden Sprintduell gegen die Kanadierin Isabella Holmgren durch, nachdem sich das Duo im letzten Anstieg von der Belgierin Fleur Moors abgesetzt hatte. Moors sicherte sich mit 33 Sekunden Rückstand Bronze vor der Schweizerin Mara Winter und der Australierin Talia Appleton. Justyna Czapla fuhr als beste deutsche Starterin mit 1:16 Minuten Rückstand auf den neunten Platz.

In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.

Die Stimmen zum WM-Straßenrennen der U23 Frauen:

Viktoria Chladonova (Slowakei / Siegerin / Flash - Interview): “Es ist ein wahnsinnig schönes Gefühl, ich kann es noch nicht wirklich glauben. Es war so ein schönes Rennen. Ich bin so glücklich und will allen danken, die mich unterstützen. Es bedeutet mir wirklich viel. Ich wollte unbedingt gewinnen. Die letzten beiden Monate habe ich so hart dafür trainiert. Wir haben mit Isabella und Fleur wirklich toll zusammengearbeitet und am Schluss konnte ich mit einem guten Sprint gewinnen. Ich habe versucht ihr zu folgen, es war so ein langer Sprint und ich bin wirklich froh, dass ich es geschafft habe.”

Isabell Holmgren (Kanada / Zweite / Eurosport): “Es war wirklich was besonderes, so oft meine Namen und `Go Canada` zu hören. Das Team ist so gut gefahren und alle meine Teamkolleginnen waren super stark. Natürlich bin ich ein bisschen enttäuscht, nicht gewonnen zu haben. Aber ich bin so dankbar für das Publikum und für mein Teamkolleginnen. Ich bin auch stolz auf Vici, sie ist so eine nette Person und eine starke Fahrerin. Es war ein guter Tag. Das Team war immer für mich da. Sie haben attackiert und das Rennen hart gemacht, es ist auch ihr Ergebnis.”

Mara Winter (Schweiz / Platz 4 / RSN): “Die Zielgerade hätte ein oder zwei Meter länger sein müssen, dann wäre es richtig cool gewesen. Aber so ist es eben. Ich wusste, dass ich mitgehen kann, wenn es hart wird. Auf einmal wurde es dann hart und darüber war ich sehr froh. Es ist mega hektisch, wenn man in einer großen Gruppe unterwegs ist. Als es dann selektiver wurde, habe ich mich viel wohler gefühlt und einfach gehofft, dass ich noch so gut wie möglich mithalten kann.“

Talia Appleton (Australien / Fünfte / Eurosport): “Es war super hart. Die Anstiege sind etwas knackiger, als viele vielleicht erwartet hätten. Wir wussten, dass die letzten drei Runden richtig weh tun werden und das Rennen dort auseinanderfliegen wird, was es dann ja auch tat. Es war taktisch schwierig, wir hatten zwar drei Fahrerinnen vorne, aber niemanden, der ganz vorne war. Wir haben versucht, die Lücke zu schließen und jemanden nach vorne zu bringen. Uns fehlten aber heute einfach die Beine.”

Justyna Czapla (Deutschland / 9. Platz / RSN): “Ich habe mir schon ein Podium gewünscht, so wie beim Zeitfahren, aber ich denke, es war heute einfach nicht drin. Ich hatte nicht die Beine, um direkt bei der Gruppe mit dabei zu sein, als sie gegangen ist. Am Ende waren sie einfach zu stark, um die Lücke zu schließen. Ich kann allerdings mit der Leistung sehr zufrieden sein. Es ist immer noch ein Top-Ten-Ergebnis. Ich habe einfach alles gegeben, was ich hatte. Ich habe attackiert, bin aktiv gefahren und kann damit zufrieden sein. Wir sind bis zum Ende noch Vollgas gefahren, aber leider nicht mehr rangekommen.”

Joelle Messmer (Deutschland / Platz 51 / RSN): “Es gab jetzt nicht super viele Attacken, aber das Tempo war die ganze Zeit hoch. Drei Runden vor Ziel kamen dann die großen Attacken. Da muss man sich einfach eine Gruppe suchen und versuchen, durchzukommen. Der Kurs ist unberechenbar. Es gibt im ganzen Jahr kein Rennen, dass so ist wie die WM. Es gibt keine großen Teams, wo klar ist, dass die hinterherfahren. Auf so einem Kurs gibt es vielleicht 10 bis 15, die vorne dabei sind. Das ist einfach ein Überleben der Besten. Aber ich habe Justyna immer angeboten, eine Flasche oder ein Gel zu bringen. Aber viel helfen kann man da ehrlicherweise nicht.”

Liv Wenzel (Luxemburg / Platz 47 / RSN):“Es war ein richtig hartes Rennen. Die ersten sieben Runden ist es mir richtig gut ergangen, ich war an den Anstiegen immer richtig gut positioniert und habe mich richtig gut gefühlt. Ab der siebten Runde wurde der Anstieg richtig stramm gefahren. Da hat es für mich nicht für die erste Gruppe gereicht. Ich glaube, dass es schon wichtig war, dass die U23 separat von der Elite fährt. Dieses Jahr war es natürlich schade, dass sie die Tour de l’Avenir abgesagt haben. Wir haben sonst eigentlich nichts. Von Juniorinnen auf Elite ist es schon ein großer Sprung. Dass wir sonst keine U23-Rennen im Kalender haben, ist nicht so gut.“

Tabea Huys (Österreich / Platz 48 / RSN): “Das Rennen war, wie erwartet, sehr hart. Es war ein sehr langer Kurs für die U23 – vor allem auf dieser anspruchsvollen Runde. Es war jetzt nicht unbedingt mein Tag, aber das gehört auch dazu. Immerhin ist es nicht mein letztes U23-Rennen. Ich nehme die Erfahrungen von heute mit. Ich habe natürlich probiert, dass ich irgendwie noch den Anschluss finde, aber ich habe es nicht mehr zurückgeschafft und bin komplett explodiert.”

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