Reha in Europa statt Renncomeback

Ineos hat noch keine Pläne für Bernal

Foto zu dem Text "Ineos hat noch keine Pläne für Bernal"
Egan Bernal (Ineos Grenadiers) | Foto: Cor Vos

30.04.2022  |  (rsn) - Vor wenigen Tagen gab Egan Bernals (Ineos Grenadiers) behandelnder Arzt Gustavo Uriza in einer Pressekonferenz seine Stellungnahme ab, dass der Kolumbianer, letztjähriger Sieger des Giro d’Italia, bereits 120 Tage nach seinem schlimmen Unfall wieder für Renneinsätze bereit sei. Damit könnte Bernal schon im Mai ein Comeback anpeilen, was zuletzt seine Mannschaft aber dementierte.

"Jeder spekuliert derzeit über seine Rückkehr, aber im Moment gibt es dafür keine Pläne", erklärte Rod Ellingworth cyclingnews.com zuletzt. Zwar sei auch der Arbeitgeber von Bernal von dessen schneller Genesung nach seinem lebensbedrohlichen Sturz im Januar überrascht, aber Wettkämpfe sind noch nicht geplant.

Der 25-Jährige war in der Saisonvorbereitung bei einer Ausfahrt mit hohem Tempo gegen einen am Straßenrand stehenden Bus geprallt und zog sich dabei schwerste Verletzungen zu. Der mehrfache GrandTour-Sieger brach sich elf Rippen, zwei Wirbel, einen Oberschenkel sowie eine Kniescheibe. Außerdem wurden beide Lungenflügel perforiert.

Der Kolumbianer musste sich zahlreichen Operationen unterziehen, zudem bestand aufgrund der Wirbelverletzungen die große Gefahr einer Querschnittslähmung. Mittlerweile hat Bernal seine ersten Trainingsausfahrten schon wieder übernommen.

Im Gespräch mit cyclingnews.com verriet Ellingworth weiter, dass die Hypothese von Bernals Arzt extrem verfrüht sei. Der Kolumbianer ist zwar am Weg nach Europa, der Fokus bleibe aber auf absehbare Zeit auf der Rehabilitation als auf einer direkten Wettkampfvorbereitung.

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