Einer der Unfallverursacher eingeschläfert

Känguru-Opfer Bjerg erlitt mehrere Knochenbrüche

Von Kevin Kempf

Foto zu dem Text "Känguru-Opfer Bjerg erlitt mehrere Knochenbrüche"
Ein Känguru-Warnschild wie man es in Europa nur selten findet. | Foto: Cor Vos

26.01.2026  |  (rsn) – Der Känguru-Zwischenfall auf der Abschlussetappe der Tour Down Under (2.UWT) hat für Mikkel Bjerg (UAE – Emirates – XRG) schwerwiegende Folgen. Nachdem am Sonntag schon bekannt wurde, dass sich Neo-Profi Menno Huising (Visma – Lease a Bike) bei seinem ersten Rennen als Profi das Schlüsselbein gebrochen hatte, wurden nun auch beim Dänen mehrere Knochenbrüche gemeldet.

Wie sein Arbeitgeber gegenüber der dänischen Sportzeitung DR Sporten bestätigte, hat sich Bjerg einen Bruch im Schultergelenk und einen in einer Hand zugezogen. Wie lange er mit dieser Diagnose am Straßenrand warten muss, ist unbekannt, sein geplanter Start beim Cadel Evans Great Ocean Race (1.UWT) am Sonntag fällt aber definitiv ins Wasser.

Neben Huising und Bjerg waren auch andere Fahrer durch die beiden ins Peloton hüpfenden Kängurus zu Fall gebracht worden. Der Gesamtführende Jay Vine (UAE – Emirates – XRG) kam glimpflich davon und konnte die Rundfahrt siegreich abschließen. Alberto Dainese (Soudal – Quick-Step) und Lucas Stevenson (Nationalmannschaft Australien) mussten das Rennen aufgeben. Über die Schwere ihrer Blessuren wurden bislang keine Angaben gemacht.

Ein Känguru eingeschläfert

Auch einer der beiden Unfallverursacher trug beim Zusammenstoß schwere Verletzungen davon. Wie das australische Nachrichten-Outlet 7news berichtete, musste eines der beiden Kängurus eingeschläfert werden.

Obwohl Wildunfälle bisher bei der Tour Down Under nicht stattgefunden hatten, hielt sich die Überraschung der Einheimischen in Grenzen. “Leider gehört das in diesen Regionen Australiens zu den Risiken des Radsports: Bei Wildtieren kann man eben nicht sagen: ‘Geht heute bitte nicht eurem Tagesablauf nach, hier findet ein Radrennen statt.‘“, meinte etwa der australische Radsportkommentator Matthew Keenan in der Livesendung bei SBS. Und auch Vine schlug in eine ähnliche Kerbe: “Jeder fragt mich immer, was das Gefährlichste ist, das es in Australien gibt – und ich sage immer: Kängurus."

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