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09.09.2024 | (rsn) – Tom Pidcock (Ineos Grenadiers) steht bei den Ineos Grenadiers noch bis Ende 2027 unter Vertrag. Momentan aber scheint es für den 25-Jährigen in der Zusammenarbeit mit dem britischen Rennstall nicht so zu laufen, wie er sich das vorstellt. Das hat Pidcock, der im April das Amstel Gold Race gewann und im August Olympiasieger auf dem Mountainbike wurde, nun am Rande der Tour of Britain (2.Pro) gegenüber der belgischen Tageszeitung Het Laatste Nieuws (HLN) öffentlich gemacht.
"Es stimmt, dass es im Moment eine Reihe an Dingen innerhalb der Mannschaft gibt, mit denen ich mich auseinandersetzen muss. Und ehrlich gesagt helfen diese Dinge mir nicht dabei, optimale Leistungen zu erbringen", sagte er laut HLN nach etwas Zögern auf die Frage, ob er bei seinem Team genügend Freiheiten habe.
"Ich muss im Moment an viel mehr als nur leistungsbezogene Dinge denken. Und das bedeutet, dass die Konzentration auf die wirklich wichtigen Dinge, nämlich den Rennsport, nicht ideal ist." Um welche Dinge es dabei konkret geht, darauf ging Pidcock nicht ein. Wirklich zufrieden mit seiner Situation aber scheint das Multi-Disziplin-Ass nicht zu sein. Ob er sein Team daher verlassen will? "Ich habe einen Vertrag bis Ende 2027. Das ist alles, was ich dazu sagen kann", so Pidcock vor dem Start der Schlussetappe der Tour of Britain am Sonntag.
Pidcock war auf der 1. Etappe in Kelso Vierter geworden und auf der 3. Etappe in Barnsley als Sechster über den Zielstreich gekommen. Auf der für die Gesamtwertung wichtigsten Etappe, dem zweiten Teilstück von Darlington nach Redcar, wurde er im Finale aber abgehängt und kam nicht über Rang 60 hinaus, so dass er vor der Schlussetappe mit dem Ausgang der Rundfahrt nichts mehr zu tun hatte. Dort dann stürzte er 35 Kilometer vor dem Ziel und verließ das Rennen vorzeitig.
Pidcock erlitt dabei eine Gehirnerschütterung und wird daher auch auf den Grand Prix Quebec und den Grand Prix Montreal kommendes Wochenende in Kanada verzichten. Die Weltmeisterschaften am 29. September in Zürich hat er noch nicht aus seinem Rennprogramm gestrichen, ob er dort aber nach der nun anstehenden Zwangspause in Bestform am Start stehen kann, scheint fraglich.