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21.04.2026 | (rsn) – Bei seiner dritten Teilnahme an der Tour of the Alps (2.Pro) ist Giulio Pellizzari (Red Bull – Bora – hansgrohe) nicht nur der erste Sieg gelungen. Mit seiner Vorstellung auf der 2. Etappe von Telfs nach Martell zeigte der 22-jährige Italiener mit Blick auf den kommenden Giro d’Italia auch, dass er mit der Kapitänsrolle bestens klar kommt.
“Der heutige Sieg ist etwas Besonderes: Die Tour of the Alps hat mir vor drei Jahren den Weg in den Profisport eröffnet, und in Martell zu gewinnen, hat für mich eine einzigartige Bedeutung“, betonte Pellizzari, der bei seinem Debüt 2023 noch das Trikot des italienischen Zweitdivisionärs VR Group – Bardiani trug, ehe er Ende 2024 zu Red Bull wechselte. Bei den Raublingern entwickelte er sich prächtig, wie sein Vuelta-Etappensieg 2025 sowie sein dortiger sechster Platz und zuvor schon Gesamtrang sechs beim Giro bewiesen. Bei der Tour of the Alps ließ er nun seinen zweiten Profisieg folgen.
“Heute habe ich mehr gegeben, als ich in den Beinen hatte, auch um die Arbeit meiner Teamkollegen zu vollenden, die außergewöhnlich waren“, lobte er in einer Pressemitteilung der Veranstalter die Vorbereitung seiner Mannschaft, die vor allem im Schlussanstieg alles richtig machte. Zunächst war U23-Weltmeister Lorenzo Finn hellwach, als Thymen Arensman (Ineos Grenadiers) in die Offensive ging, danach sprang Pellizzari zur Gruppe hin, zu der auch noch Titelverteidiger Michael Storer (Tudor) gehörte. Und 500 Meter vor dem Ziel schließlich gesellte sich auch noch Aleksandr Vlasov dazu, der dann für seinem Leader den Sprint eröffnete.
“Auf Teneriffa habe ich in den vergangenen Wochen gemeinsam mit Jay Hindley an meiner Explosivität gearbeitet, und die Ergebnisse sind sichtbar“, sagte Pellizzari, der Arensman im Zielsprint auf Rang zwei verwies und danach erklärte: “Ich habe mich wohlgefühlt, auch wenn ich noch nicht in Bestform bin.“
Die diesjährige Tour of the Alps hat für ihn auch noch eine weitergehende Bedeutung als nur gute Ergebnisse einzufahren: “Das ist für mich auch eine wichtige Bewährungsprobe im Hinblick auf die Führungsrolle innerhalb des Teams: Ich spüre, dass ich in dieser Rolle wachse, ebenso wie in der Entwicklung einer Siegermentalität. Heute wollte ich gewinnen und ich habe es geschafft“, fügte er an.
Seinen Sieg in Martell widmete Pellizzari dem Vater seiner Freundin: Stefano Casagranda war im vergangenen Oktober verstorben. “Ganz in der Nähe, in Meran, gewann er 1998 eine Etappe des Giro del Trentino. Damals war ich noch nicht geboren. Dieser Sieg ist für ihn“, erzählte der Kletterspezialist, der nun die Gesamtwertung der Giro-Generalprobe mit vier Sekunden Vorsprung auf Arensman anführt und gegenüber hoch gehandelten Konkurrenten noch mehr Boden gutmachte.
Storer und Ben O'Connor (Jayco - AlUla) etwa büßten jeweils 19 Sekunden gegenüber dem neuen Träger des Grünen Trikots ein. Der Vorjahresdritte Derek Gee-West (Lidl – Trek) kam sogar 1:04 Minuten hinter Pellizzari ins Ziel. Eine regelrechte Klatsche kassierte Tom Pidcock (Pinarello - Q36.5), der fast sieben Minuten Rückstand kassierte. Für Pellizzari und sein Team hingegen läuft es nach Wunsch, zumal sich mit Vlasov (4.) und dem erst 19 Jahre alten Finn (6.) zwei weitere Red-Bull-Profis in Schlagdistanz zum Podium befinden.
“Ein großes Kompliment an die Jungs, die unseren Plan auf der Straße perfekt umgesetzt haben. Lorenzo war überragend, als er bei Arensman mitgehen konnte. Und als Aleks zurückkam und im Sprint als Erster beschleunigt hat, war das ein Gamechanger. Großer Respekt an das ganze Team – und Glückwunsch an Giulio. Ein perfekter Tag“, resümierte der Sportlicher Leiter Christian Pömer ausgesprochen zufrieden nach dem elften Saisonsieg von Red Bull – Bora - hansgrohe.
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