Däne auch Gesamtführender des CRO Race

“Sprachlos“: Svarre holt zweiten Uno-X-Sieg in Folge, Herzog Sechster

Von Matthias Seng

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Tobias Svarre (Uno-X Mobility) hat die 3. Etappe des CRO Race gewonnen. | Foto: Cor Vos

24.09.2026  |  (rsn) – Nachdem Carl-Frederik Bévort die 2. Etappe des CRO Race (2.Pro) für sich hatte entscheiden können, hat Teamkollege Tobias Svarre es seinem Landsmann gleichgemacht und Uno-X Mobility den zweiten Sieg in Folge beschert. Der 22-jährige Däne setzte sich auf der schweren, über mehr als 3.000 Höhenmeter führenden 3. Etappe von Krk nach Labin nach 174,5 Kilometern aus einer dreiköpfigen Ausreißergruppe vor dem zeitgleichen Italiener Antonio Tiberi (Bahrain Victorious) und dem Belgier Tim Wellens (UAE – Emirates), der sechs Sekunden Rückstand aufwies. 

Sverre hatte am bis zu 24 Prozent steilen letzten und schwersten Berg des Tages die mit seiner Attacke die letztlich entscheidende Gruppe initiiert. Zunächst Tiberi und mit Verzögerung Wellens hatten ihm folgen können, ehe der Tour-of-Britain-Sieger gemeinsam mit dem Neoprofi drei Kilometer vor dem Ziel noch den zuvor enteilten Tiberi stellten.

“Ich bin sprachlos. Das ist meine erste Profisaison, und mir ist so ein Sieg gelungen. Unglaublich! Als Tiberi 100 Meter vor dem Ziel angriff, dachte ich: ‘Er ist wirklich schnell!‘ Aber als ich sah, dass ich 50 Meter vor dem Ziel vorne lag, war ich richtig stolz“, sagte Svarre nach seinem Coup.

Eine starke Vorstellung lieferte auch das Red-Bull-Duo Adrien Bochis und Emil Herzog ab, das auf den Plätzen vier (Boichis / +0:29) und sechs Herzog (+0:31) gewertet wurde. Vor den beiden landete noch Sam Maisonobe (Cofidis / +0:31). Zeitgleich mit dem Franzosen waren noch der Norweger Johannes Kulset (Uno-X Mobility / 7.) und der Belgier Dylan Teuns (Cofidis / 8.).

Mit seinem ersten Profisieg übernahm Svarre auch die Spitzenposition in der Gesamtwertung, die er nun vier Sekunden vor Tiberi anführt. "Wir werden versuchen, das Trikot morgen am Anstieg zum Uka zu verteidigen“, kündigte er selbstbewusst an. Wellens, dessen Teamkollege Juan Sebastian Molano im Roten Trikot des Gesamtführenden das Rennen aufgab, folgt auf Rang drei (+0:12) vor Maisonoe (+0:34) und Boichis (+0:39). Herzog (+0:42) rückte auf Rang acht vor.

Svarre ist auch neuer Spitzenreiter in der Nachwuchswertung. Bévort behauptete die Führung in der Punktewertung, Tiberi eroberte das Bergtrikot. Uno-X Mobility rückte auf Rang 1 der Teamwertung vor.

Auf der topografisch bisher schwersten Etappe dieser Kroatien-Rundfahrt dominierten zunächst Sprinter das Geschehen. Kurz nach dem Start lösten sich der Auftaktdritte Tim Torn Teutenberg (Lidl – Trek) und Axel van der Tuuk (Euskaltel – Euskadi) aus dem Feld, um wenige Kilometer später von Carl-Frederik Bévort (Uno-X Mobility), dem Gewinner des zweiten Teilstücks, Begleitung zu erhalten. Das von UAE angeführte Feld gewährte dem Trio bis zu acht Minuten Vorsprung.

In der zweiten Rennhälfte reduzierten die Verfolger diesen Rückstand dann aber planmäßig, eingangs der letzten 37 Kilometer, als die Ziellinie erstmals überquert wurde, war er bereits auf zwei Minuten gesunken. In der Anfahrt auf den 3,2 Kilometer langen und fast zwölf Prozent steilen Skitaca-Anstieg (1.Kat.), der 22 Kilometer vor dem Ziel überquert wurde, zog UAE durch den Deutschen Zeitfahrmeister Nils Politt das Tempo an, ehe in der bis zu 24 Prozent steilen Steigung Bévorts Teamkollege Svarre überraschend attackierte.

Dem Dänen konnten nur Tiberi und Maisonobe folgen, wogegen UAE-Kapitän Wellens von der Vorarbeit seines Teams zunächst nicht zu profitieren wusste. Der starke Teutenberg wurde als letzter der Ausreißer kurz vor der Bergwertung gestellt. Tiberi schüttelte Svarre und Maisonobe ab, um sich die maximal möglichen Punkte zu sichern.

Das Streckenprofil der 3. Etappe des CRO Race | Foto: Veranstalter

Mittlerweile arbeitete sich Wellens nach vorn, auch das Red-Bull-Duo Herzog und Boichis hatte sich seine Kräfte gut eingeteilt und machte Position um Position gut. An der Spitze versteuerte sich Tiberi in einer Kurve und konnte nur knapp einen Sturz vermeiden. Dennoch behauptete der Italiener seinen Vorsprung gegenüber Svarre und auch Wellens kam nicht näher heran.

Hinter den drei Spitzenreitern entstand eine Verfolgergruppe mit den beiden Deutschen Herzog und Teutenberg, in der aber keine Einigkeit herrschte und deren Rückstand deshalb auf rund eineinhalb Minuten anwuchs. Dann lösten sich aber sechs Fahrer um das Red-Bull-Duo und Maisonobe, während weiter vorn Wellens zu Svarre aufschloss. Drei Kilometer vor dem Ziel hatte das Duo Tiberi gestellt, wobei der UAE-Routinier sichtlich unzufrieden mit seinem jungen Begleiter, der nicht wie gewünscht mitarbeiten wollte oder konnte.

Svarre übernahm dann aber eingangs des Schlusskilometers wieder die Führung und schraubte das Tempo auf den letzten 400 über Kopfsteinpflaster bergauf führenden Metern hoch, ehe Tiberi 150 Meter vor dem Ziel antrat. Wellens verlor hier den Anschluss, wogegen Svarre genügend Kraft hatte, um in der letzten Kurve noch am Italiener vorbeizuziehen und seinem Team den zweiten Tagessieg in Folge zu bescheren. Rund eine halbe Minute hinter dem Sieger wurde Boichis Vierter, drei Sekunden später folgte Teamkollege Herzog auf Rang sechs.

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