Entscheidender Tag der Baskenland-Rundfahrt

Roglic sieht sich nicht unter Druck, Pogacar ist zuversichtlich

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Primoz Roglic (Jumbo - Visma, li.) Und Tadej Pogacar (UAE - Team Emirates) bei der Baskenland-Rundfahrt | Foto: Cor Vos

10.04.2021  |  (rsn) - Nachdem Primoz Roglic auf der 4. Etappe der Baskenland-Rundfahrt sein Gelbes Trikot quasi hergeschenkt hatte, kündigte Jumbo - Visma zuversichtlich an, dass noch zwei Tage blieben, um den Slowenen wieder an die Spitze der Gesamtwertung zu bringen. Auf dem fünften Teilstück allerdings hielten die Favoriten die Beine still, auch weil der Streckenverlauf nicht viele Möglichkeiten zu erfolgversprechenden Attacken bot.

"Das war wahrscheinlich der einfachste Tag der Rundfahrt", sagte Roglic im Ziel in Ondarroa, das er als Siebter erreichte, 16 Positionen vor dem zeitgleichen Brandon McNulty (UAE - Team Emirates), der sein Gelbes Trikot verteidigte und mit 23 Sekunden Vorsprung auf Roglic in die heutige Königsetappe gehen wird.

Auf dem nur 111,9 Kilometer langen, dafür aber mit sieben kategorisierten Anstiegen gespickten abschließenden Teilstück muss Jumbo - Visma also in die Offensive gehen und wird dabei voll auf Roglic setzen, auch wenn sein Teamkollege Jonas Vingegaard auf Rang drei nur 28 Sekunden Rückstand aufweist. Für den jungen Dänen dürfte das Terrain allerdings zu schwer sein.

“Unsere Taktik? Wir werden sehen, wir müssen noch darüber reden. Wir brauchen auf jeden Fall eine sehr gute Strategie und dann werden wir vom ersten Kilometer an Gas geben “, sagte Roglic, der sich aber nicht im Zugzwang sieht, auch wenn er bei Paris-Nizza das Gelbe Trikot nach mehreren Stürzen noch am Schlusstag an Maximilian Schachmann (Bora - hansgrohe) hatte abgeben müssen. “Von Anfang an habe ich gesagt, dass wir mit einem jungen Team hier sind. Ich habe keinen wirklichen Druck, dieses Rennen zu gewinnen. Ich freue mich schon sehr, dass wir am ersten Tag das Zeitfahren gewinnen konnten“, behauptete er.

Ebenfalls einen Etappensieg auf seinem Konto hat sein Landsmann Tadej Pogacar, der als Gesamtfünfter 43 Sekunden hinter seinem Teamkollegen McNulty liegt. In Anbetracht des extrem schweren Profils sollte auch der Tour-de-France-Gewinner noch gute Chancen haben, sein drittes Mehretappenrennen dieser Saison für sich zu entscheiden.

Zwar traut Pogacar McNulty zu, dass der sein Gelbes Trikot wird verteidigen können. “Wir alle haben Vertrauen in Brandon, dass er dieses Rennen gewinnen kann“, sagte der 22-Jährige, der sich zumindest als “Plan B“ sieht: “Aber wenn das nicht funktioniert, müssen wir improvisieren“, sagte Pogacar und deutete auch schon an, wie die Improvisation aussehen könnte, etwa wenn Roglic im letzten Anstieg des Berges attackieren und McNulty nicht mithalten kann: “Ich bin zuversichtlich, ich fühle mich immer noch großartig“, so der UAE-Profi, der bereits bei der ersten Bergankunft in Ermualde Roglic auf Rang zwei verweisen konnte.

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