Die Stimmen zum Flèche Wallonne 2026

Schmid: “Da wusste ich, warum ich so leide“

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Mauro Schmid (Jayco – AlUla) auf dem Podium in Huy | Foto: Cor Vos

22.04.2026  |  (rsn) – Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) hat die hohen Erwartungen an ihn erfüllt und den 90. Flèche Wallonne (1.UWT) für sich entschieden. Im zweiten Teil der Mur de Huy kontrollierte der 19-jährige Franzose das Geschehen, nach mehreren Angriffen schüttelte er auch seine letzten Kontrahenten ab. 

Von denen war der Mauro Schmid (Jayco – AlUla) der Beste und sicherte sich Rang zwei. Hinter dem Schweizer Meister belegte der Brite Ben Tulett (Visma – Lease a Bike) den dritten Platz vor Benoit Cosnefroy (UAE – Emirates – XRG), einem weiteren Fahrer aus der starken französischen Phalanx.

Die Stimmen zum Flèche Wallonne 2026:

Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM / Sieger / Ziel-Interview): “Ich habe ein hohes Tempo angeschlagen und mich ab und zu umgeguckt, um zu sehen, wie es dem Rest geht. Ich sah, dass sie am Limit waren. Ich weiß, dass ich stark bin, wenn es schwer ist. Ich habe die Situation gut eingeschätzt. Ich habe meine Attacke 300 Meter vor dem Ziel gesetzt und ich sah, dass sie es hinter mir schwer hatten. Also bin ich Vollgas zur Ziellinie gefahren.“

Mauro Schmid (Jayco – AlUla / Zweiter / Ziel-Interview): “Ich war ziemlich weit hinten und dachte mir, dass ich mich früh lancieren muss. Wenn man 500 Meter vor dem Ziel eingebaut ist, kommt man nicht mehr raus. Ich bin gleich zur Spitze vorgefahren und musste dafür einen großen Effort bringen. Mit noch 300 zu fahrenden Meter spürte ich, dass es bei Pauls Attacke richtig schwer wurde. Aber ich gucke zurück und sah, dass da auch keiner mehr kam. Da wusste ich, warum ich so leide.“

Ben Tulett (Visma – Lease a Bike / Dritter / Ziel-Interview): “Wir wussten ursprünglich gar nicht, ob ich heute überhaupt würde fahren können. Dieses Ergebnis ist eine große Überraschung. Nach meinem Sturz im Baskenland vor zwei Wochen ist nicht alles glatt verlaufen. Es waren ein paar schwere Wochen und die jetzt so zu beenden, ist etwas Besonderes. Ich bin meinen Teamkollegen sehr dankbar, dass sie mich in eine gute Position gebracht haben. Das gibt mir Selbstvertrauen für Lüttich.“

Benoit Cosnefroy (UAE – Emirates - XRG / Vierter / Flèche Wallonne): “Die Mannschaft hat heute perfekte Arbeit geleistet. Im Finale sprechen dann die Beine. Mit noch 400 zu fahrenden Meter fühlte ich mich noch gut, 200 Meter später war das dann anders. Das ging den Anderen aber wohl auch so. Diese Mauer ist schrecklich. Manchmal liebe ich sie, manchmal hasse ich sie aber auch. Ich bin komplett kaputt. Ich habe alles gegeben, dann kann man nicht enttäuscht sein. Ich war heute der Viertbeste, so ist es eben.“

Cian Uijtdebroeks (Movistar / Vierter / Sporza): "Ich war zu schlecht positioniert. Auf diesem Terrain ist es dann unmöglich, um noch Positionen gutzumachen. Das ist hier wie ein Nordklassiker mit einem langen Sprint am Ende. Es war lehrreich, diese Positionskämpfe mal mitzumachen. Aber sie sind nicht meine Stärke. Für mich ist das alles etwas zu punchy, aber ich kann mich noch verbessern.“

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