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11.03.2026 | (rsn) – Den Sieg hat Lidl – Trek im 23,5 Kilometer langen Mannschaftszeitfahren auf der 3. Etappe von Paris-Nizza (2.UWT) zwar um 2,5 Sekunden verpasst, trotzdem aber gab es im Lager des deutschen WorldTour-Rennstalls am Dienstagnachmittag allen Grund zur Freude:
Neuzugang Juan Ayuso, der für sein neues Team die Stoppuhr auf dem Zielstrich anhielt, schlüpfte dank der am Vortag eroberten Bonifikationssekunden ins Gelbe Trikot und führt damit nach seinem Gesamtsieg bei der Volta ao Algarve (2.Pro) im Februar auch das zweite Etappenrennen seiner Saison 2026 an.
"Wir waren wirklich motiviert und haben geglaubt, dass wir gewinnen können. Wenn dann zwei Sekunden fehlen, tut das natürlich weh", sagte der Spanier im Ziel. "Aber gleichzeitig freuen wir uns über Gelb!"
Zwei Sekunden Vorsprung auf Kévin Vauquelin, drei auf Oscar Onley – beide vom siegreichen Ineos-Team – hat Ayuso nun. Vor allem liegt er aber auch bereits 17 Sekunden vor Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike), je 22 vor Aleksandr Vlasov und Dani Martinez (beide Red Bull – Bora – hansgrohe), 30 vor Ivan Romeo (Movistar) und sogar 39 vor den besten Vertretern seines Ex-Rennstalls UAE – Emirates – XRG, Marc Soler und Brandon McNulty.
"Die Dinge werden eben addiert und so habe ich jetzt einen Vorsprung. Aber hier bei Paris-Nizza kann sich alles sehr schnell ändern. Morgen wird es wohl recht schlechtes Wetter geben – es wird kalt, Regen, Seitenwind, von allem etwas. Das wird also eine andere Herausforderung", betonte Ayuso nach seinem Besuch auf dem Podium sowohl in der Mixed Zone als auch auf der anschließenden Pressekonferenz.
"Der Vorsprung ist schön, aber besonders in diesem Rennen, das immer sehr nervös ist, will man natürlich immer am liebsten noch etwas mehr haben. Mit den Bedingungen und dem harten Finale kann sich morgen alles wieder ändern."
Die 4. Etappe in Uchon endet mit einem acht Kilometer langen Schlussanstieg, der offiziell nur 4,5 Steigungsprozente im Schnitt aufweist. Das kommt aber vor allem daher, dass die Straße immer wieder auch absetzt und sogar zwei Mal kurz bergab führt. Entsprechend deutlich steiler als 4,5 Prozent sind daher die ansteigenden Abschnitte – mit einer Spitzensteigung von sogar bis zu 16 Prozent laut Angaben der ASO.
Geprägt dürfte der Tag aber eben zunächst vor allem durch das Wetter werden. Ein Windkantenrennen scheint möglich und dürfte für Stress und Hektik sorgen. Dazu werden die äußeren Bedingungen den Fahrern schon vor der Bergankunft arg zusetzen. "Mir sind lange Berge mit weniger Stress lieber, aber ich denke ich kann mich auch in solchen Szenarien gut verteidigen", gab sich Ayuso diesbezüglich aber entspannt.
Für den 23-Jährigen stand am Dienstagabend wohl ohnehin vor allem die Zufriedenheit im Vordergrund – mit dem 'maillot jaune', aber eben auch trotz der knappen Niederlage gegen Ineos vor allem mit der Leistung im kollektiven Kampf gegen die Uhr. Denn der war für ihn auch ein wichtiger Fingerzeig in Richtung des Auftakts der Tour de France in Barcelona, wenn auf Etappe 1 ebenfalls ein Teamzeitfahren im selben Format, also der Zeitnahme bei Ankunft des jeweils ersten Fahrers einer Mannschaft, ansteht.
"Ich bin unter anderem auch deswegen hier, weil das natürlich eine gute Vorbereitung für das Teamzeitfahren in Barcelona ist, um sich als Team aneinander zu gewöhnen", erklärte Ayuso auf seiner Pressekonferenz. "Und diesbezüglich bin ich ziemlich happy: Wir haben eine gute Chemie hier und sind heute wirklich gut miteinander gefahren. Wir wussten für jeden Punkt der Strecke, wie wir es pacen wollten und sind auch den letzten Teil sehr gut gefahren, ein super Leadout für mich. Das Team hätte den Sieg verdient gehabt und jeder kann zufrieden mit seiner Leistung heute sein", sagte er und fügte an: "Das gibt Selbstvertrauen - eben auch für Barcelona."
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