Website berichtet über Interesse des Valverde-Teams

Streckt Movistar die Fühler nach Froome aus?

Foto zu dem Text "Streckt Movistar die Fühler nach Froome aus?"
Chris Froome (Ineos) bei der UAE Tour, seinem ersten und bislang einzigen Rennen seit seinem Unfall im Juni 2019. | Foto: Cor Vos

15.05.2020  |  (rsn) - Das spanische Movistar-Team soll an einer Verpflichtung von Chris Froome (Ineos) interessiert sein. Darüber berichtet die spanische Website ciclo21.com und bestätigte damit eine Meldung von cyclingnews.com, wonach der viermalige Tour-de-France-Gesamtsieger mit mehreren Teams bereits Gespräche über einen möglichen Wechsel geführt habe. Der Vertrag des Briten, der am 20. Mai 35 Jahre alt wird, läuft zum Saisonende aus.

Zwei Mannschaften sollen sogar ihr Interesse an einem Transfer zur Saisonmitte geäußert haben. Das würde insofern Sinn machen, als der Start der Tour de France in Folge der Corona-Pandemie um zwei Monate auf den 29. August verschoben worden ist. Froome, der in diesem Jahr sein fünftes Gelbes Trikot erobern möchte, sieht sich bei Ineos mit Egan Bernal und Geraint Thomas, den Tour-Siegern der vergangenen beiden Jahre, starker und angesichts seiner langen Krankengeschichte fast übermächtiger Konkurrenz gegenüber.

Ein vorzeitiger Wechsel zu Movistar könnte aus mehreren Gründen Sinn ergeben. Nach dem Abgang von Nairo Quintana (Arkéa - Samsic), Mikel Landa (zu Bahrain - McLaren) und Richard Carapaz (Ineos) verfügt das Team über keinen potenziellen GrandTour-Sieger mehr. Und auch aus Sponsoring-Sicht gibt es eine Entwicklung, die auf eine spanisch-britische Zusammenarbeit hindeuten könnte. Anfang Mai nämlich fusionierten der spanische Telekomkonzern Telefónica - die Movistar-Muttergesellschaft - und der amerikanische Kabelanbieter Liberty Global ihre Töchtergesellschaften in Großbritannien, wodurch dort laut Handelsblatt ein neuer Marktführer im Wert von 35,5 Milliarden Euro entstand.

Wie ciclo21.com weiter schrieb, wäre ein Froome-Transfer für Movistar dadurch sowohl ein sportlicher wie auch ein werbetechnischer Coup. Dem stünde derzeit allerdings noch eine Einigung aller involvierten Parteien im Weg.

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