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22.04.2026 | (rsn) – Mit gleich fünf früheren Siegerinnen startet am Nachmittag in Huy die 29. Ausgabe des Flèche Wallonne Femmes (1.WWT). Die Startnummer 1 auf dem Rücken trägt Titelverteidigerin Puck Pieterse (Fenix – Premier) Tech, die sich im vergangenen Jahr an der legendären Mur de Huy gegen Demi Vollering (FDJ United – Suez) durchgesetzt hatte.
Die Europameisterin, Flèche-Gewinnerin des Jahres 2023, gehört ebenso zum Kreis der Favoritinnen wie die Polnische Meisterin Kasia Niewiadoma-Phinney (Canyon – SRAM – zondacrypto), die sich vor zwei Jahren den Sieg beim mittleren der drei Ardennenklassiker geholt hatte. Damals hatte sie ebenfalls Vollering auf Rang zwei verwiesen.
Mit dabei sein wird auch die Rekordhalterin: Anna van der Breggen (SD Worx – Protime) war von 2015 bis 2021 siebenmal in Folge an der Mur erfolgreich, ehe sie am Ende jener Saison ihre Karriere beendete. Nach ihrem Comeback 2025 erreichte die mittlerweile 36-jährige Niederländerin aber nicht mehr ihr vorheriges Niveau – was sich von Pauline Ferrand-Prévot (Visma – Lease a Bike) nicht sagen lässt. Die Französin gewann nach der Wiederaufnahme ihrer Straßenkarriere im vergangenen Jahr sensationell nicht nur Paris-Roubaix (1.WWT), sondern im Sommer souverän auch die Tour de France (2.UWT).
Die 34-jährige Französin, die den Flèche Wallonne vor mittlerweile zwölf Jahren gewonnen hatte, ist in dieser Saison zwar wie auch Niewiadoma-Phinney, Pieterse und van der Breggen noch ohne Sieg, wusste aber mit Rang zwei bei der Flandern-Rundfahrt (1.WWT) und zuletzt dem dritten Platz in Roubaix zu überzeugen.
Gleiches lässt sich von der Toursiegerin von 2024 sagen: Die 31-jährige Niewiadoma hat bereits drei dritte Plätze bei den Klassikern vorzuweisen – zuletzt beim Amstel Gold Race, bei dem Vollering Dritte wurde – und das, obwohl sie nach einem Sturz bei Sanremo Women (1.WWT) eine Zwangspause einlegen musste. Gemeinsam mit Vollering, die in dieser Saison auf bereits sechs Siege kommt, ist die Polin an der Mur de Huy am stärksten einzuschätzen.
Als chancenreiche Außenseiterinnen gehen die Schweizerin Noemi Rüegg und Weltmeisterin Magdaleine Vallières (beide EF Education – Oatly) ins Rennen. Auch Amstel-Gold-Siegerin Paula Blasi (UAE – Team ADQ) und ihrer französischen Teamkollegin Maeva Squiban sowie der Neuseeländerin Niamh Fisher-Black (Lidl – Trek) ist einiges zuzutrauen.
Erfolgreichste deutsche Teilnehmerin der vergangenen Jahre war Liane Lippert (Movistar). Die Friedrichshafenerin sorgte als Flèche-Zweite von 2023 für das einzige deutsche Podium seit 2011 und bestätigte dieses Ergebnis mit Rang fünf im Vorjahr. Nach ihrem Sturz beim Omloop Nieuwsblad (1.WWT) war der dreimaligen Deutschen Meisterin in den darauffolgenden Klassikern aber kein Top-Ten-Ergebnis gelungen.
Lippert ist eine von fünf deutschen Starterinnen in Huy. Antonia Niedermaier und Justyna Czpala werden bei Canyon – SRAM Helferinnendienste für Niewiadoma- Phinney leisten, Ricarda Bauernfeind wird bei Lidl – Trek Fisher-Black unterstützen. Dagegen dürfte Hannah Ludwig bei ihrer Cofidis-Equipe Freiheiten bekommen.
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