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12.06.2023 | (rsn) – Zwar musste sich Remco Evenepoel (Soudal – Quick-Step) zum Auftakt der 86. Tour de Suisse (2.UWT) dem Schweizer Stefan Küng (Groupama – FDJ) um sechs Sekunden geschlagen geben. Doch als Zweiter des Zeitfahrens von Einsiedeln nahm der Belgier seinen Konkurrenten im Kampf um den Gesamtsieg bereits am ersten Tag wertvolle Sekunden ab.
“Ich denke, es ist ein guter Start in die Woche“, sagte Evenepoel nach der Etappe gegenüber Het Laatste Nieuws. “Es war vielleicht nicht ganz das, was wir uns erhofft hatten, aber ich denke, Küng wäre ohnehin schwer zu schlagen gewesen. Ein Zeitfahren lügt nicht.“
Der Straßen-Weltmeister hatte sich nach überstandener Corona-Erkrankung, die ihn nach seinem Sieg im zweiten Giro-Zeitfahren zur Aufgabe zwang, für die Tour de Suisse anstelle der heimischen Belgien-Rundfahrt entschieden. Den Ausschlag für das schwere WorldTour-Rennen gab neben den beiden Zeitfahren zum Auftakt und Abschluss auch die gute Form, in der sich Evenepoel wähnt.
Die bestätigte er auf der 12,7 Kilometer langen Strecke, mit der Evenepoel nach eigenen Worten allerdings nicht sonderlich gut klar kam. “Es war ein seltsamer Kurs. Während des Recons schien er schön zu sein, aber bei den höheren Geschwindigkeiten war es dann aber gefährlicher, als ich gedacht hatte. Es war schwer, den Rhythmus zu finden, da es nur wenige echte Geraden gab“, berichtete der 23-Jährige, der dennoch nur knapp hinter Küng, aber vor seinem ebenfalls hoch gehandelten Landsmann Wout Van Aert (Jumbo – Visma) landete.
"Ich bin recht zufrieden. Wir wussten nicht so richtig, wie ich drauf bin. Im zweiten Teil habe ich mein Tempo nicht halten können. Normalweise kann ich den inneren Schweinehund besiegen, das ging heute aber irgendwie nicht", kommentierte Evenepoel das Finale, in dem er die entscheidenden Sekunden gegenüber Küng einbüßte, nachdem er an der Zwischenzeit nur eine Sekunde langsamer als der zweimalige Zeitfahr-Europameister gewesen war.
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