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17.02.2026 | (rsn) – Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe) bleibt im Zeitfahren das Maß aller Dinge. Der Olympiasieger und Weltmeister im Kampf gegen die Uhr benötigte 13:03 Minuten für die 12,2 Kilometer der 2. Etappe der UAE Tour auf der künstlichen Insel Hudayriyat vor Abu Dhabi. Das entspricht einem Schnitt von 56,1 km/h. Fünf Sekunden langsamer war Joshua Tarlin (Ineos Grenadiers) und wurde damit Zweiter. Rang drei ging an Remi Cavagna (Groupama – FDJ) mit zwölf Sekunden Rückstand.
Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG) hingegen musste einen großen Zeitverlust hinnehmen. Der Mexikaner kassierte 42 Sekunden Rückstand und musste damit die Gesamtführung an Evenepoel abgeben. Del Toro, der als Auftaktsieger als Letzter ins Rennen gehen musste, hatte dabei deutlich schlechtere Bedingungen als Evenepoel und Co. Der Belgier war bereits als Fünfter ins Rennen gegangen und profitierte von deutlich weniger Wind.
Während Evenepoel mehr oder weniger freie Wahl bei seiner Startzeit hatte, musste Del Toro als Letzter ins Rennen gehen. Es bleibt reine Spekulation, aber unwahrscheinlich ist es nicht, dass die zehn Bonussekunden vom Vortag den Nachteil des späten Starts nicht kompensieren können. Er wurde lediglich 25. Mit 32 Sekunden Rückstand auf Evenepoel rutschte er im Gesamtklassement auf Rang zehn ab.
Der Belgier hingegen feierte seinen sechsten Saisonsieg. Obwohl er die UAE Tour 2023 schon einmal gewinnen konnte, war es zudem sein erster Tagessieg in den Emiraten. Und, wie die Statistiker herausfanden, sein schnellstes Einzelzeitfahren überhaupt in seiner Karriere. “Der Kurs war sehr flach und technisch nicht so anspruchsvoll. Es ist die perfekte Strecke, um so schnell fahren zu können. Ich bin sehr glücklich darüber, heute gewonnen zu haben“, sagte er im Siegerinterview.
Denn sein Sieg bringt ihn in die Situation, etwas abwartender fahren zu können. “Mit den schweren Anstiegen, die anstehen, ist es sicher etwas komfortabler, in Führung zu sein und das Trikot zu verteidigen. Die anderen müssen attackieren und deshalb ist das für uns das perfekte Szenario. Wir werden versuchen, die Führung bis Sonntag zu verteidigen“, so Evenepoel, nachdem er zuvor fast zweieinhalb Stunden im Hot Seat darauf warten musste, dass das Rennen endete. Immerhin gönnten ihm die Veranstalter zwischendurch eine Dusche.
Das beste Ergebnis eines deutschen Fahrers lieferte Max Walscheid mit als 18. mit 36 Sekunden Rückstand auf den Tagessieger. Eine Sekunde schneller als sein Teamkollege und damit bester Lidl-Trek-Profi war in Derek Gee-West ein weiterer Neuzugang des Teams.
Das Einzelzeitfahren auf Hudayriyat Island startete prominent. Cavagna als erster Starter brannte eine starke Zeit in den Asphalt, die aber nicht lange halten sollte. Denn viele der Top-Zeitfahrer entschieden sich aufgrund der besseren Windbedingungen für frühe Startzeiten. So unterbot Evenepoel die Zeit des Franzosen um zwölf Sekunden. Mit einer Zeit von 13:03 Minuten schaffte er es als Einziger, über einem Stundenschnitt von 56 km/h zu bleiben.
Das Profil der 2. Etappe der UAE Tour | Grafik: RCS
Ein paar Augenblicke später machte sich mit Tarling ein weiterer Spezialist auf den Weg. Am Zwischenmesspunkt lag er mit vier Sekunden Rückstand nahe an Evenepoel dran. Am Ende konnte er den Profi des Teams Red Bull – Bora – hansgrohe aber nicht abfangen. Er klassierte sich mit sechs Sekunden Rückstand auf Platz zwei und verdrängte damit Cavagna auf die drei.
Mit Ethan Hayter (Soudal – Quick-Step) ging einer der letzten Topfavoriten auch früh ins Rennen. Der 27-jährige Brite setzte sich mit 25 Sekunden Rückstand auf Rang vier. Danach schafften es wenige Fahrer, die Topzeiten anzugreifen. Es dauerte bis Daan Hoole (Decathlon – CMA CGM) kam, der mit 26 Sekunden Rückstand auf Platz sechs fuhr. Nur weniger als eine Sekunde lag er hinter Luke Plapp (Jayco – AlUla), der auch früh ins Rennen gegangen war und eine starke Zeit lieferte.
Der Einzige, der in der zweiten Hälfte der Starter glänzen konnte, war Rune Herregodts (UAE – Emirates – XRG). Der Belgier vom Team aus den Vereinigten Arabischen Emiraten fuhr mit 33 Sekunden Rückstand auf den zehnten Rang. Die Spannung hielt durch die frühen Startzeiten der Topstars nicht lange an. Auch Del Toro schaffte es als letzter Fahrer bei etwas stärkerem Wind nicht, an Evenepoel heranzukommen. Am Ende verlor er 42 Sekunden und klassierte sich damit auf dem 25. Platz. So übernahm Evenepoel die Führung in der Gesamtwertung.
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