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28.02.2026 | (rsn) - Mit einem zweiten Platz startet Red Bull - Bora - hansgrohe in die Klassikersaison. Obwohl es nicht für den Sieg des deutschen Teams beim Omloop Nieuwsblad (1. UWT) gereicht hat, fühlt es sich für die Fahrer wie einer an. “Wir haben gekämpft wie Löwen. Dass Tim hier hinter Mathieu Zweiter wird, ist für uns echt ein Sieg. Wenn man weiß, dass er [van der Poel, d.Red.] dabei ist, ist es unglaublich schwer zu gewinnen”, zeigte sich Mick van Dijke (Red Bull – Bora – hansgrohe), der Zwillingsbruder von Tim van Dijke (Red Bull – Bora – hansgrohe) im Interview mit Eurosport sehr zufrieden.
Die Raublinger Mannschaft reiste zum Opening Weekend mit drei Neuverpflichtungen an. Neben Gianni Vermeersch (Red Bull – Bora – hansgrohe), der als Road Captain fungierte, waren auch Arne Marit (Red Bull – Bora – hansgrohe) und Jarrad Drizners (Red Bull – Bora – hansgrohe) neu im Klassikeraufgebot. Eine personelle Umstrukturierung, die der Frühjahrsabteilung offenbar guttut.
“Ich habe vom Start weg gespürt, dass mehr Ruhe und Organisation im Team sind als im Vorjahr. Mit Gianni als Kapitän haben wir ebenfalls einen Schritt gemacht. Darauf hatte ich gehofft, und heute hat sich das ausgezahlt”, erklärte ein zufriedener Tim van Dijke im Interview mit Wielerflits.
Im entscheidenden Moment des Rennens, als Florian Vermeersch (UAE - Emirates - XRG) am Molenberg attackierte, konnte ihm zunächst nur der spätere Sieger Mathieu van der Poel (Alpecin - Premier Tech) folgen. Über die Kuppe fand auch Tim van Dijke den Anschluss und das Trio schloss schnell die Lücke zur Gruppe des Tages.
In der Spitzengruppe hielt sich van Dijke mit der Führungsarbeit etwas zurück und teilte sich seine Kräfte bewusst ein. "Es kamen ja noch Berendries, Tenbosse, die Muur und der Bosberg. Wenn du dich da übernimmst, wirst du später vom Feld wieder eingeholt und alles war umsonst. Außerdem gibt es Teamvorgaben. Natürlich würde ich am liebsten immer mitgehen, aber ich musste auch an die Mannschaft denken“, erklärte er. Zudem verwies er darauf, dass er im Vergleich zu Vermeersch und van der Poel noch nicht über denselben Status verfügt.
An der Muur von Geraardsbergen konnte van Dijke zwar van der Poel endgültig nicht mehr folgen, fuhr aber als Zweiter über die Kuppe und bildete schließlich mit Vermeersch das Verfolgerduo hinter van der Poel. Gegen den späteren Sieger hatten die beiden allerdings nichts auszurichten. Im Sprint um Platz zwei zog Vermeersch deutlich den kürzeren.
“Ich lebe für die Klassiker, dafür trainiere ich jeden Tag. Solche Chancen bekommt man nicht oft. Heute hatte ich eine, und darüber bin ich sehr glücklich. Aber man merkt schon, dass diese Jungs noch einmal eine Klasse besser sind”, resümierte van Dijke nach seinem gelungenen Auftakt des Openingweekends. Auch wenn er sich selbst noch nicht zu den ganz Großen zählt, darf man gespannt sein, was vom Niederländer, der regelmäßig mit van der Poel trainiert, bei den Klassikern zu erwarten ist.