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06.04.2026 | (rsn) - Ein starker Auftritt in der Wallonie: Eike Behrens hat die erste Austragung der Mur de Huy Classic (1.2U) gewonnen und damit seinen ersten internationalen Straßensieg gefeiert. Der 20-Jährige vom Team Lotto - Kern-Haus - Outlet Montabaur setzte sich nach einer Attacke am legendären Schlussanstieg durch.
Rund 20 Fahrer hatten sich im Finale an der Spitze des Rennens versammelt, doch es war Behrens, der die Chance nutzte: Gleich zu Beginn der Mur de Huy, an deren Kuppe sich das Ziel befand, griff er an. Mit einem kraftvollen Antritt distanzierte er schnell seine Konkurrenten und gewann schließlich mit einem Vorsprung von zehn Sekunden. Dahinter belegten Kamiel Eeman und Niels Driesen (beide Lotto - Groupe Wanty) die Plätze zwei und drei.
Der Sieg war das Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung, wie der Sportliche Leiter Torsten Schmidt gegenüber RSN betonte: "Es war ein ganz toller Tag für das Team nach dem Bundesligarennen vorgestern.“ Dabei stellte das Rennen höchste Anforderungen an die Fahrer: "Vier Mal mussten die Jungs heute über die Mauer rüberfahren", so Schmid. Trotz kleiner Rückschläge - "es gab auch den einen oder anderen Materialdefekt" - blieb Lotto - Kern-Haus stets präsent. "Wir waren immer mit drei Mann vorne vertreten", fügte der Sportliche Leiter an.
Die vermeintlichen Favoriten abgehängt: Eike Behrens feierte seinen ersten internationalen Erfolg. | Foto: Team
Mit Ben Felix Jochum, Fausto Penna und Behrens kontrollierte das deutsche Kontinental-Team entscheidenden Rennphasen. Besonders die Teamtaktik im Finale zahlte sich aus. "Durch die Attacke von Ben auf den letzten zehn Kilometern wurde ihm der Rücken freigehalten", erklärte Schmidt.
Während Jochum im Flachen seine Chance suchte, konnte sich Behrens optimal auf den steilen Schlussanstieg vorbereiten: "Eike ist die Mauer von Huy von unten an vorne hochgefahren." Für Behrens selbst war es ein besonderer Tag, wie sein Sportlicher Leiter unterstrich: "Eike hatte wirklich einen goldenen Tag. Er hat sich hier in der Wallonie megagut gefühlt und hatte super Beine."
Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Behrens fährt seit dieser Saison für sein erstes Kontinentalteam und hat bereits in den vergangenen Jahren mit nationalen Ergebnissen auf sich aufmerksam gemacht, sowohl in der Bundesliga als auch im Cyclocross. Im Januar krönte er sich zum deutschen U23-Crossmeister. Erst seit dem vergangenen Jahr sammelt er Erfahrungen bei internationalen Straßenrennen.