RSNplusWorldTeams 2023: Bora - hansgrohe

Tanz auf drei Hochzeiten mit klarem Fokus auf den Rundfahrten

Von Felix Mattis

Foto zu dem Text "Tanz auf drei Hochzeiten mit klarem Fokus auf den Rundfahrten"
Das Team Bora - hansgrohe war im Dezember auf Mallorca im Trainingslager. | Foto: Bora - hansgrohe

04.01.2023  |  (rsn) – Der Umbruch ist bereits im "Jahr 1 nach Sagan" gelungen: Bora – hansgrohe wollte sich 2022 hin zum Rundfahrer-Team entwickeln und hat mit Jai Hindley gleich die erste Grand Tour des Jahres gewonnen. Trotzdem war die abgelaufene Saison nicht von vorne bis hinten ein großer Erfolg, auch wenn man die Team-Weltrangliste auf Rang vier abschloss und 30 Saisonsiege feierte: Vor allem Krankheiten lähmten den Rennstall von Manager Ralph Denk, der an dieser Stelle auch das größte Verbesserungspotenzial für 2023 wähnt – für eine Saison, in der sich an der Ausrichtung des Teams erstmal nichts ändern soll.

"Wir versuchen, auf allen drei Hochzeiten zu tanzen: Grand-Tour-Klassements, Sprints und auch die Klassiker. Aber der Schwerpunkt liegt auf den ein- und mehrwöchigen Rundfahrten. Da waren wir auch letztes Jahr am besten", erklärte Denk im Gespräch mit radsport-news.com. Neben dem Giro gewann Bora - hansgrohe 2022 auch zwei einwöchige WorldTour-Rennen: die Katalonien-Rundfahrt mit Sergio Higuita und die Tour de Romandie mit Aleksandr Vlasov.

Der Russe soll für Bora - hansgrohe den Titel beim Giro 2023 nach Möglichkeit verteidigen und wird in Italien von Lennard Kämna als Co-Kapitän begleitet. Bei der Tour de France werden sich Hindley und Emanuel Buchmann im Gesamtklassement versuchen, während Sam Bennett für die Sprints vorgesehen ist. Die Klassiker-Armada führt weiterhin Nils Politt an und hofft dabei auf weniger Krankheitspech als 2022.

___STEADY_PAYWALL___ Wilco Kelderman und Felix Großschartner als Kletterer sowie Klassikerspezialist Lukas Pöstlberger haben das Team verlassen und auf dem Papier können die Neueinkäufe das nur schwer abfangen. Doch von Bob Jungels erhofft Denk sich für Rundfahrten und Klassiker sehr viel - und allgemein sieht er auch im Kader von 2022 quasi noch "Neuzugänge" für 2023.

"Wir hatten letztes Jahr dreieinhalb Fahrer, die weit, weit weg waren von einer Konstanz und ihrer normalen Leistung: Schachmann, Schelling, Walls - und Emu (Buchmann) hatte einen guten Giro, danach aber auch nicht die Konstanz von 2019. Die Gründe sind bekannt", spielte Denk auf die gesundheitlichen Probleme der Genannten an. "Das waren mehr oder weniger Totalausfälle. Und es ist unser Job, sie in die Erfolgsspur zurückzubringen. Bei gesundheitlichen Themen spielt immer die Gesamtbelastung natürlich eine Rolle. Ich will nicht sagen, dass wir etwas falsch gemacht haben, aber es ist natürlich ein Drahtseilakt zwischen Hochleistung und Gesundheit. Vielleicht haben wir da etwas überzogen", so der Teamchef.

Maximilian Schachmann hatte 2022 kein gutes Jahr, sein Team glaubt aber fest daran, dass er 2023 wieder zu alter Stärke zurückfinden wird. | Foto: Bora - hansgrohe

Aldag und Lorang teilen Verantwortung in Sachen Performance

Neben der sportlichen Ausrichtung hatte sich bei Bora – hansgrohe 2022 auch die Personalstruktur stark verändert. Die sportliche Leitung wurde größtenteils ausgetauscht, Rolf Aldag kam als Performance Director und leitender Sportlicher Leiter an Bord. 2023 wird diese Rolle nun weiter aufgeteilt: Cheftrainer Dan Lorang ist für die personelle und Aldag für die materialtechnische Performance verantwortlich. Letzterer bleibt außerdem leitender Sportlicher Leiter.

"Es geht um Details, an denen gearbeitet werden muss, wie mein Kollege Dave Brailsford schon vor Jahren gesagt hat. Es muss immer wieder jeder Stein umgedreht werden und mit diesen zwei Schlüsselpositionen sind wir sehr gut aufgestellt", war sich Denk sicher, dass 2023 der nächste Schritt für Bora – hansgrohe möglich ist und man es beispielsweise auch mit Top-Favorit Remco Evenepoel (Soudal - Quick-Step) beim Giro d'Italia aufnehmen kann.

