Roglic mit ähnlichen Verletzungen wie Buchmann

Niermann: “Sehe für die Tour nicht schwarz“

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Jumbo-Visma-Sportdirektor Grischa Niermann | Foto: Cor Vos

19.08.2020  |  (rsn) - Seit Dienstag ist klar, dass Team Ineos Grenadier zur Tour de France nicht mit der zunächst anvisierten Dreierspitze antreten wird. Da Chris Froome und Geraint Thomas nach wie vor großen Formrückstand haben und beim Critérium du Dauphiné hinterherfuhren, hat sich die Sportliche Leitung dazu entschlossen, bei der 107. Frankreich-Rundfahrt ganz auf Vorjahressieger Egan Bernal zu setzen.

Mit drei Kapitänen plante auch Herausforderer Jumbo - Visma. Allerdings steht nach den Stürzen von Primoz Roglic und Steven Kruijswijk beim Critérium du Dauphiné hinter gleich zwei Fahrern des Spitzentrios seit dem Wochenende ein Fragezeichen. “Es ist noch keine Entscheidung getroffen worden, momentan ist es aber nicht sicher, dass wir mit Roglic, Dumoulin und Kruijswijk zur Tour fahren können“, sagte Sportdirektor Grischa Niermann im Gespräch mit radsport-news.com zu den Tour-Perspektiven.

Während bei Kruijswijk schnell die Diagnose “ausgekugelte Schulter“ feststand, bestätigte Niermann nun, dass sich Roglic, ähnlich offenbar wie der ebenfalls am Samstag gestürzte Emanuel Buchmann (Bora- hansgrohe), Prellungen und Hautabschürfungen zugezogen hat und noch über Schmerzen klagt.

“Es sind noch zehn Tage bis zur Tour, allzu lange ist das nicht. Aber wir schauen uns jetzt an, wie Primoz und Steven sich erholen“, so der frühere Profi, der trotz der schlechten Meldungen nicht hofft, dass sich sein ursprüngliches Kapitänstrio auf einen - nämlich den Niederländer Tom Dumoulin - reduzieren wird. “So schwarz sehe ich das nicht“, sagte er und fügte auf die Frage, bis wann eine Entscheidung fallen wird, trocken an: “Letztmöglicher Termin ist Samstag, 29. August, 10 Uhr, bis dahin kann man bei der Tour einen Ersatzfahrer melden.“

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