Kleine Überraschung beim Superprestige-Auftakt

Worst schüttelt im Sandkansten von Gieten Vos ab

Von Felix Mattis

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Annemarie Worst (Steylaerts-777) gewinnt den Superprestige-Auftakt 2018/2019 in Gieten. | Foto: Cor Vos

14.10.2018  |  (rsn) - Eine Woche, nachdem sie sich beim Brico Cross-Rennen in Ronse noch geschlagen geben musste, hat Annemarie Worst (Steylaerts-777) zum Auftakt der Telenet-Superprestige-Serie im niederländischen Gieten Marianne Vos (WaowDeals) bezwungen. Im Duell der Landsfrauen schüttelte Worst Vos etwa zu Rennmitte ab, nachdem sie die mehrfache Weltmeisterin zuvor eingeholt hatte. Vos musste schließlich froh sein, noch Zweite zu werden. Denn erst im Schlussspurt rang die 31-Jährige Worsts Teamkollegin Alice Maria Arzuffi aus Italien sowie die Belgierin Loes Sels (Pauwels Sauzen-Vastgoedservice) nieder.

Worst hingegen siegte souverän mit 33 Sekunden Vorsprung. "Das ist wirklich cool! Es gibt nicht so viele Top-Crossrennen in der Niederlande, wie in Belgien. Dann hier zu gewinnen, das ist fantastisch", freute sich die 22-Jährige, die bei der WM 2017 im luxemburgischen Bieles Gold in der U23-Kategorie gewonnen hatte. In der Elite fuhr sie im vergangenen Winter auf den dritten Gesamtrang der Superprestige-Serie, nun führt sie sie nach dem ersten Lauf 2018/2019 an.

Zu Rennbeginn hatte zunächst Eva Lechner (Creafin TÜV Sud) aus Italien einen der für sie typischen starken Starts hingelegt und die Führung übernommen. Doch schon bald wurde sie an der Spitze von Vos abgelöst, die von Runde eins an Druck machte. Maud Kaptheijns (Crelan-Charles) wurde zur ersten Verfolgerin der einstigen Über-Crosserin, die in diesem Jahr erstmals seit langer Zeit wieder eine volle Cross-Saison bestreiten will.

Doch Kaptheijns musste bald einsehen, dass sie sich übernommen hatte und wurde von Worst überholt, die nun auf Vos Jagd machte. "Ich habe die Lücke geschlossen, aber es dauerte eine Weile, bis ich anfing zu glauben, dass ich sie schlagen könnte", so Worst nach dem Rennen. "Irgendwann hatte ich dann ein paar Sekunden Vorsprung und dann habe ich weiter durchgezogen."

Vos konnte eine erste kleine Lücke zwar nochmal schließen, musste dann aber endgültig reißen lassen. "Dafür dass ich das erste Loch nochmal geschlossen habe, musste ich später bezahlen. Einen Moment sah es sogar so aus, als würde ich noch vom Podium rutschen", so die 31-Jährige. Denn Arzuffi und Sels kamen an sie heran und setzten sie unter Druck. Doch auf der Schlussrunde erholte sich Vos noch einmal und rang beide schließlich nieder, um Zweite zu werden.

Am Start stand in Gieten auch ein deutsches Trio, das für das Crossladen Cyclingteam unterwegs ist. Stefanie Paul wurde mit einer Runde Rückstand 27., Katharina Hinz mit zwei Runden Rückstand 35. und Nina Küderle kam mit drei Runden Rückstand auf dem 39. Rang in die Wertung.

Ergebnis:
1. Annemarie Worst (Steylaerts-777)
2. Marianne Vos (WaowDeals) + 0:33 Minuten
3. Alice Maria Arzuffi (Steylaerts-777) + 0:34
4. Loes Sels (Pauwels Sauzen-Vastgoedservice) + 0:35
5. Maud Kaptheijns (Crelan-Charles) + 1:01
6. Denise Betsema + 1:06
7. Sanne Cant (Corendon-Circus) + 1:26
8. Fleur Nagengast (Telenet-Fidea Lions) + 1:39
9. Ellen Van Loy (Telenet-Fidea Lions) + 2:05
10. Elle Anderson (Team USA) + 2:16

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