"Ich glaube, dass wir sehr gute Chancen haben, beim Giro den Titel zu verteidigen. Aber was auch sehr reizt, ist ein Monument", erklärte Denk auf die Frage nach einem Wunschsieg für 2023: "Ich denke bei den Monumenten haben wir auf dem Papier in Lüttich die besten Chancen – mit Vlasov, Higuita, Jungels und auch Schachmann oder vielleicht auch Hindley. Da werden wir eines der besten Line-Ups am Start haben."

Aleksandr Vlasov soll es beim Giro d'Italia mit Remco Evenepoel und Geraint Thomas aufnehmen. | Foto: Bora - hansgrohe

Der Top-Transfer 2023:
Keine Frage: Angesichts seines Sieges bei Lüttich-Bastogne-Lüttich 2018 und - nachdem er seine Endofibrose operativ überwunden hatte - dem Etappenerfolg bei der Tour de France 2022, ist Bob Jungels der größte Transfer-Coup von Denk für 2023. "Er und Nico (Denz) spielen wesentliche Rollen", bestätigte auch der Raublinger. "Wir müssen Wilco Kelderman ersetzen, was nicht einfach ist. Aber nach dem, was Bob letztes Jahr bei der Tour de France gezeigt hat, kann es bei ihm in eine ähnliche Richtung gehen. Und bei Eintagesrennen ist Bob sicherlich der bessere Rennfahrer als Wilco."

In Denz derweil hofft Denk einen "superloyalen Helfer" für alle Terrains gefunden zu haben. "Das hat er in der Vergangenheit perfekt gezeigt." Florian Lipowitz dagegen soll sich zunächst zurechtfinden in der WorldTour. Der ehemalige Biathlet klettert gut, zu viel sollte man von ihm aber im ersten Jahr als Radprofi nicht erwarten. Und Victor Koretzky? Bei dem Franzosen darf man gespannt sein, wie viel er überhaupt auf der Straße zu sehen sein wird. "Mit ihm versuchen wir, uns multidisziplinär aufzustellen", so Denk. Der Cross-Country-WM-Dritte von 2021 wird weiter mountainbiken und könnte auch im Gravel-Rennsport auftreten.

Lennard Kämna wird sich beim Giro an der Seite von Vlasov erstmals am Gesamtklassement einer Grand Tour versuche. | Foto: Bora - hansgrohe

Im Fokus:
Besonders im Rampenlicht stehen beim deutschen WorldTeam natürlich die deutschen Hoffnungsträger Buchmann, Kämna, Politt und Schachmann sowie die Grand-Tour-Kapitäne Hindley, Vlasov und Bennett. Doch einen genaueren Blick sollte man 2023 sicher auch auf einige der ganz Jungen im Team werfen.

"Ich denke wir werden von Cian (Uijtdebroeks) und Giovanni (Aleotti) die größten Sprünge sehen. Meiner Meinung nach sind das die größten Talente, die wir haben", meinte Denk. "Ich glaube, dass beide mittlerweile bereit sind für Siege oder Top-Platzierungen sogar bei WorldTour-Rennen." Als Zweiter der Tour de l'Avenir 2019 (Aleotti) und Gesamtsieger 2021 (Uijtdebroeks) sind die beiden Fahrer, die gut in die neue Rundfahrer-Ausrichtung des Teams passen, und 2023 bekommen sie erste größere Aufgaben.

Der 23-jährige Aleotti soll zum Beispiel gleich zu Saisonbeginn bei der Tour Down Under eine Chance bekommen und steht wohl auch später beim Giro d'Italia wohl im Aufgebot. Für den erst 19 Jahre alten Uijtdebroeks wurde im Winter das Critérium du Dauphiné als erster Höhepunkt angepeilt – und möglicherweise wird der 19-Jährige auch die Vuelta a Espana bestreiten.

Das Aufgebot:
Emanuel Buchmann (Deutschland / 30), Nico Denz (Deutschland / 28), Lennard Kämna (Deutschland / 26), Jonas Koch (Deutschland / 29), Florian Lipowitz (Deutschland / 22), Luis-Joe Lührs (Deutschland / 19), Anton Palzer (Deutschland / 29), Nils Politt (Deutschland / 28), Maximilian Schachmann (Deutschland / 28), Ben Zwiehoff (Deutschland / 28), Patrick Gamper (Österreich / 25), Marco Haller (Österreich / 31), Patrick Konrad (Österreich / 31), Giovanni Aleotti (Italien / 23), Matteo Fabbro (Italien / 27), Sam Bennett (Irland / 32), Ryan Mullen (Irland / 28), Jordi Meeus (Belgien / 24), Cian Uijtdebroeks (Belgien / 19), Ide Schelling (Niederlande / 24), Danny van Poppel (Niederlande / 29), Shane Archbold (Neuseeland / 33), Cesare Benedetti (Polen / 35), Sergio Higuita (Kolumbien / 25), Jai Hindley (Australien / 26), Bob Jungels (Luxemburg / 30), Victor Koretzky (Frankreich / 28), Aleksandr Vlasov (Russland / 26), Matthew Walls (Großbrittanien / 24), Frederik Wandahl (Dänemark / 21)

