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17.03.2026 | (rsn) – Mailand-Sanremo ist eines der wenigen großen Rennen, das Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) noch nicht gewinnen konnte. In den beiden vergangenen Jahren wurde der Slowene jeweils Dritter auf der Via Roma, wo er aber beide Male chancenlos gegen zwei Alpecin-Profis war: 2024 holte sich Sprinter Jasper Philipsen den Sieg beim ersten Monument der Saison, im März 2025 sprintete Mathieu van der Poel zu seinem zweiten “Primavera“-Triumph nach 2023, damals landete Pogacar auf Rang vier.
Dennoch ist sein Sportlicher Leiter Fabio Baldato davon überzeugt, dass der mehrmalige Gewinner der Flandern-Rundfahrt, von Lüttich-Bastogne-Lüttich und von Il Lombardia – letzteres sogar fünfmal in Serie – auch bei Mailand-Sanremo ganz vorne landen kann. Allerdings müsste der Slowene dazu wohl seine sprintstärkeren Konkurrenten an der Cipressa oder spätestens am Poggio loswerden.
“Ja, ich glaube, es ist möglich“, so der Italiener gegenüber Sporza und meinte damit den vorletzten Anstieg des Tages. Zwar sei die Cipressa, deren Kuppe rund 22 Kilometer vor dem Ziel überquert wird, “recht kurz“ und aufgrund der wenigen Anstiege zuvor seien die Beine der Sprinter “noch nicht müde, aber es ist machbar“, sagte Baldato und zog einen Vergleich mit der Flandern-Rundfahrt. “Es ist ein Punkt, den man mit dem Sprint am Molenberg oder am Oude Kwaremont vergleichen kann.“
Bei seinem Ronde-Sieg in der vergangenen Saison schüttelte Pogacar tatsächlich am Oude Kwaremont 18 Kilometer vor dem Ziel seine letzten Begleiter ab und kam gut eine Minute vor den sprintstarken Mads Pedersen (Lidl – Trek), van der Poel sowie Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) ins Ziel. Ein ähnliches Szenario wünscht sich Baldato nun auch am Samstag für Mailand-Sanremo.
Allerdings wird der UAE-Star bei der 117. Ausgabe des italienischen Frühjahrsklassikers auf zwei bewährte Kräfte verzichten müssen, wie Baldato bedauerte: “Unser Team vermisst natürlich Tim Wellens und Jhonatan Narváez, aber wir haben immer noch starke Fahrer, die die Arbeit bewältigen können“, sagte der 57-Jährige. Der Belgier und der Ecuadorianer hatten im vergangenen Jahr an der Cipressa Pogacars - letztlich erfolglose - Attacke mit ihren Tempoverschärfungen eingeleitet.
Baldato dürfte mit den "starken Fahrern" in erster Linie Tirreno-Gesamtsieger Isaac Del Toro gemeint haben. Als Helfer des Mexikaners präsentierten sich beim “Rennen zwischen den zwei Meeren“ aber auch der Schweizer Jan Christen und der Österreicher Felix Großschartner in guter Verfassung. Ähnliches gilt für den wie auch den Belgier Florian Vermeersch, Ende Februar Dritter des Omloop Nieuwsblad. Komplettiert wird das achtköpfige Aufgebot vom US-Amerikaner Brandon McNulty und Pogacars Landsmann Domen Novak.
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