--> -->
19.06.2026 | (rsn) – Mit dem erhofften Tagessieg hat es in Bad Ragaz am Ende der 3. Etappe der Tour de Suisse (2.UWT) für Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) nicht gereicht. Im Sprint des an die zwei Spitzenreiter Jhonatan Narvaez (UAE – Emirates – XRG) und Xandro Meurisse (Pinarello – Q36.5) auf der Zielgeraden heranrauschenden Hauptfeldes wurde der Niederländer Dritter, im Tagesklassement daher Fünfter.
Immerhin aber konnte van der Poel trotzdem mit einem besseren Gefühl als an den Vortagen den Weg zum Hotel antreten. "Heute war das Gefühl wirklich viel besser, als in den ersten Tagen. Es war auch nicht mehr so heiß. Deshalb habe ich mich sofort besser gefühlt. Ich bin zufrieden mit dem heutigen Tag – an den Anstiegen zu Beginn der Etappe konnte ich problemlos mithalten", zitierte ihn das Algemeen Dagblad.
Auf den ersten beiden Etappen hatte der 31-Jährige keine Rolle gespielt. Zwar beteiligte sich sein Alpecin-Team gleich am ersten Tag rund um Sondrio in der Anfangsphase an der Tempoarbeit im Hauptfeld, um die frühen Ausreißer an der kurzen Leine zu halten und seinem Kapitän angesichts des Klassiker-Finales eine Chance zu ermöglichen.
Doch nachdem Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) dort bereits 72 Kilometer vor dem Ziel attackiert hatte, war von van der Poel nichts mehr zu sehen. Tagsdrauf lief es in Locarno ähnlich – als es in die finalen zwei Rampen am Lago Maggiore ging, fiel van der Poel hoffnungslos zurück.
Nördlich des Alpen-Hauptkammes nun ging es van der Poel deutlich besser – vielleicht auch, weil rund um Bad Ragaz mehrere Regenschauer und ein Gewitter für deutliche Abkühlung sorgten, nachdem auch dort am Morgen während des Frauenrennens sowie am Mittag zum Start der Männer noch große Hitze herrschte.
Die Temperaturen von auch am Freitag anfangs noch über 30 Grad dürften aber wohl nicht van der Poels wahres Problem gewesen sein. Denn in der Anfangsphase der 3. Etappe zeigte er sich trotz selbiger bereits erstarkt. Er unternahm einige Versuche, in die Ausreißergruppe zu kommen, wurde aber nicht weggelassen.
"Ich wurde ziemlich hart verfolgt. Deshalb entschied ich mich recht schnell, meine Kräfte zu schonen und im Sprint anzutreten. Schade, dass es am Ende nicht gereicht hat", meinte er und überlegte, womit seine zwei schwächeren Tage zu Rundfahrtbeginn zusammenhängen könnten.
"Wir hatten ein hartes Trainingslager hinter uns, in dem wir gut mit dem Team gearbeitet haben. Dort lief alles gut, aber vielleicht habe ich das gespürt. Manchmal muss ich einfach etwas geduldiger sein", meinte er und erklärte, dass er nun auch am Samstag im 23 Kilometer langen Einzelzeitfahren von Aarburg Vollgas geben will – auch wenn er sich nicht als Siegkandidat betrachtet: "Der Plan ist, nochmal Vollgas zu geben – einfach gucken, wie ich mich fühle."