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02.11.2017 | (rsn) - Mathieu van der Poel (Beobank-Corendon) ist im Cross derzeit eine Klasse für sich. Beim berüchtigten Koppenbergcross setzte sich der Niederländer einmal mehr durch und feierte so seinen zwölften Saisonsieg. Dabei brachte van der Poel einen Vorsprung von zwölf Sekunden auf Europameister Toon Aerts (Telenet Fidea) mit ins Ziel. Dritter wurde dessen Teamkollege Lars van der Haar, der 24 Sekunden nach van der Poel über den Zielstrich rollte und seinem Landsmann somit auch die Führung in der Gesamtwertung der DVV Verzekeringen Trofee überlassen musste. Dort führt van der Poel nach zwei von acht Läufen nun mit 14 Sekunden Vorsprung auf van der Haar.
Das ohnehin schon sehr schwere Rennen rund um den Koppenberg, das mit einem Anstieg auf den Kopfsteinpflaster-Helling der Flandern-Rundfahrt endet, war in diesem Jahr eine Runde länger, als es die UCI-Regeln vorsehen. Laut Reglement sollen Männer-Elite-Rennen so nah wie möglich an der 60-Minuten-Marke liegen, van der Poel brauchte als Sieger aber 1:07:49 Stunden, so dass ein um eine Runde kürzeres Rennen den Regeln entsprochen hätte.
Der Sieger machte bereits früh im Rennen Druck und sorgte für eine erste Selektion, durch die schließlich nur noch er, Aerts, van der Haar und Weltmeister Wout Van Aert (Crelan-Charles) beisammen waren. Anschließend attackierte van der Haar und setzte sich allein ab, bis in der zweiten Rennhälfte van der Poel zum Gegenangriff blies. Aerts konnte ihm zwar noch folgen, doch Van Aert musste endgültig abreißen lassen. Er wurde schließlich mit 1:14 Minuten Rückstand Vierter, 15 Sekunden vor seinem belgischen Landsmann Kevin Pauwels (Marlux-Napoleon Games).
An der Spitze fand sich nun ein Trio mit zwei Telenet-Fahrern sowie van der Poel wieder, bis der im Finale erneut das Tempo anzog und seine beiden Kontrahenten stehen ließ. Van der Haar platzte nun der Motor, während Aerts wenigstens noch in Sichtweite zum Überflieger van der Poel bleiben konnte - mehr aber auch nicht: Am Ende kämpfte sich van der Poel mit letzter Kraft allein den Koppenberg hinauf, rollte über den Zielstrich und ließ sich anschließend sofort zu Boden fallen.
Als bester "Cross-Ausländer", der nicht aus den Hochburgen Niederlande und Belgien stammt, fuhr der Tscheche Michael Boros (Pauwels Sauzen-Vastgoedservice) mit 1:50 Minuten Rückstand auf den elften Platz. Ian Field (Hargroves Cycles Race Team) aus Großbritannien wurde mit 3:37 Minuten Rückstand 15. und Philipp Walsleben (Beobank-Corendon) kam als bester Deutscher mit 5:50 Minuten Rückstand auf den 21. Platz.
Der dritte Lauf zur DVV Verzekeringen Trofee 2017/2018 findet am 26. November in Hamme statt. Das Saisonfinale steigt am 10. Februar 2018 in Lille.
Ergebnis:
1. Mathieu van der Poel (Beobank-Corendon) 1:07:49 Stunden
2. Toon Aerts (Telenet-Fidea) + 0:12 Minuten
3. Lars van der Haar (Telenet-Fidea) + 0:24
4. Wout Van Aert (Crelan-Charles) + 1:14
5. Kevin Pauwels (Marlux-Napoleon Games) + 1:29
6. Jens Adams (Pauwels Sauzen-Vastgoedservice) + 1:30
7. Corne van Kessel (Telenet-Fidea) + 1:36
8. Michael Vanthourenhout (Marlux-Napoleon Games) + 1:42
9. Klaas Vantornout (Marlux-Napoleon Games) + 1:49
10. Laurens Sweeck (ERA-Circus) + 1:50
Gesamtstand DVV Verzekeringen:
1. Mathieu van der Poel (Beobank-Corendon) 2:06:49 Stunden
2. Lars van der Haar (Telenet-Fidea) + 0:14 Minuten
3. Toon Aerts (Telenet-Fidea) + 0:21
4. Wout Van Aert (Crelan-Charles) + 1:30
5. Kevin Pauwels (Marlux-Napoleon Games) + 1:46
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