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15.01.2026 | (rsn) – Nach einer hartnäckigen Virusinfektion gab Christophe Laporte (Visma – Lease a Bike) erst Mitte August bei den ADAC Cyclassics in Hamburg sein Saisondebüt 2025. Danach benötigte der Franzose noch einige Rennen, um wieder in Schwung zu kommen, ehe er Dritter bei Binche-Chimay-Binche wurde und sich als Titelverteidiger bei Paris-Tours nur Matteo Trentin (Tudor) geschlagen geben musste. Zu einem Saisonsieg reichte es dann noch, als Laporte Mitte Oktober die sechstägige Tour of Holland für sich entschied.
Mit entsprechendem Rückenwind startet der Klassikerspezialist nun in seine bereits 13. Profisaison, die er am 18. Februar bei der Andalusien-Rundfahrt beginnen wird. “Diese Saison möchte ich wieder in Bestform sein. Ich fühle mich gut, besser als erwartet. Ich habe das Rad in den Ferien drei Wochen lang beiseitegelegt und dann voller Freude wieder mit dem Training begonnen. Mental bin ich komplett erholt“, sagte Laporte auf der Website seines Teams, das derzeit im spanischen Calpe ein Trainingslager abhält, bei dem auch Wout van Aert dabei ist.
Nachdem er im vergangenen Jahr keine einzige große Rundfahrt bestritt, steht diesmal wieder die Tour de France in Laportes Rennkalender. “Ich freue mich riesig darauf, dort wieder zu fahren. Als Team haben wir ein großes Ziel: die Tour mit Jonas erneut zu gewinnen. Ich würde sehr gerne dazu beitragen“, kündigte der 33-Jährige bereits an, sich vor allem auf den Flachetappen in den Dienst seines dänischen Teamkollegen stellen zu wollen.
Größere Chancen für sich selber rechnet sich Laporte bei den Frühjahrsklassikern aus, obwohl bei Miland-Sanremo, der Flandern-Rundfahrt und Paris – Roubaix auch van Aert auf Sieg fahren will. “Mein Ziel ist es, in Topform anzutreten und mit dem Team um Siege zu kämpfen. Besonders bei den großen Klassikern: Mailand–San Remo, Flandern-Rundfahrt, Paris–Roubaix. Aber eigentlich ist jeder Frühjahrsklassiker für mich ein wichtiges Rennen. Egal, wo wir starten, wir müssen um den Sieg kämpfen“, sagte Laporte, der dabei vor allem die “Königin der Klassiker“ im Visier hat.
“Ich möchte eines Tages sehr gerne Paris–Roubaix gewinnen. Das ist mein Traum. Als französischer Fahrer im eigenen Land wäre das fantastisch“, sagte der Routinier, der bei bisher neun Starts zweimal in den Top Ten landete und einen sechsten Platz aus dem Jahr 2021 als bestes Ergebnis vorzuweisen hat. “Natürlich spielt bei diesem Rennen auch viel Glück eine Rolle. Hoffentlich wird es dieses Jahr unser Tag“, fügte Laporte an.
Gleiches hofft auch van Aert, der nach seinem Triumph bei Mailand-Sanremo 2020 einem zweiten Sieg bei einem der Monumente nachjagt und vor allem Flandern und Roubaix zu seinen großen, noch offenen Zielen erklärt hat.