Pieterse stockt Oranje-Bilanz weiter auf

La Flèche Wallonne Fémmes im Rückblick: Die letzten zehn Jahre

Von Christoph Adamietz

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Das Podium des Flèche Wallonne Femmes 2025. v.l.: Demi Vollering, Puck Pieterse, Elisa Longo Borghini | Foto: Cor Vos

20.04.2026  |  (ran) - Der Flèche Wallonne Fémmmes (1.WWT) wurde erstmals 1998 ausgetragen und brachte mit Hanka Kupfernagel (1999) auch eine deutsche Siegerin hervor. Der kürzeste und topografisch leichteste der drei Ardennenklassiker endet spektakulär an der 1,2 Kilometer langen und fast zehn Prozent steilen Mur de Huy.

Einsame Redkordhalterin ist Anna van der Breggen, die sieben Mal in Folge gewann. Ende 2021 erklärte sie ihren Rücktritt, seit 2025 ist die Niederländerin wieder zurück im Peloton und kann somit ihre beeindruckende Bilanz ausbauen.

RSN blickt auf die letzten zehn Austragungen zurück.

Flèche Wallonne Féminine 2016: Anna van der Breggen

Zur Saison 2016 wurde das Rennen in die Women`s World Tour aufgenommen und auf 137 Kilometer verlängert – was am Ausgang aber nichts änderte: Anna van der Breggen (Rabobank - Liv) wiederholte ihren Vorjahressieg und hatte diesmal acht Sekunden Vorsprung auf die US-Amerikanerin Evelyn Stevens (Boels - Dolmans). Weitere 14 Sekunden dahinter folgte deren Landsfrau und Teamkollegin Megan Guarnier, die wie 2015 das Podium komplettierte.

Flèche Wallonne Féminine 2017: Anna van der Breggen

Die 20. Austragung war um 17 Kilometer kürzer als die des Vorjahres, endete nach 120 Kilometern aber mit einem weiteren Triumph von Anna van der Breggen (Boels - Dolmans), die an der Mur de Huy erneut eine Klasse für sich war. Deutliche 16 Sekunden Vorsprung brachte die Niederländerin auf ihre britische Teamkollegin Elizabeth Deignan ins Ziel. Das Podium komplettierte die Polin Katarzyna Niewiadoma (WM3 Energie), die 25 Sekunden Rückstand aufwies.

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Flèche Wallonne Féminine 2018: Anna van der Breggen

Bei der 21. Austragung feierte Anna van der Breggen (Boels - Dolmans) ihren vierten Sieg in Serie. Nach 118,8 Kilometern setzte sich die Niederländerin an der Mur de Huy gegen die Südafrikanerin Ashleigh Moolman (Cervélo - Bigla) und die US-Amerikanerin Megan Guarnier (Boels - Dolmans) durch. Diesmal betrug ihr Vorsprung auf die nächsten Verfolgerinnen vergleichsweise geringe zwei Sekunden.

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Flèche Wallonne Féminine 2019: Anna van der Breggen

Noch etwas knapper als im Vorjahr ging es bei der 22. Austragung zu. Zwar endete das Rennen nach 118,5 Kilometern an der Mur de Huy wieder mit einem Sieg von Anna van der Breggen (Boels - Dolmans). Doch diesmal hatte die Niederländerin gerade einmal eine Sekunde Vorsprung auf ihre Landsfrau Annemiek van Vleuten (Mitchelton - Scott). Die Dänin Annika Langvad (Boels - Dolmans) sicherte sich mit vier Sekunden Rückstand den letzten freien Platz auf dem Podium.

