Gesamtpodium wichtiger als Etappensiege

Bora - hansgrohe: In der dritten Giro-Woche alle für Martinez

Von Peter Maurer

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Daniel Felipe Martinez (Bora - hansgrohe) | Foto: Cor Vos

20.05.2024  |  (rsn) – Bisher läuft der 107. Giro d'Italia für Daniel Felipe Martinez (Bora – hansgrohe) voll nach Plan. Der Neuzugang aus Kolumbien hat sich bei der ersten Grand Tour des Jahres voll auf die Gesamtwertung konzentriert und startet als Dritter in die finale Woche. Sowohl in den Bergen als auch in den Zeitfahren schlug sich Martinez stark und wäre da nicht Tadej Pogacar (UAE Team Emirates), so würde der 28-Jährige sogar ein Wörtchen um die Vergabe des Maglia Rosa mitsprechen können.

"Der Abstand zu Pogacar ist riesig und vielleicht ist der Giro im Hinblick auf die Gesamtsieg schon beendet. Für uns geht es aber noch um Rang zwei und die weiteren Platzierungen", erklärte Martinez etwas ernüchtert am Ruhetag auf der Pressekonferenz. 6:56 Minuten hat ihm der Slowene schon aufgebrummt, aber gerade einmal 15 Sekunden liegt der Kolumbianische Zeitfahrmeister hinter dem zweitplatzierten Geraint Thomas (Ineos Grenadiers).

Weswegen die Zielsetzung beim Raublinger Rennstall klar formuliert ist. "Unsere Priorität liegt nun voll bei Dani und den Bergetappen. Es geht für uns um das Podium in der Gesamtwertung und das ist das Wichtigste für uns", erklärte der Sportliche Leiter Enrico Gasparotto.

Damit sinken wohl die Chancen, noch einen Etappensieg einzufahren, auch wenn Gasparotto hofft, dass sich Giro-Dominator Pogacar in der Schlusswoche ein wenig gnädiger mit seiner Konkurrenz umgeht. "Sie sind die ersten zwei Wochen schon richtig hart gefahren und könnten auf mehr Kontrolle setzen, denn der Abstand auf Platz zwei ist sehr groß", so der Schweizer.

Martinez sieht Entscheidung erst am Monte Grappa

Dagegen liegen zwischen dem zweiten und dem sechsten Rang der Gesamtwertung nur drei Minuten, weshalb wohl auch die Raublinger alle Kräfte bündeln werden, um ihren Kapitän ganz vorne im Klassement zu halten. "Dani fühlt sich gut und wir freuen uns auf die letzte Woche mit den Bergankünften", sagte Gasparotto, der dort wohl die größte Chance auf einen Erfolg sieht. Die anderen Fahrer im Team werden sich aber unterordnen müssen und als Helfer agieren: "Es geht um das Podium beim Giro und das ist aktuell das Wichtigste für uns."

Noch trennen das Feld fünf schwere Etappen von Rom. "Aktuell fühlt sich noch alles gut an, natürlich bin ich etwas müde, aber auch sehr motiviert“, so Martinez, der die dritte Woche als die härteste bezeichnete. "Eigentlich kann jeden Tag noch viel passieren", meinte der Bora-Neuzugang, der einen großen Showdown am Monte Grappa erwartet.

Der Berg wartet auf der vorletzten Etappe und die 18-Kilometer lange Steigung plus Abfahrt nach Bassano muss zweimal absolviert werden. "Das ist sicher der härteste Tag, denn es geht zweimal hoch und du fährst da fast eine Stunde berghoch. Das ist die Etappe für die Gesamtwertung, da bin ich sicher", prognostizierte Martinez.

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