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24.03.2026 | (rsn) – Der Name ist von der Classic Brugge-De Panne zur Ronde van Brugge (1.UWT) gewechselt. Doch auch bei der 50. Jubiläumsausgabe des Frühjahrsklassikers, der über Jahrzehnte hin als Rundfahrt unter dem Namen Driedaagse De Panne bekannt war und erst seit 2018 als Eintagesrennen ausgetragen wird, werden wohl die schnellen Männer den Sieg unter sich ausmachen.
Das jedoch befindet sich mittlerweile statt in De Panne in Brügge, wo auch der Startschuss fallen wird. Die Zielankunft in der Stadt an der Kanalküste hatte in letzten Jahren für zahlreiche Stürze gesorgt und damit auch für immer lauter werdende Kritik. Bis mindestens 2031 wird das Feld nun auch in Brügge - konkret auf der Gulden-Vlieslaan am Stadtrand - ankommen, wie die Organisatoren mitteilten.
“Mit der Ronde van Brugge streben wir ein starkes und sicheres Projekt an“, sagte Christophe Impens vom Veranstalter Golazo und erläuterte: “Die Sprintvorbereitung, also die letzten zehn Kilometer des Rennens, findet auf barrierefreien Straßen statt, und die Gulden-Vlieslaan selbst ist auf den letzten 200 Metern eine breite Allee mit aufblasbaren Zielbarrieren von Safe Cycling.“
Die Streckenkarte der 50. Ronde van Brugge | Foto: Cor Vos
Die Geschichte über den restlichen Parcours ist schnell erzählt: Das Rennen führt über brettebenes Terrain, wobei zwei große Schleifen absolviert werden: eine südliche in Richtung Tornhout, Wingene und Beernem sowie einer nördlichen, die über Damme, Koolkerke und Dudzele führt. Der Brieversweg als einziger Kopfsteinpflasterabschnitt befindet auf der nördlichen Schleife. Die Männer müssen diese Runde dreimal und die südliche einmal absolvieren, was eine Gesamtdistanz von 202,9 Kilometern ergibt.
Im vergangenen Jahr bezwang Juan Sebastian Molano (UAE – Emirates – XRG) in De Panne etwas überraschend Jonathan Milan (Lidl – Trek). Allerdings war das Finale von vielen Stürzen überschattet, so dass schließlich nur noch rund 20 Fahrer um den Sieg kämpften.
Auch in Abwesenheit des erkrankten Milan bekommt es der Molano wieder mit starken Konkurrenten zu tun: An erster Stelle zu nennen wären der Belgier Jasper Philipsen (Alpecin - Premier Tech), der Gewinner der Ausgaben 2023 und 2024, sowie der Niederländer Dylan Groenewegen (Unibet - Rose Rockets), der 2019 erfolgreich war.
Dagegen fehlt der Sieger von 2022: Tim Merlier (Soudal – Quick-Step), der am Sonntag mit Platz 19 beim GP Monseré seinen Saisoneinstand gab, wurde von seinem Team nicht nominiert, so dass Soudal wohl für den formstarken Laurenz Rex fahren wird.
Stark einzuschätzen sind auch Ineos-Sprinter Sam Welsford, der Norweger Sören Waerenskjold (Uno-X Mobility), der Tscheche Pavel Bittner (Picnic – PostNL) sowie die weiteren Belgier Tom Crabbe (Lotto –Intermarché) und Milan Fretin (Cofidis).
Die Hoffnungen der deutschen Fans ruhen in erster Linie auf dem Vorjahressechsten Max Kanter (XDS – Astana), der zuletzt bei Paris-Nizza seinen ersten Sieg auf WorldTour-Niveau feierte, und Phil Bauhaus (Bahrain Victorious), auch wenn der Vierte der vergangenen Austragung sich in dieser Saison bisher schwer tut.
Aussichtsreich ist auch Tim Torn Teutenberg, der bei Lidl – Trek vom routinierten Max Walscheid unterstützt wird. Der junge Tobias Müller wird sich bei Unibet in Groenewegens Dienste stellen. Vergleichbares gilt für die beiden weiteren deutschen Starter Kim Heiduk (Ineos) und Niklas Märkl.