Nils Politt führt die Klassiker-Fraktion von Bora - hansgrohe auch 2023 an. Mit Bob Jungels hat er einen neuen starken Mann an seiner Seite. | Foto: Bora - hansgrohe

Davon Neuzugänge:
Nico Denz (DSM), Bob Jungels (AG2R Citroen), Florian Lipowitz (Tirol - KTM), Victor Koretzky (B&B Hotels - KTM)

Teamleitung:
Manager: Ralph Denk
Sportdirektor: Dan Lorang & Rolf Aldag
Sportliche Leiter: Bernhard Eisel, Enrico Gasparotto, Jean-Pierre Heynderickx, Christian Pömer, Torsten Schmidt, Sylwester Szmyd, Hendrik Werner, Jens Zemke

Material:
Rahmenhersteller: Specialized
Gruppe: Shimano
Laufräder: Roval
Reifen: Specialized
Trikot: Le Col
Helm: Specialized

Mehr Informationen zu diesem Thema

16.03.2023Befreit von Abstiegsangst, beflügelt durch Carapaz

(rsn) – Bis kurz vor dem Ende der Saison 2022 konnte man sich bei EF Education – EasyPost nicht sicher sein, in welcher Kategorie das Team 2023 unterwegs sein würde: WorldTeam oder ProTeam? Der U

04.03.2023Hinter van der Poel erneut viel Qualität

(rsn) – Wer Alpecin – Deceuninck sagt, meint dabei auch immer Mathieu van der Poel. Das einstige Cross-Team wurde schließlich um den Niederländer herum zur Straßenmannschaft aufgebaut. Und zwar

28.02.2023Fokus von den Klassikern auf die großen Rundfahrten?

(rsn) – Kein anderes Team hat sich in den vergangenen Jahrzehnten den Ruf einer Klassikermannschaft erworben wie Soudal Quick-Step. Doch seit dem letztjährigen Gesamtsieg bei der Vuelta a Espana du

07.02.2023Freie Bahn für die junge Garde

(rsn) – Mit 39 Siegen, darunter 15 auf WorldTour-Niveau, kann Ineos Grenadiers eine mehr als nur ansprechende Saison 2022 vorweisen. Dennoch beschloss das Management um Dave Brailsford, das Team deu

31.01.2023Trotz hoher Talentdichte bleibt Pedersen die Schlüsselfigur

(rsn) – Mads Pedersen rettete die Teambilanz 2022: Der Weltmeister von 2018 holte zehn der 19 Saisonsiege, gewann eine Etappe der Tour de France sowie drei Teilstücke und die Punktewertung der Vuel

19.01.2023Im Jahr 1 nach Valverde muss auch die zweite Reihe liefern

(rsn) – Kein Zweifel: Das Movistar-Team steht vor einer Zeitenwende. 18 Jahre war lang Alejandro Valverde das Gesicht des spanischen Rennstalls und gewann in dieser Zeit eine Vielzahl an Klassikern,

15.01.2023Der guten Saison 2022 soll eine bessere folgen

(rsn) – Nach einer erfolgreichen Saison 2022 mit 19 Siegen und insgesamt 64 Podiumsplatzierungen sah Teamchef Cedric Vasseur keine Veranlassung, seine Cofidis-Equipe umzukrempeln. Fünf Fahrer, daru

14.01.2023Nicht nur wegen Pogacar die Nummer 1 für Rundfahrten

(rsn) – Auch wenn Tadej Pogacar die Tour de France im vergangenen Sommer nicht gewonnen hat, so ist sein Rennstall in der Saison 2022 in der Weltrangliste weiter nach oben geklettert: Auf Position z

13.01.2023Mehr Siege auch mit jungen Kräften

(rsn) - Die neue Saison steht beim französischen Traditionsrennstall Groupama - FDJ ganz im Zeichen der Verjüngung. Gleich sieben Fahrer im Alter von 19 bis 21 Jahren holte Manager Marc Madiot vom e

12.01.2023Der Aufwärtstrend soll sich auch in Ergebnissen zeigen

(rsn) – Nach zwei schwierigeren Jahren will Team DSM mit seinem Kapitän Romain Bardet, vielen Talenten und sechs Deutschen wieder zurück in die Erfolgsspur. Zuversichtlich stimmt die Leitung des n

