Teammanager Roodhooft hofft auf Wildcard

Sorgt der neue Rennkalender für van der Poels Tour-Debüt?

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Alpecin-Fenix-Teammanager Christoph Roodhooft mit Mathieu van der Poel bei der Teampräsentation 2020 | Foto: Cor Vos

19.04.2020  |  (rsn) - Bisher hat Alpecin - Fenix keine Wildcard zu einer der drei großen Rundfahrten erhalten. In Folge der durch die Corona-Pandemie notwendig gewordenen massiven Änderungen des Rennkalenders 2020 hofft das Team des dreimaligen Cross-Weltmeisters Mathieu van der Poel aber nun auf eine außerplanmäßige Einladung.

"Es wäre schön, wenn wir eine unvorhergesehene Wildcard für eine GrandTour bekommen könnten", sagte Teammanager Christoph Roodhooft in einem Gespräch mit dem belgischen TV-Sender Sporza und begründete seine Hoffnung auf den dicht gedrängten Terminkalender ab August. “Da alle großen Rundfahrten in den Herbst verschoben worden sind, werden sich bestimmte Rennen überschneiden. Vielleicht wird in einer der drei GrandTours ein Platz frei“, sagte Roodhooft und nannte auch schon sein Wunschszenario: “Ich hoffe, das wird bei der Tour sein, denn es ist die schönste aller großen Rundfahrten.“

Auch für Top-Star van der Poel wäre das die beste aller Optionen, nachdem die Olympischen Spiele, bei denen er im Mountainbike-Wettbewerb antreten wollte, wegen Corona ins kommende Jahr verschoben worden sind. Damit könnte sich der Niederländische Meister nun ganz auf die Straßenrennen konzentrieren - mit der Frankreich-Rundfahrt, die nun vom 29. August bis 20. September ausgetragen werden soll, im Zentrum.

Durch die Verschiebung um ein Jahr ergeben sich für van der Poel und sein Team dagegen neue Probleme, denn der 25-Jährige hatte für 2021 sein Tour-Debüt geplant. “Eine Kombination aus Tour und den Spielen bedeutet, dass wir ein Puzzle zusammenlegen müssen, das wir nicht zusammensetzen können. Natürlich finden die Spiele nur alle vier Jahre statt. Aber die Tour de France ist auch sehr schön“, beschrieb Roodhooft, der gemeinsam mit seinem Bruder Philip die Geschicke des belgischen Zweitdivisionärs leitet, den Zwiespalt, in dem sich sein Top-Star im kommenden Jahr befinden würde.

Van der Poel selber hatte schon Anfang des Monats ebenfalls auf Sporza über die Möglichkeit eines Tour-Start spekuliert. "Wenn die Tour dieses Jahr noch gefahren werden sollte, können wir uns dafür stark machen, dabei zu sein", sagte der Niederländer damals.

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