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30.07.2026 | (rsn) – Zum 45. Mal wird am Samstag die Clasica Ciclista San Sebastian (1.UWT) gestartet – und zum vierten Mal möchte Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe) den baskischen Klassiker gewinnen. Damit wäre der Belgier alleiniger Rekordhalter, denn die Bestmarke muss er sich derzeit noch mit Marino Lejarreta teilen.
Der Baske gewann die ersten beiden Ausgaben 1981 und 1982 sowie die von 198. Der Doppel-Olympiasieger feierte in San Sebastian 2019 seinen ersten Sieg auf WorldTour-Niveau, 2022 und 2023 legte Evenepoel nach, in den beiden vergangenen Jahren war er nicht am Start.
Mit dem zweiten Platz bei der Tour de France und zwei Kriterien, die er in Belgien gewinnen durfte, reist Evenepoel mit viel Rückenwind nach Spanien. Dort trifft er auf Konkurrenten, von denen die meisten die Frankreich-Rundfahrt nicht in den Beinen haben. Allen voran ist Vorjahressieger Giulio Ciccone (Lidl – Trek) zu nennen. Der Italiener hat seit dem Giro d’Italia nur einen Renntag absolviert – und das ist genau einer mehr als letztes Jahr, als er im Finale kurzen Prozess mit Isaac Del Toro und Jan Christen (beide UAE – Emirates – XRG) machte.
Der Schweizer, der 2025 Zweiter wurde, ist auch diesmal wieder dabei. Auch ohne Tadej Pogacar und Del Toro bringt die beste Mannschaft der Welt im Baskenland eine starke Truppe an den Start. Benoit Cosnefroy und Jhonatan Narvaez gehören zu den Sieganwärtern. Igor Arrieta, Pavel Sivakov, Jay Vine und Kevin Vermaerke sind mehr als nur starke Helfer.
Einen Fahrer dieser Kategorie hat auch Evenepoel mit Maxim Van Gils an seiner Seite. Der Belgier beendete das Rennen letztes Jahr als Dritter. Mit Primoz Roglic, Giulio Pellizzari und Daniel Felipe Martinez sind auch die Raublinger ausgezeichnet aufgestellt.
Von den Fahrern, mit denen sich Evenepoel bei der Tour de France messen musste, können sich Etappensieger Mauro Schmid (Jayco – AlUla), Lenny Martinez (Bahrain Victorious), Matteo Jorgenson (Visma – Lease a Bike) und Ben Healy (EF Education – Easy Post) die größten Hoffnungen auf ein Spitzenresultat machen. Die beiden Letztgenannten konnten bei der Grande Boucle nicht ihre Top-Leistungen abrufen und dürften deswegen Revanchegefühle haben.
Die heimischen Fans können auf Mikel Landa (Soudal – Quick-Step) hoffen. Der 36-Jährige erreichte bei seinem Heimrennen die Top Ten allerdings 2017 zum letzten Mal. Mit Alex Aranburu (Cofidis) wurde ein Baske 2023 immerhin noch Siebter. Wer den Heimvorteil etwas weiträumiger sucht, kann ihn auf die Spanier Carlos Rodriguez (Netcomapny – Ineos) oder Enric Mas (Movistar) ausweiten.
Neben den Schweizern Christen und Schmid ist auch mit dem seit dem Giro pausierenden Österreicher Felix Gall (Decathlon – CMA CGM) ein dritter aussichtsreicher Kandidaten im Rennen. Die drei deutschen Fahrer Emil Herzog (Red Bull - Bora - hansgrohe), Moritz Kretschy (NSN) und Hannes Wilksch (Tudor) werden aller Voraussicht nach keine Rolle spielen.
Zu nennen sind dagegen noch zwei Duos: XDS - Astana kommt mit Christian Scaroni und Giro-Etappensieger Guillermo Silva, der am Wochenende in Spanien zwei 1.1-Rennen zu seinen Gunsten entschied. Lotto – Intermarché setzt auf den bei der Tour enttäuschenden Lennert Van Eetvelt und Youngster Jarno Widar.