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Flèche Wallonne Féminine 2020: Anna van der Breggen

Im ersten Jahr der Corona-Pandemie wurde das Rennen auf Ende September verlegt. Doch auch bei der ungewöhnlichen Herbst-Austragung führte an Anna van der Breggen (Boels - Dolmans) kein Weg vorbei. Nach 124 Kilometern kam die Titelverteidigerin an der Mur de Huy mit zwei Sekunden Vorsprung auf die Dänen Cecilie Uttrup Ludwig (FDJ Nouvelle Aquitaine) ins Ziel, weitere vier Sekunden dahinter überquerte ihre Landsfrau Demi Vollering (Parkhotel Valkenburg) als Dritte die Linie. 

Die Friedrichshafenerin Liane Lippert (Sunweb) belegte mit 18 Sekunden Rückstand an der Mur den achten Platz.

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Flèche Wallonne Féminine 2021: Anna van der Breggen

Bei der 24. Austragung feierte Anna van der Breggen (SD Worx) ihren siebten Sieg in Serie. Nach 130,2 Kilometern verwies sie an der Mur de Huy die Polin Katarzyna Niewiadoma (Canyon - SRAM) mit zwei Sekunden Vorsprung auf Platz zwei. Die Italienerin Elisa Longo Borghini (Trek - Segafredo) sicherte sich mit sechs Sekunden Rückstand den letzten freien Platz auf dem Podium.

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Flèche Wallonne Féminine 2022: Marta Cavalli

Nach van der Breggens Rücktritt  holte sich bei der 25. Austragung die Italienerin Marta Cavalli (FDJ Nouvelle Aquitaine) den Sieg an der Mur de Huy. Die Italienerin schlug nach 133,4 Kilometern Bergaufsprint die Niederländerin Annemiek van Vleuten (Movistar), auf Platz drei landete deren Landsfrau Demi Vollering (SD Worx), die aber schon zehn Sekunden Rückstand aufwies. 

Liane Lippert (DSM) wurde mit 33 Sekunden Rückstand Siebte und damit erneut beste deutsche Fahrerin.

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Flèche Wallonne Féminine 2023: Demi Vollering

24 Jahre nach Hanka Kupfernagel wäre das Rennen fast wieder mit einem deutschen Sieg zu Ende gegangen. Nach 127,3 Kilometern musste sich die Friedrichshafenerin Liane Lippert (Movistar) an der Mur nur Demi Vollering (SD Worx) geschlagen geben. Bei ihrem ersten Flèche-Wallonne-Triumph verwies die Niederländerin ihre deutsche Kontrahentin mit fünf Sekunden Vorsprung auf Platz zwei. Das Podium komplettierte die Italienerin Gaia Realini (Trek - Segafredo), die sieben Sekunden Rückstand auf Vollering hatte.

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Flèche Wallonne Féminine 2024: Katarzyna Niewiadoma

Die 27. Austragung des Ardennenklassikers wies die Rekorddistanz von 146 Kilometern auf. Den Sieg an der Mur de Huy sicherte sich die Polin Katarzyna Niewiadoma (Canyon - SRAM) mit zwei Sekunden Vorsprung auf die niederländische Titelverteidigerin Demi Vollering (SD Worx - Protime). Mit vier Sekunden Rückstand fuhr die Italienerin Elisa Longo Borghini (Lidl - Trek) auf den dritten Platz.

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Fleche Wallonne Féminine 2025: Puck Pieterse

Beim Fleche Wallonne der Frauen hatten nach einjähriger Unterbrechung die niederländischen Fans wieder Grund zum Jubel. Puck Pieterse (Fenix - Deceuninck) setzte sich nach 140,7 Kilometern an der Mur de Huy mit zwei Sekunden Vorsprung auf ihre Landsfrau Demi Vollering (FDJ United - Suez) durch und sorgte somit für den achten Oranje-Sieg in den letzten zehn Jahren. 

Während der letzte freie Platz auf dem Podium wie bereits 2025 an die Italienerin Elisa Longo Borghini (UAE - ADQ) ging, konnte die Deutsche Liane Lippert (Movistar) bei elf Sekunden Rückstand diesmal Platz fünf verbuchen.

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