11.01.2023Nicht nur bei den Klassikern darf es ein bisschen mehr sein

(rsn) – Mit dem Automobilhersteller Citroën sicherte sich die französische Mannschaft zur Saison 2021 die Dienste eines potenten Co-Sponsor, was sogleich die finanziellen Möglichkeiten deutlich a

10.01.2023WorldTour-Debüt mit Verjüngungskur statt Stareinkäufen

(rsn) – Die französische Equipe Arkéa Samsic nimmt 2023 ihre erste WorldTour-Saison in Angriff. Den Aufstieg verdiente sich das Team von Manager Emmanuel Hubert durch 60 Podiumsplatzierungen allei

Weitere Radsportnachrichten

23.09.2026Evenepoel augenzwinkernd über Ganna: “Das sagt er jedes Mal“

(rsn) – Mit seinem vierten WM-Titel in Folge hat Remco Evenepoel auch in Montréal im Kampf gegen die Uhr die Konkurrenz deutlich in die Schranken gewiesen. Der Belgier setzte sich auf dem 39,2 Kilo

23.09.2026Grossmann: “Sieben Hundertstel können überall liegen“

(rsn) – In der Welt des Radsports geht es um Minuten und Sekunden. Im Kampf gegen die Uhr allerdings kann es manchmal noch knapper sein. So lagen nach dem Zeitfahren der Juniorinnen bei den Straßen

23.09.2026Gee-West fällt bei Heim-WM auch für das Straßenrennen aus

(rsn) - In wenigen Worten zu vermelden, deshalb aber nicht weniger wichtig: In unserer Rubrik "Kurz gemeldet" fasst die Redaktion von radsport-news.com die Kurznachrichten des Tages aus der Welt des R

23.09.2026UAE dementiert Gerüchte um Pogacar-Comeback bei Heim-EM

(rsn) – Anfang September kündigte UEA – Emirates – XRG an, dass Tadej Pogacar nach seinem schweren Sturz bei der Vuelta a Espana in dieser Saison keine Rennen mehr bestreiten werde. Eine wenig

23.09.2026Multitalent Isabella Holmgren darf vom WM-Podium träumen

(rsn) - Als Isabella Holmgren (Lidl - Trek) im Februar 2023 über das Gelände der Crossweltmeisterschaften in Hoogerheide schlenderte, nahm kaum jemand Notiz von der jungen Frau. Nur wenige Stunden

23.09.2026Radsport live im Stream, TV und Ticker: Die Rennen des Tages

(rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker?In unserer Tagesvorschau informieren wir über die wicht

23.09.2026Pinarello und Tudor an Ciccone interessiert?

(rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr

22.09.2026Okrucinska fährt aus der Kwiatkowski-Akademie zu WM-Gold

(rsn) – Nach dem siebten Platz in Kigali 2025 hat sich Maria Okrucinska bei der Straßen-Weltmeisterschaft von Montréal den Traum vom Titelgewinn im Zeitfahren der Juniorinnen erfüllt. Die 18 Jahr

22.09.2026Sand im Schweizer Uhrwerk: Dennoch reichte es zu WM-Bronze

(rsn) - Lange konnten sich Mauro Schmid und Stefan Bissegger im Windschatten von Stefan Küng nicht verstecken. Beim Mixed Teamzeitfahren in Montreal war der Etappensieger der Vuelta a Espana nach e

22.09.2026Noval holt für Spanien erstes WM-Gold im Junioren-Zeitfahren

(rsn) – Benjamin Noval ist als erster Spanier Junioren-Weltmeister im Zeitfahren geworden. Der 17-jährige Sohn des ehemaligen Profis gleichen Namens absolvierte bei den Welttitelkämpfen von MontrÃ

22.09.2026Deutsche Mixed Staffel trotz Pech mit “richtig Laktat“ WM-Fünfte

(rsn) – Mit Maximilian Walscheid, Jasha Sütterlin, Nikias Arndt und Ricarda Bauernfeind standen im Vergleich zu Kigali gleich vier Neue bei der Mixed Staffel im Rahmen der Straßen-Weltmeisterschaf

22.09.2026Highlight-Video der WM-Mixed-Staffel

(rsn) – Im siebten Anlauf hat es geklappt. Bei den UCI Straßen-Weltmeisterschaften von Montréal hat Italien in der Mixed Staffel erstmals die Goldmedaille geholt. Filippo Ganna, Elisa Longo Borghi

RADRENNEN HEUTE

    Radrennen Männer

  • Lotto Omloop van het Houtland (1.1, CHN)
  • Omloop van het Houtland (1.1, BEL)