Mit neuem Zeitfahr-Material ohne Chance gegen Ganna

Küng ratlos: “Weiß nicht, wo ich diese 28 Sekunden verloren habe“

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Stefan Küng (Tudor) im Zeitfahren der Algarve-Rundfahrt | Foto: Cor Vos

20.02.2026  |  (rsn) – Für Stefan Küng endete das erste Einzelzeitfahren in Diensten seines neuen Teams Tudor mit einer Enttäuschung. Auf dem 19,5 Kilometer langen Rollerkurs um Vilamoura herum reichte es für den Schweizer am Ende der 3. Etappe der 52. Algarve-Rundfahrt (2.Pro) lediglich zu Platz sieben.

Mehr noch als das blanke Resultat gab dem 32-jährigen Küng der große Abstand von fast einer halben Minute auf Tagessieger Filippo Ganna (Ineos Grenadiers) zu denken. “Ich habe mich ganz gut gefühlt, aber das Ergebnis macht mich nicht so happy, ich weiß im Moment nicht, wo ich diese 28 Sekunden verloren habe. Aber die Uhr lügt nie, es ist, wie es ist“, bilanzierte Küng im Ziel seinen vierten Renntag der Saison, der statt den ersten Sieg im Tudor-Trikot lediglich ein Top-Ten-Ergebnis gebracht hatte.

Seine Ratlosigkeit wurde noch dadurch verstärkt, dass Küng auf einem ihm auf den Leib geschneiderten Parcours nicht nur gegen Ganna, sondern auch gegen den zweitplatzierten Juan Ayuso (Lidl – Trek) und dessen schwedischen Teamkollegen Jakob Söderqvist chancenlos war. Auch der erst 19-jährige Franzose Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) war als Tagesvierter immerhin 15 Sekunden schneller als der Thurgauer, der damit weiter auf seinen ersten Sieg seit dem 13. Oktober 2024 wartet.

Damals entschied er zum Saisonausklang in Frankreich den Zeitfahrwettbewerb Chrono des Nations für sich. In der vergangenen Saison lief bei Küng auch in seiner Spezialdisziplin nicht viel zusammen, sowohl bei den Welt- als auch bei den Europameisterschaften verpasste er deutlich die Medaillenränge.

Nach dem Wechsel von Groupama – FDJ zum von Fabian Cancellara geleiteten Schweizer Zweitdivisionär Tudor soll es mit neuem Zeitfahrmaterial auch im Kampf gegen die Uhr wieder bergauf gehen. Eins machte er aber klar: “Das Zeitfahrrad ist toll, darauf kann ich die Verantwortung nicht schieben“, sagte Küng, der da aber schon wieder sein Lächeln wieder gefunden hatte. Erstmals im Wettkampf war das BMC Timemachine Mpc BMC Timemachine Mpc zum Einsatz gekommen.

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