Von der Kurzrundfahrt zum Sprinterklassiker

Ronde van Brugge im Rückblick: Die letzten zehn Jahre

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Jasper Philipsen (UAE - Emirates - XRG)) gewann 2025 die Classic Brügge-De Panne. | Foto: Cor Vos

24.03.2026  |  (rsn) - Von der Vorbereitungsrundfahrt auf die Flandern-Rundfahrt zum WorldTour-Eintagesrennen: Unter dem Namen Drei Tage von De Panne war das Etappenrennen lange eine Angelegenheit für Klassikerfahrer mit Zeitfahrqualitäten. Ab dem Jahr 2018 kamen auf flachem Terrain fast immer die Sprinter zum Zug, auch der Name wechselte - nach 2020 lautete er Classic Brugge - De Panne. Seit dieser Saison bestreiten die Profis die Ronde van Brugge.

radsport-news.com blickt auf die letzten zehn Austragungen zurück.

Driedaagse De Panne 2016: Lieuwe Westra

Wie im Vorjahr ging Alexander Kristoff (Katusha) als Gesamtführender in den Schlusstag, musste allerdings dieses Mal noch den Niederländer Lieuwe Westra (Astana) passieren lassen und verpasste so die Titelverteidigung. Am Ende lagen 13 Sekunden zwischen dem Norweger und dem Gesamtsieger. Als bester Deutscher belegte Tony Martin (Etixx - Quick-Step) Rang vier, Nils Politt (Stölting) wurde Neunter. Auch auf den Etappen lief es für die deutschen Starter gut. Auf der ersten Halbetappe des Schlusstags siegte Marcel Kittel (Etixx - Quick-Step) vor Phil Bauhaus (Bora - Argon 18).

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Driedaagse De Panne 2017: Philippe Gilbert

Die 41. Auflage wurde von Philippe Gilbert (Quick-Step Floors) dominiert. Der Belgier, der den Auftakt als Solist gewonnen hatte, sicherte sich den Gesamtsieg mit 38 Sekunden Vorsprung auf den Österreicher Matthias Brändle (Trek - Segafredo) und 43 auf Alexander Kristoff (Katusha - Alpecin), der somit seine Podiumssammlung in De Panne komplettierte. Wie im Vorjahr sorgte Marcel Kittel (Quick-Step Floors) auf der ersten Halbetappe des Schlusstages für einen deutschen Sieg - und das trotz Defekt und Sturz.

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Driedaagse Brugge - De Panne 2018: Elia Viviani

Erstmals wurde das Rennen als Eintageswettbewerb der Kategorie 1.HC ausgetragen. Nach 202 weitgehend flachen Kilometern zwischen Brügge und De Panne setzte sich Elia Viviani (Quick-Step Floors) im Sprint vor Pascal Ackermann (Bora - hansgrohe) und Jasper Philipsen (Hagens Berman Axeon) durch.

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Driedaagse Brugge - De Panne 2019: Dylan Groenewegen

Nur ein Jahr später gehörte das Rennen bereits der WorldTour an. Den Sieg sicherte sich nach 200 Kilometern der Niederländer Dylan Groenewegen (Jumbo - Visma) vor dem Kolumbianer Fernando Gaviria (UAE Team Emirates) und Titelverteidiger Elia Viviani (Deceuninck - Quick-Step). Pascal Ackermann (Bora - hansgrohe) hatte im Finale Sturzpech und auch Marcel Kittel (Katusha - Alpecin) konnte sich nicht im vorderen Feld platzieren.

