Nach Krankheit Premiere bei Coppi e Bartali

Albasini muss in der Klassikervorbereitung improvisieren

Von Christoph Adamietz

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Michael Albasini (Mitchelton-Scott) | Foto: Cor Vos

21.03.2018  |  (rsn) – In seiner mittlerweile 17-jährigen Profikarriere ist Michael Albasini (Mitchelton-Scott) so gut wie alle namhaften Rennen gefahren. Doch auch im Alter von 37 Jahren erlebt der Schweizer noch Premieren. Am Dpnnerstag nämlich startet Albasini erstmals bei der Settimana Coppi e Bartali (2.1).

Bei der viertägigen italienischen Rundfahrt kehrt der Schweizer zudem aus einer mehr als vierwöchigen Krankheitspause zurück. "Ich hatte mir einen Virus zu einem ganz ungünstigen Moment eingefahren“, erklärte Albasini gegenüber radsport-news.com. Er reiste nach der Murcia-Rundfahrt in der ersten Februar-Hälfte nach Almeria zum Teamtrainingslager, konnte dort "aber keinen Meter Rad fahren“ und musste nach wenigen Tagen seiner Teamkollegen wieder verlassen. "Was genau es für ein Virus war, lässt sich nicht mehr eruieren. Aber ungewöhnlich war es für mich allemal, da ich praktisch nie krank bin“, berichtete der Routinier.

Albasini musste deshalb auch sein Rennprogramm verändern. An die geplanten Starts bei Paris – Nizza und Mailand – Sanremo war nicht zu denken. Die vergangenen beiden Wochen trainierte Albasini nun bei gutem Wetter in Spanien, um wieder in Schwung zu kommen. "Die Formkurve ist nach ein paar Tagen Training in der Wärme stark angestiegen, was aber ausgehend von einem ziemlich tiefen Niveau noch nicht all zu viel bedeuten mag“, dämpfte der Mitchelton-Scott-Profi die Erwartungen für die Settimana Coppi e Bartali.

Allerdings erwartet den Klassikerspezialisten dort für einen Wiedereinstieg geeigneter Parcours. Am Donnerstagvormittag steht zunächst eine wellige, aber nur 100 Kilometer lange Auftaktetappe an, ehe am Nachmittag ein 13,3 Kilometer langes Mannschaftszeitfahren folgt. Tags darauf muss die schwierigste Etappe bewältigt werden, wenn auf dem – allerdings auch nur 130 Kilometer langen – Weg nach Sogliano al Rubicone fünf kategorisierte Anstiege bewältigt werden müssen. Am vorletzten Tag warten tellerflache 171 Kilometer rund um Crevalcore, die Rundfahrt endet schließlich mit einem 12,5 Kilometer, im Finale leicht ansteigenden Einzelzeitfahren.

Auch angesichts der Streckenführung ist Albasini optimistisch, dass er bei der Settimana "nicht um den Kontrollschluss kämpfen muss.“ Dennoch ist es für ihn  eine Fahrt auf Neuland. "Ich kenne die Gegend nur flüchtig, aber die Region ist ja bekannt für die hervorragende Küche“, scherzte er. Vor allem aber muss Albasini an seinen Formaufbau in Richtung Ardennenklassiker tüfteln.

"Mit Paris – Nizza und Mailand – Sanremo hatte ich es für die Ardennen bezüglich des Form-Timinngs ziemlich im Griff. Wie sich das neue Programm dann auf die Ardennenform auswirkt, muss man sehen. Ein bisschen werde ich bei dieser neuen Situation schon improvisieren müssen“, so Albasini, der aber mit einem Augenzwinkern das Positive hervorhob. "Das hält einem aber auch agil, was bei meinem fortgeschrittenen Radfahreralter vielleicht wieder mal ganz gut ist. Und ich freue mich auch, mal wieder ein neues Rennen zu fahren.“

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