“Aus meiner Sicht ein positiver Tag“

Down Under: Brenner besteht den ersten Test der GC-Fahrer

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Marco Brenner (Tudor) im Ziel der 2. Etappe der Tour Down Under. | Foto: Cor Vos

22.01.2026  |  (rsn) – Die erste Bewährungsprobe für die Kletterer bei der 26. Tour Down Under hat Marco Brenner (Tudor) unter den Besten bestanden. Der 23-Jährige Augsburger kam in der ersten Verfolgergruppe genau 1:08 Minuten hinter dem überlegenen UAE-Duo Jay Vine und Jhonatan Narvaez ins Ziel in Uraidla und belegte im Sprint den zehnten Tagesrang.

Damit und mit seiner Vorstellung während der 2. Etappe war Brenner ausgesprochen zufrieden – so wie es insgesamt für ihn beim WorldTour-Auftakt bisher rund läuft. “Wir hatten gute Vorbereitungstage hier in Australien und stehen mit einer echt coolen Mannschaft am Start der Tour Down Under. Mit dem Prolog war ich schon sehr zufrieden“, so der Deutsche Meister von 2024 im Rückblick auf den Prolog von Adelaide, den er mit rund neun Sekunden Rückstand auf Tagessieger Samuel Watson (Ineos Grenadiers) abgeschlossen hatte. Dabei war er sogar eine Sekunde schneller unterwegs als Teamkollege Marius Mayrhofer, der sich nur einen Tag später auf der 1. Etappe nach einem Sturz mehrere Frakturen zuzog.

“Gestern war mit dem Sturz von Marius leider ein sehr harter Tag für uns und heute gab’s dann den ersten echten Test für die GC-Fahrer“, berichtete Brenner, der wie auch Landsmann Anton Schäffer (Visma – Lease a Bike) am Corkscrew-Anstieg bei Vines Attacke “nicht ideal positioniert“ war, wie er anfügte. “Ich musste erstmal Körner investieren, um überhaupt dabei zu bleiben und fand mich dann eher im hinteren Teil der Gruppe wieder.“

Bei den nun folgenden Attacken unter den Verfolgern zeigte sich Brenner aber aufmerksam. “Ich habe mich gut gefühlt und einfach auf den richtigen Moment beziehungsweise die gefährlichen Attacken gewartet.“ Dabei ging der Tudor-Profi selbst in die Offenisve, wurde aber von den Konkurrenten wieder eingefangen und war dann “schlussendlich in der ersten Verfolgergruppe, die dann noch ums Podium und die Zeitbonifikation gesprintet ist.“

Obwohl er dabei leer ausging und als letzter der acht Verfolger über die Ziellinie rollte, war Brenner mit sich und dem Etappenverlauf zufrieden. “Aus meiner Sicht ein positiver Tag, die Beine drehen gut und ich bin gespannt auf die nächsten Tage hier“, so der neue Gesamtfünfte, der im Klassement gleich 25 Positionen gutmachte und nur neun Sekunden hinter dem drittplatzierten Mauro Schmid (Jayco – AlUla) liegt.

Während auf der 3. Etappe die Sprinter zum Zug kommen sollten, werden am vorletzten Tag am Willunga Hill die Klassementfahrer im Kampf um das ockerfarbene Trikot nochmals gefordert sein. Dann wird sich dem Down-Under-Debütanten noch eine weitere Chance bieten, im Gesamtklassement weiter Boden gutzumachen.

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