Stimmen vor dem 123. Paris-Roubaix

Van der Poel: “Die Form für den vierten Sieg ist da“

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Mathieu van der Poel (Alpecin - Premier Tech) vor dem Start des 123. Paris-Roubaix | Foto: Cor Vos

12.04.2026  |  (rsn) – Mathieu van der Poel vs. Tadej Pogacar – alle Welt erwartet beim 123. Paris-Roubaix (1.UWT) das große Pavé-Duell zwischen den beiden Superstars. Kann Titelverteidiger aus den Niederlanden mit einem vierten Sieg in Serie im berühmten Velodrome einen neuen Rekord aufstellen oder triumphiert der Weltmeister aus Slowenen erstmals in Roubaix – und vervollständigt damit seine Sammlung an Siegen bei den fünf Monumenten des Jahres?

Stimmen vor dem Start und vom Vortag von Paris-Roubaix 2026:

Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG / Vorjahreszweiter / Mixed Zone):
“Ich freue mich, bin aber ehrlich gesagt auch ein bisschen nervös. Ich bin sicherlich ein bisschen besser vorbereitet als letztes Jahr. Wir werden sehen, ob es heute relevant wird, dass wir einige Recons gemacht haben. Es ist immer das Beste, als Solist zu gewinnen, vor allem hier in Roubaix. Das ist der Traum, aber man weiß nie. In diesem Rennen ist es ziemlich schwierig, das zu erreichen. Ich werde versuchen, das Rennen zu genießen und mein Bestes zu geben. Ich bin nicht wirklich ein erfahrener Sprinter, vor allem nicht im Velodrome. Aber es ist auch anders, weil das Rennen sehr lange und ermüdend ist. Im Finale kann dann alles passieren. Ich habe aber keine Sprints trainiert.“

Gianni Vermeersch (Red Bull – Bora – hansgrohe / Sechster 2024 / Mixed Zone):
“Wir haben ein richtig starkes Team. Vor zwei Jahren waren zwei, die jetzt in unserem Team sind, in den Top Ten. Jetzt sind wir in einem Team, also können wir es noch besser machen. Ich denke, die Kommunikation wird heute wichtig werden. Nach jedem Kopfsteinpflastersektor müssen wir miteinander reden, wer noch in der Spitzengruppe ist. Es ist auch ein bisschen meine Aufgabe, diese Kommunikation aufrecht zu erhalten. Ich hoffe, so weit wie möglich zu kommen und das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Normalerweise kommen die ersten Attacken in Haveluy á Wallers. Ich denke, es wird wichtig sein, nach Arenberg noch einige Fahrer zu haben. Danach können wir weit kommen. Ich glaube, Mathieu (van der Poel) gewinnt heute.“

Kasper Asgreen (EF Education - EasyPost / Mixed Zone):
Die Saison bisher wurde natürlich von Mathieu (van der Poel) und Tadej (Pogacar) dominiert. Als Team haben wir einige gute Performances abgeliefert, aber wir haben es noch nicht geschafft, dass am Ende alles zusammenkommt. Das Rennen ist flach. Dadurch kann man mehr mit der Taktik spielen als (bei der Flandern-Rundfahrt), wenn man zum (Oude) Kwaremont kommt und alle abhängt werden. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich die Favoritengruppe wie in Flandern sehr früh etabliert. Aber es gab dort eine Gruppe von anderen Fahrern, die da dabeibleiben konnten, und ich sehe mich in dieser Gruppe. Ich glaube, wir müssen dieses Rennen fahren und dann jede Möglichkeit ausnutzen.

Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech / Vorjahressieger / Mixed Zone):
“Paris-Roubaix ist ein Rennen, wo man vorher schlecht sagen kann, was das Szenario sein wird. Man muss sich einfach jeder Situation anpassen können, wegen dem Kopfsteinpflaster mehr als in jedem anderen Rennen. Es ist also immer wieder aufregend hierherzukommen. (Pogacar) hat schon gezeigt, dass er sehr stark ist, auch auf dem Kopfsteinpflaster. Wir freuen uns auch als Team und sind bereit. Über meine Form kann ich mich nicht beschweren, es läuft ziemlich gut. Aber man braucht auch Glück, um in Roubaix zu gewinnen. Ich glaube aber die Form ist da, um auf den vierten (Sieg) zu gehen.“

Mads Pedersen (Lidl – Trek / Vorjahresdritter/ Mixed Zone):
“Ich glaube, Paris-Roubaix war das Rennen, bei dem wir (nach dem Sturz) daran gedacht haben, realistischerweise wieder auf dem Level zu sein, vom Sieg träumen zu können. Also würde ich sagen, das Rennen war die ganze Zeit in meinem Hinterkopf. Ich glaube daran, dass es möglich ist hier zu gewinnen, ansonsten würde ich daheimbleiben. Es wird hart, vor allem mit den anderen Fahrern am Start. Das Rennen war bis jetzt nicht wirklich gut zu mir. Aber wir müssen weiterhin daran glauben. Mathew Haymans Sieg ist eine ähnliche Geschichte. Wenn man das sieht, weiß man, dass alles möglich ist.“

John Degenkolb (Picnic – PostNL / Sieger von 2015 / Mixed Zone):
Ich fühle mich großartig und geehrt, nach all den Jahren immer noch hier zu sein, vor allem nach dem, was letztes Jahr in Flandern passiert ist. Ich habe Paris-Roubaix aus dem Krankenhaus geschaut. Das war kein schöner Ort, deswegen bin ich umso glücklicher, wieder hier zu sein, und ich bin bereit für einen großen Kampf. Abzuliefern ist immer das Ziel. Aber ich habe weder mir noch jemand anderem was zu beweisen. Ich habe das Rennen gewonnen und es ist wahrscheinlich der größte Erfolg meiner Karriere. Wenn es ein Rennen gibt, bei dem ich tief im Finale von einem Monument was zeigen kann, dann ist es dieses. Zum jetzigen Zeitpunkt endet mein Vertrag am Ende des Jahres. Wir werden sehen, was bis dahin noch passiert.“

Wout van Aert (Visma – Lease a Bike / Vorjahresvierter / Mixed Zone):
“Natürlich spüre ich die Unterstützung der Leute. Leider bringt das alleine keine Siege. Es hilft natürlich, aber ich brauche trotzdem meine eigene Leistung. Ich glaube, die Klassikersaison war gut bis jetzt. Ich hatte einige gute Rennen. Eines der besten Rennen steht jetzt noch an. Ich freue mich auf diese letzte Möglichkeit im Frühjahr. Ich hoffe, das Rennen ist taktischer als letztes Wochenende. Tadej (Pogacar) und Mathieu (van der Poel) heben das Niveau der Klassiker immer weiter an. In Flandern ist es schwierig, taktisch an den beiden vorbeizukommen. Ich glaube in Roubaix sollte es möglich sein, meine Teamkollegen mehr auszuspielen. In den letzten Jahren gab es die erste Selektion schon oft vor Arenberg, ich erwarte am Sonntag dasselbe.“

 

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