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AG Driedaagse Brugge - De Panne 2020: Yves Lampaert

Wegen der Corona-Pandemie wurde der Sprinterklassiker vom März in den Oktober verlegt. Erstmals fiel die Entscheidung aus einer Ausreißergruppe heraus. Als Solist holte sich nach 188 Kilometern Yves Lampaert (Deceuninck - Quick-Step) mit 21 Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann und Teamkollegen Tim Declercq den Sieg.
Eine weitere Sekunde dahinter gewann Tim Merlier (Alpecin - Fenix) den Sprint der ersten Verfolgergruppe und sorgte so für ein belgisches Podium. Bester Deutscher war John Degenkolb (Lotto Soudal) auf Platz vier. Bei dem von viel Wind geprägten Rennen hatte Quick-Step im Finale seine numerische Überlegenheit perfekt ausgespielt.

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Oxyclean Classic Brugge - De Panne 2021: Sam Bennett

Im Jahr darauf kehrte das Rennen wieder auf den angestammten Termin im März zurück. Den Sprintern schien dieser Termin besser zu liegen, machten sie die 45. Austragung doch wieder unter sich aus. Nach 203 Kilometern siegte nach starker Vorarbeit seines Teams der Ire Sam Bennett (Deceuninck - Quick-Step) vor dem Belgier Jasper Philipsen (Alpecin - Fenix) und dem Pfälzer Pascal Ackermann (Bora - hansgrohe).

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Minerva Classic Brugge - De Panne 2022: Tim Merlier

Auch die diesmal etwas längere Distanz machte den Sprintern nicht zu schaffen. Nach 208 Kilometern siegte Tim Merlier (Alpecin - Fenix) vor Dylan Groenewegen (BikeExchange - Jayco) und Nacer Bouhanni (Arkéa - Samsic).
Max Walscheid (Cofidis) verpasste als Vierter knapp das Podium. Pech hatte  Pascal Ackermann (UAE Team Emirates), der 1400 Meter vor dem Ziel heftig stürzte.

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Classic Brugge - De Panne 2023: Jasper Philipsen

Die 47. Austragung war mit ihren 211 Kilometern die bisher längste. Zwar setzte sich in De Panne Jasper Philipsen (Alpecin - Deceuninck) vor Olav Kooij (Jumbo - Visma) durch - allerdings nicht in einem Massensprint. Vielmehr holte der Belgier den Sieg aus einer vierköpfigen Spitzengruppe heraus, der noch Yves Lampaert (Soudal - Quick-Step) und Frederik Frison (Lotto - Dstny) angehörten und die auf den Plätzen drei und vier landeten.
Philipsen hatte mit seiner Attacke 16 Kilometer vor dem Ziel auf der windanfälligen Passage De Moeren die zu diesem Zeitpunkt noch 16 Fahrer starke Spitzengruppe auf das Quartett reduziert, das schließlich den Sieg unter sich ausmachte.

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Classic Brugge - De Panne 2024: Jasper Philipsen

Erstmals seitdem das Rennen als Eintageswettbewerb ausgetragen wurde, gelang einem Fahrer die Titelverteidigung. Jasper Philipsen (Alpecin - Deceuninck) setzte sich nach 198,8 Kilometern in De Panne im Sprint gegen seinen Landsmann Tim Merlier (Soudal - Quick-Step) und den für Bora - hanserohe fahrenden Niederländer Danny van Poppel durch. Als bester Deutscher belegte Phil Bauhaus (Bahrain - Victorious) Rang acht.

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Classic Brugge - De Panne 2025: Juan Molano

Erstmals war ein Kolumbianer in Brügge erfolgreich. Nach 196 Kilometern setzte Juan Sebastian Molano (UAE Team Emirates - XRG) im Sprint einer knapp 20 Fahrer umfassenden Gruppe vor dem Italiener Jonathan Milan (Lidl - Trek) und dem Esten Madis Mikhels (EF Education - EasyPost) durch.

Mit Phil Bauhaus (Bahrain Victorious) und Max Kanter (XDS - Astana) auf den Plätzen vier und sechs konnten sich auch zwei deutsche Starter in den Top Ten platzieren.

Überschattet wurde das Rennen von mehreren heftigen Stürzen auf den letzten fünf Kilometern, wodurch das Feld auseinandergerissen wurde.

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