Lipowitz verteidigt Platz acht

Ayuso vergoldet Gesamtsieg mit Etappenerfolg

Von Christoph Matt

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Juan Ayuso (Lidl - Trek) gewann die Schlussetappe der Algarve Rundfahrt sehr knapp | Foto: Cor Vos

22.02.2026  |  (rsn) - Nach zwei zweiten Plätzen konnte Juan Ayuso (Lidl - Trek) auf der letzten Etappe der 52. Algarve-Rundfahrt neben dem Gesamtklassement doch noch einen Tagessieg einfahren. Am kurzen, aber knackigen Schlussanstieg setzte er sich im Sprint gegen Oscar Onley (Ineos Grenadiers) durch, Paul Seixas (Decathlon - CMA CGM) wurde Dritter.

„Meine Aufgabe war im Grunde, auf Paul zu achten. Er hat versucht, ein paar Sekunden herauszuholen, also musste ich ebenfalls mitgehen. Ich bin wirklich stolz darauf, wie das Team den ganzen Tag gefahren ist. Von Anfang an haben sie alles kontrolliert. Jacob (Söderqvist), Tim (Torn Teutenberg) und Tom (Skujins) haben das super gemacht“, zeigte sich Ayuso im Zielinterview zufrieden mit seinem Team.

Florian Lipowitz (Red Bull - BORA - hansgrohe), der lange als Ausreißer unterwegs war und erst drei Kilometer vor dem Ziel gestellt wurde, verlor im Schlussanstieg 49 Sekunden und kam als 13., einen Platz hinter Fabio Christen (Q36.5 - Pinarello), ins Ziel.

Das Podium im Gesamtklassement blieb auf der Schlussetappe unverändert. Ayuso gewann mit 14 Sekunden Vorsprung auf Seixas und 59 Sekunden vor João Almeida (UAE - Emirates - XRG). Onley rückte noch auf den vierten Rang vor. Die Bergwertung holte sich Tomás Contte (Aviludo - Louletano - Loulé), das Punktetrikot ging an Paul Magnier (Soudal - Quick-Step).

So lief die 5. Etappe der Algarve-Rundfahrt

Eine hügelige Strecke mit kurzem, aber steilem Schlussanstieg bildete den Abschluss der Algarve-Rundfahrt. Auf 148 Kilometern summierten sich fast 3000 Höhenmeter, sodass am letzten Tag noch einmal die kletterstarken Fahrer gefragt waren. Beim ersten Zwischensprint trat noch einmal der endschnellste Mann dieser Rundfahrt in Erscheinung. Magnier überließ das weitere Geschehen auf dem selektiven Profil jedoch erwartungsgemäß anderen.

Erst nach rund 40 Kilometern und zahlreichen Versuchen stand schließlich die Ausreißergruppe, die im Vergleich zu den Vortagen deutlich prominenter besetzt war. Maximilian Schachmann (Soudal - Quick-Step), Jan Tratnik (Red Bull - BORA - hansgrohe), Tobias Bayer (Alpecin - Deceuninck), Luca Van Boven (Intermarché - Wanty) und Julian Alaphilippe (Tudor) suchten ihr Glück in der Offensive. Obwohl von ihnen keine unmittelbare Gefahr für das Gesamtklassement ausging, hielt das Peloton die Gruppe an der kurzen Leine und ließ den Vorsprung kaum über zwei Minuten anwachsen.

Das Profil der 5. Etappe | Foto: Veranstalter

50 Kilometer vor dem Ziel entschloss sich Lipowitz zu einer Attacke aus dem Feld und versuchte, die Lücke nach vorne zu schließen. Doch noch bevor er aufschließen konnte, setzten sich Schachmann und Alaphilippe zu zweit ab. Parallel dazu verschärfte sich auch im Peloton das Tempo. Almeida griff an, es bildete sich eine kleine Gruppe mit Ayuso und Paul, die jedoch rasch wieder gestellt wurde.

Auf den folgenden, ständig ansteigenden und abfallenden Kilometern wurde das Peloton zunehmend kleiner. 35 Kilometer vor dem Ziel endete das Rennen für Schachmann abrupt, als er in einer Kurve wegrutschte und in die Leitplanke prallte. Alaphilippe musste seine Flucht daraufhin mit rund eineinhalb Minuten Vorsprung auf die Verfolger, zu denen inzwischen auch Lipowitz aufgeschlossen hatte, alleine fortsetzen.

15 Kilometer vor dem Ziel wurde der Franzose gestellt. Gleichzeitig fiel Tratnik aus der Spitzengruppe zurück, auch Bayer konnte das Tempo nicht mehr halten. Lipowitz sicherte sich den letzten Zwischensprint des Tages und ging anschließend gemeinsam mit Kevin Vauquelin (Arkéa - B&B Hotels) in die Offensive. Das Duo hielt sich bis kurz vor dem Schlussanstieg an der Spitze, wurde dort jedoch von der Favoritengruppe gestellt.

In der etwa zehn Fahrer umfassenden Spitzengruppe übernahm zunächst Almeida die Tempoarbeit. Einen Kilometer vor dem Ziel setzte Matthew Riccitello (Decathlon - CMA CGM) die entscheidende Attacke, der Lipowitz nicht mehr folgen konnte. Onley eröffnete den Sprint aus der kleinen Gruppe, doch Ayuso zog auf den letzten Metern noch vorbei und gewann die Etappe knapp. Rang drei belegte Seixas.

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